Sonntag, 25. Februar 2018

Vom Ankommen in Thailand - das Wochenende in Bildern

Wir sind wieder da! Ein Jahr später und irgendwie in einer anderen Ecke von Thailand, aber ja, wir sind zurück. Und noch mit Ankommen und Finden beschäftigt. Wie das eben so ist auf Reisen.

Samstag, 24. Februar 2018


Taxi fahren. Etwas, dass Herr Annika schon jetzt heiß und innig liebt. Ich muss aber gestehen: Ich auch. Denn es ist manchmal tatsächlich preiswerter mit dem Taxi durch Bangkok zu fahren, als mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Und bequemer tatsächlich auch. Wir stehen früh auf, denn wir haben ein Ziel.

Der Chatuchak Wochenendmarkt. Schon im letzten Jahr waren wir hier und ziemlich aus dem Häuschen ob der schieren Größe. Es gibt glaube ich um die 40.000 Stände und es ist ein riesiges, lustiges Gewusel. Wir sind kurz nach der Eröffnung um 10.00 Uhr da, denn später wird es einfach zu heiß und zu voll. Es haben noch nicht alle Shops geöffnet, aber ehrlich gesagt ist das bei der Menge auch irgendwie egal. Wir suchen nicht gezielt sondern lassen uns treiben, kaufen ein paar Shirts für Herrn Annika (er hat sich UNSTERBLICH in ein T-Shirt mit Wassermelonen verliebt), ein Kleid fürs Runzelfüßchen und eines für mich.

Es gibt nichts, was es hier nicht gibt. Diese formschöne Maske beispielsweise... Herr Annika wollte sie immer streicheln, was sich zum Glück verhindern ließ.

Irgendwann war der Akku leer, die Kinder wünschten eine Pause und Eis. Nun ja, ich will mal nicht so sein. Auch wenn ich diesem Kokoseis nichts abgewinnen kann, die Kinder und mein Mann mögen es sehr. Garniert wird das alles mit schwarzen, süßen Bohnen, grünem Klebreis und Erdnüssen.

Ich trinke lieber ein Pfirsichsoda. Sehr sehr süß und voll aus Plastik. Das ist eh eines der größten Probleme hier, alles ist hundertmal in Plastik eingewickelt, wenn man "no bag please" sagt, wird man schräg angeschaut. Einzig in dem Shop, in dem ich mein Kleid gekauft habe, waren sie auch an Nachhaltigkeit interessiert. Aus T-Shirtresten hat die Besitzerin kleine Tragetasche genäht. Fand ich toll.

Dann sind die Kinder müde und wollen ins Hotel. Was etwas länger dauert als gedacht, weil der Fahrer unser Hotel einfach nicht kennt und auch unsere Karte wegen schwerer Kurzsichtigkeit nicht lesen kann. Ich diktiere ihm also in meinem schönsten Thai die Straßennamen und er rät, was ich da so erzähle. Irgendwann kommen wir an und die Kinder schlafen. Also lege ich mich auch hin, so ganz habe ich den Jetlag nicht überwunden. Als alle wieder wach sind gehts in das "Kinderzimmer" des Hotels, wo Herr Annika und seine Schwester in klimatisierter Atmopshäre Türme bauen und in Spielhäuser klettern.

Dann noch ein Abstecher zum Spielplatz in praller Sonne und in den Pool. Es fängt beim Baden an zu regnen, was aber irgendwie ganz schön ist, und da es nur plätschert bleiben wir einfach im Wasser. Anschließend entscheiden wir uns für ein sehr schnelles, ungesundes Abendessen aus dem Supermarkt nebenan. Mein Mann will eigentlich lieber essen gehen, aber die Kinder sind fertig vom Tag und wir wissen alle, dass wir am nächsten Morgen sehr früh aufstehen müssen. Deswegen gibts Nudeln mit Tomatensoße aus der Suppenpackung, was den Kindern erstaunlich gut schmeckt.Kurze Zeit später fallen wir alle ins Bett, nur Alex bleibt ewig auf. Er kämpft mit einer ganz eigenen Art von Jetlag, die ihn nicht vor 2:00 nachts schlafen lässt.

Sonntag, 25. Februar 2018


Um 4:45 Uhr klingelt der Wecker. Wir müssen aufstehen, die Kinder fertig machen, ins Taxi bugsieren und zum Flughafen. Bangkok lassen wir erstmal hinter uns, auf zu neuen Abenteuern. Das Hotel hat uns noch zwei vegetarische Frühstücksboxen gepackt, worauf die Kinder ziemlich abfahren. Es gibt Obst und Sojamilch und einen pappsüßen Jogurt. Das Sandwich bestehend aus Salat und Tomate lassen sie indes links liegen.

Nach gefühlt 100 Mal Pass und Reisedokumente vorzeigen sind wir am Gate und die Kinder beobachten vollkommen gebannt wie ein Flugzeug ankommt, für den nächsten Flug vorbereitet wird und wieder losfährt. Ich hab das so auch noch nie gesehen und schaue zu. Hilft ja auch gegen meine Flugangst, das Wissen, was genau da eigentlich am Boden alles so gemacht wird.
Als wir in der Luft sind wird Herr Annika unruhig. Schon auf der Langstrecke war sein größtes Problem der fehlende eigene Sitzplatz. Immer auf uns Eltern sitzen macht ihn nicht froh, er möchte gern die Rollen tauschen und uns auf den Schoß nehmen. Als das Essen kommt (wir haben für den Flug Gepäck gebucht und das gibt automatisch auch gleich Essen) tun die Kinder so, als wären sie am Verhungern und verschlingen drei (!) Portionen Reis mit Gemüse und Sojasoße. Um 8:00Uhr morgens. Mir dreht sich ehrlich gesagt der Magen um, ich frühstücke nie herzhaft.

Am Flughafen werden wir erwartet. Wir haben einen Shuttle in den Dschungel gebucht und der Fahrer fährt uns ans Ziel während wir vier immer wieder wegnicken. Lustigerweise werden wir alle an einer Ampel wach, so dass der Fahrer uns auf das neben uns stehende Auto aufmerksam machen kann, in dem ein Affe auf der Ladefläche sitzt. Leider ist er da festgebunden, ganz klar wird er als Arbeitstier genutzt. Das muss ich dann auch die nächsten 30 Minuten mit dem Runzelfüßchen erörtern.
Unser Baumhaus jedoch, das sorgt nicht für Diskussionen. Die Kinder sind sehr beeindrückt, dass wir hier mitten im Grünen schlafen werden. Das hatten sie sich gewünscht, seit wir von der Reise erzählten.

Wir haben Hunger und erkunden die Gegend. In einem netten Laden bekommen die Kinder, während wir aufs Essen warten, sofort Spielzeug gebracht. Mir fällt das tatsächlich enorm positiv auf, denn die meisten anderen Restaurants haben immer riesige Fernseher aufgestellt. Hier aber nicht. Herr Annika ist sofort der Mittelpunkt und wird gedrückