Dienstag, 24. April 2018

Papa bloggt: Müssen Strafen wirklich sein?


Letztes Wochenende war wirlich schönes Wetter in Berlin. Die Sonne schien, es war über 20 Grad und wir standen an einer Eisdiele. Die Schlange ging bis zur Straße und ich wartete kollektiv für die Familie in dieser langen Reihe. Diese hatte sich einen bequemen Sitzplatz geholt und wartete auf unser Eis. Die Augen der Warteten richteten sich plötzlich auf einen kleinen Jungen, der weinend an seiner Mutter vom Anfang Warteschlange gezogen wurde mit den Worten "Du gehst heute direkt auf den Spielplatz. Für Dich gibt es heute kein Eis."

Kaltherzige Frau?


Ich stand schon wirklich fünfzehn Minuten da und alle Anwesenden ging nur ein Gedanke durch den Kopf: Wie grausam war diese Mutter? Hinter mir standen zwei junge Männer, vermutlich ohne Familie, die sich über dies und das unterhielten und ihnen verschlug es die Sprache als sie den kleinen Jungen weinend sahen. Und ich dachte auch so bei mir, was hat der kleine Junge wohl gemacht hat, dass die Mutter ihm das leckere Eis verbieten wollte. Hat er etwas böses gesagt? Ein anderes Kind gehauen? Und ich war schon dabei innerlich diese "kaltherzige" Frau zu schimpfen, aber etwas in mir sagte, vielleicht sollte ich nicht so vorschnell urteilen.

Sonntag, 22. April 2018

Vom Draußen sein - das Wochenende in Bildern


Ach, was war denn das für ein Wochenende. Wir waren praktisch nur zum Schlafen in der Wohung. Na gut, und zum Duschen. Neulich las ich irgendwo, dass ein Sommer mit Kindern dann gelungen ist, wenn die Füße schmutzig und die Haare zerzaust sind. Also wenn das stimmt, dann haben wir an diesem Frühlingswochenende alles richtig gemacht.

Samstag, 21. April 2018


Wir bekommen Besuch und die Kinder bereiten sich vor. Also auf ihre Art. Sie malen nämlich Bilder, die sie anschließen verschenken. Ich mag dieses kunterbunte Durcheinander ja total gern, stelle aber immer wieder fest, dass ich nicht verstehe wieso dann über ein für mich schönes Bild noch drei Mal drüber gemalt wird. Das war beim Runzelfüßchen so und ist bei ihrem Bruder nicht anders. Aber gut, die Bilder sind ja sowieso nicht für mich.

Bevor wir unsere Verwandten treffen, müssen wir noch einkaufen. Und äh, ich bin leicht irritiert was es so zu kaufen gibt. Krass ekelhaft gefärbter Senf in der Sorte "Einhorn" oder "Flamingo". Irgendwie erschließt sich mir wirklich nicht wer sowas kauft. Die Kinder finden es sehr merkwürdig und ziehen mich schnell weiter.

Und zack, raus auf den Spielplatz. Ich muss ein wenig schmunzeln, weil Herr Annika inzwischen so richtig im Sandkuchen-Backwahn angekommen ist. Und ich überlege kurz, dass mir das fehlen wird, wenn er größer wird. Genau in dem Moment stupst das Baby von innen und ich muss lachen. Stimmt ja, so schnell ist das alles doch noch nicht vorbei.


Freitag, 20. April 2018

Alles auf Anfang



Ein Bild sagt ja mehr als 1000 Worte. Und doch habe ich so unfassbar viele Worte für das, was sich in den letzten Monaten angekündigt hat, was zur Gewissheit wurde und unser Leben schon bald auf den Kopf stellen wird.

Geschwister freuen sich aufs Baby


Für den Moment sollt ihr nur wissen: wir alle sind unglaublich aufgeregt und dankbar, dass wir diese Achterbahnfahrt noch ein weiteres Mal erleben dürfen. Die Kinder küssen und streicheln täglich ihr Geschwisterchen. Mein Sohn fragt jeden Morgen mit dem ersten Augenaufschlag "Baby kommt?" während meine Tochter ihre Creme zückt um den Bauch einzuschmieren.


Mittwoch, 18. April 2018

Unsere Kinder dürfen mitreden



"Wieso mache ich das eigentlich? Das ist doch total verrückt. Ich bin doch selbst Schuld wenn es manchmal so explodiert." Das waren am Montag meine Gedanken.
Vorausgegangen war diesem Gedankengang ein Streit mit meiner Tochter darüber, dass wir keine Eier im Haus hatten, sie und ihr Bruder sich die aber wünschten und ich eigentlich keine Lust hatte noch mal vor die Tür zu gehen um diese zu besorgen.

Am Ende lief ich eben doch schnell los und kaufte Eier. Und fand das auch nicht wirklich schlimm, ab und zu ein Spiegelei ist ja auch ganz lecker. Ich musste sogar über mich selbst lachen, denn ich war ja "Schuld". Ich hatte die Kinder gefragt was sie gern zum Abendbrot essen wollen. Und sie waren sich eben beide sicher: Eier! Und Brot und Käse und Gurke und Tomate und "Eier, Mama, ja, Eier!"

Diskutierst du gern? 


Nun ist das wahrlich ein kleines Beispiel, aber ich wurde dieser Tage auch darauf angesprochen, dass ich wohl gern diskutieren würde. Ich verstand nicht sofort und wurde darauf aufmerksam gemacht, dass ich ja alles mit meinen Kindern besprechen würde. Das stimmt so natürlich nicht, die lebensentscheidenden und zukunftsweisenden Dinge besprechen schon in erster Linie mein Mann und ich. Aber alles weitere findet unter Einbezug unserer Kinder statt.


Dienstag, 17. April 2018

Papa bloggt: Fliegen mit einem anderhalbjährigen Kind


Es gibt Dinge, bei denen weiß ich erst nachher, ob es eine gute Idee war. Zum Beispiel ein Langstreckenflug mit der Familie. Bevor wir letztens nach Thailand geflogen sind, kamen die Kommentare von Freunden und Bekannten. "Ihr traut euch ja was." "Wir haben uns das nicht getraut." "Wie lange fliegt ihr? Und ihr meint, die Kinder machen das mit?" Natürlich könnte man einwenden, das wir letztes Jahr auch nach Thailand geflogen sind, aber da war mein Sohn ja noch ein Baby. Mit einem Anderhalbjährigen auf dem Schoß, der sich zwar sehr viel bewegen, aber nicht immer so gut artikulieren kann, stellte ich mir das viel schwieriger vor.

Respekt vor dem Fliegen


Bevor der Flug losging, malte ich mir schon schlimme Szenarien aus. Wir sollten abends von Berlin aus nach Doha starten und allein schon die späte Zeit machte mir Sorgen. Was passiert, wenn er müde ist und nicht schläft? Was passiert, wenn er beim Start aufstehen will? Was passiert, wenn er die ganze Zeit schreit? Wir hatten im Jahr davor auch Kinder in einem ähnlichen Alter im Flugzeug gesehen, die sehr viel geschrien hatten. Selbst, wenn ich mit meinen eigenen wütenden Kinder zurechtkommen würde, würde mich die Reaktion von eventuell gestressten Mitreisenden noch mehr stressen. Ich hatte also mächtig Respekt vor unserem Flug.


Sonntag, 15. April 2018

Vom Alleinsein - das Wochenende in Bildern


Dieses Wochenende war ich das allererste Mal, seit Herr Annika auf der Welt ist, allein unterwegs. Und dann gleich über Nacht. Ich hatte mir fest vorgenommen das zu genießen, am Ende war es dann aber irgendwie leider doch ein wenig stressig.

Samstag, 14. April 2018


Ich muss um 4:30Uhr aufstehen, um um kurz nach 5:00 das Haus zu verlassen. Ich bin soooo müde. Wundert euch nicht, die Datumsanzeige meiner Uhr spinnt. Das Datum stimmt, der Tag nicht. Macht mich leicht irre, lässt sich aber irgendwie auch nicht ändern.

Morgens früh am Hauptbahnhof. Eigentlich bin ich müde. Und gleichzeitig ganz furchtbar freudig, weil ich zufällig einen Freund am Bahnhof getroffen habe. In den Momenten ist selbst Berlin ein Dorf und ich freue mich, wie so ein kleines, unverhofftes Wiedersehen solche Glücksmomente auslösen kann. Kennt ihr das auch, diese Freude? Ich finde, wir alle sollten uns genau das bewahren. Denn DAS sind doch die wirklich schönen Momente.
Im Zug habe ich Glück, es ist sehr leer, alle wollen schlafen und es ist ruhig. So mag ich Bahn fahren.

München, 10:30Uhr. Ich bin da und laufe ein wenig durch die Stadt. Ohne irgendeine Ahnung oder Ziel lasse ich mich treiben und das fühlt sich schön an. Mal nicht auf irgendwen aufpassen und einfach nur Zuschauerin sein. Ich erfreue mich auch an meinen neuen Glitzerschuhen, die in der Sonne so richtig schön funkeln.


Mittwoch, 11. April 2018

Allein mit einem Kind unterwegs



Neulich hatte ich einen Termin und konnte nur eins der Kinder mitnehmen. Die Wahl fiel, aus sehr praktischen Gründen auf meinen anderthalbjährigen Sohn, einfach, weil meine Freundin besser auf meine Vierjährige aufpassen konnte. Und bevor wir losgingen dachte ich noch: Puh, das wird eine Herausforderung. Aber nee, Pustekuchen.

Allein mit einem Kind unterwegs sein


Herr Annika lief an meiner Hand, er ließ sich von mir tragen, er saß in der Bahn neben mir und schaute aus dem Fenster. Und ich dachte: Meine Güte ist das entspannend! Wirklich! Ich verstand in dem Moment warum so viele Menschen nicht verstehen, wenn ich Verabredungen absage, weil ich mit zwei Kindern nicht durch die halbe Stadt fahren möchte. Oder warum ich Dates aufs Wochenende verschiebe und meinen Mann mitbringe. Es liegt schlicht daran, dass jeder Ausflug mit zwei Kindern in den öffentlichen Verkehrsmitteln eine nervenbelastende Angelegenheit ist.


Dienstag, 10. April 2018

Papa bloggt: Wir bleiben dann mal zu Hause


Demnächst ist es so weit: Andrea fährt für ein ganzes Wochenende weg. Von Samstagmorgen bis Sonntagabend. Es ist das erste Mal seit Herr Annika auf der Welt ist. Und das ist eigentlich schon ganz schön lange her. Und während ich relativ gelassen diesem Wochenende entgegen blicke, frage ich mich: Wieso macht sie das nicht öfters? Sie "darf" doch! Aber sie macht es dann doch nicht so oft wie ich es vielleicht erwarten würde.

Männer haben es einfacher


Ich treffe mich regelmäßig mit Freunden von mir. Einmal im Monat wollen wir zusammenzukommen, über unser Leben reden, über die Arbeit, (natürlich!) auch über die Familie und was uns sonst noch irgendwie beschäftigt. Auch wenn ich manchmal etwas später komme, weil ich die Kinder ins Bett bringe, versuche ich diese Treffen nicht ausfallen zu lassen. Ich kenne, zumindest im meinem Umkreis keine Frau, die sich mindestens jeden Monat regelmäßig ohne Kinder abends mit ihren Freund_innen trifft. Umgekehrt kenne ich viele Väter, die sich zweimal, dreimal im Jahr mit ihren männlichen Freunden treffen und Urlaub machen. Winterurlaub, Fahrradurlaub, Segelurlaub, Wanderurlaub, Mallorcaurlaub (ok, das habe ich jetzt erfunden, aber soll es auch geben). Aber von Müttern bekomme ich das viel weniger mit.


Sonntag, 8. April 2018

Vom Drinnen sein und raus wollen - das Wochenende in Bildern

Dieses Wochenende war irgendwie ein ziemlicher Umbruch. Und während die Kinder sich gaaaanz viel Draußensein und Eis essen gehen und Spielplatzbesuche wünschten, mussten wir abwinken und auf später vertrösten. Manchmal ist das Familienleben für Kinder schon doof.

Samstag, 07. April. 2018

Wir frühstücken beim Ikea. Und ja, das ist für mich eine Premiere, ich habe das noch nie gemacht. Weil wir am Freitag aber nur bis zur Bettenauswahl kamen, müssen wir eben früh am Samstag wieder kommen. Immerhin wissen wir jetzt schon was wir kaufen wollen. Zwei neue Betten, aus denen ein großes Familienbett wird. Die Kinder freuen sich über das Käsefrühstück, mögen den Kakao nicht und Herr Annika fordert mehr als anderthalb gekochte Eier, aber alles in allem können wir uns nicht beschweren. Wird sicher kein Standard, aber es war auch nicht so schlecht oder voll wie ich dachte.

Wir bestellen unser Bett, die Lattenroste und Matratzen zufällig bei der gleichen Frau, die uns gestern bei der Auswahl half und grinsen uns an. Sowas mag ich.
Die Kinder mögen die Plüschhunde, die sie einmal durch die Abteilung schleppen und am Ende wieder an dieser Stelle abgeben dürfen. Ich finde das toll wie vernünftig sie in dem Punkt sind. Es reicht ihnen einfach zu kuscheln.
Nach dem Kauf kommt, klar, die Lieferung, denn nicht alles geht ins Auto. Die Mitarbeiter sind aber super fix, kaum sind wir Zuhause klingeln sie auch schon. Der erste Teil unseres Wochenendliefermarathons ist also geschafft.

Teil Zwei lässt deutlich länger auf sich warten. Denn unsere Waschmaschine hat letzte Woche den Geist aufgegeben. Und blöderweise ist das ja etwas, das in einem Vierpersonen-Haushalt irgendwie keinen Aufschub duldet. Deswegen blieb auch wenig Zeit um nach tollen Angeboten zu gucken, wir entschieden einfach aufgrund von Preis und Lieferstatus und Beratung. Leider geht ein Schlauch kaputt, so dass mein Mann noch Ersatz besorgen muss. Das Runzelfüßchen nimmt es sportlich, wenigstens kann sie so vor die Tür und im Lastenrad spazieren fahren. Herr Annika und ich bleiben zuhause und knuspern Kekse.


Sonntag, 1. April 2018

Von Osterfeiertagen - das Wochenende in Bildern

Dieses Wochenende haben wir vor allem eins gemacht: Gekuschelt, gelacht und Zeit miteinander verbracht. Das Wetter lädt ja auch nicht wirklich dazu ein vor die Tür zu gehen und so machen wir das Beste aus dem schneeverregneten Ostern.

Karfreitag, 30.März 2018


Eier färben steht auf dem Programm. Und ehrlich, das letzte Jahr war FURCHTBAR. Es sind alle Eier kaputtgegangen, das Runzelfüßchen und ich hatten uns in den Haaren und irgendwie war es stressig. Da war es ein Glücksfall, dass im Drogeriemarkt nur noch diese Färbebecher zu bekommen waren. Die warmen Eier werden einfach zum gefärbten Reis gegeben und dann heißt es schüttelnm schütteln, schütteln. Jede Farbekombination ist möglich und es bleiben auch die Finger sauber. Ich muss gestehen, wir hatten richtig viel Spaß.

Dann kommt die Familie zu Besuch. Ich habe mal ein neues Rezept ausprobiert, meine erste gefüllte Biskuitrolle. Und ja, ich hätte die Pfirsiche noch kleiner schneiden sollen, aber ich bin sehr zufrieden. Den Gästen schmeckt es ebenfalls und die Rolle ist schneller weg, als ich gucken kann. Die Kinder bestellen sofort eine neue, für Montag. Die soll zur Hälfte mit Himbeeren und zur Hälfte mit Pfirsich gefüllt sein. Klingt doch nach einem Plan.


Die Autogeburt

Wie ihr wisst ist Geburt und der Hebammenmangel ein wichtiges Thema für mich. Aber eben nicht nur für mich. Auch Anja und Susanne wissen um die schlimme Lage in Deutschland und haben deswegen bereits gehandelt. Weil es nicht mehr für jede Schwangere eine Hebamme gibt und auch die Kreißsäale überfüllt sind, haben die Zwei ein neues Buch geschrieben.

Die Autogeburt


"Die Autogeburt" widmet sich eben genau diesem Thema: Wie kann ich mein Kind im Auto zur Welt bringen. Es ist ja schlicht so, dass heute immer mehr Frauen an der Kreißsaal-Tür abgelehnt werden. Zu voll, der Kreißsaal wegen Überfüllung geschlossen, bitte fahren Sie zur nächsten Klinik. Bei Susanne verlief es, wenn ich mich an ihren Geburtsbericht erinnere, ähnlich.

Was tun, wenn das Baby im Auto zur Welt kommt


Die bange Zeit im Auto wollen die zwei mit ihrem neuen Ratgeber nun etwas mildern und geben euch Tipps und Tricks an die Hand, wie ihr mit Hilfe eure_r Partner_in euer Baby im Auto zur Welt bringt.
Ein wirklich sinnvolles Buch in der heutigen Zeit, finde ich.

Was denkt ihr, wäre der Ratgeber was für euch? Welche Tipps müssten dringend vorhanden sein?

Alles über "Die Autogeburt" findet ihr übrigens auf dem neuen Blog.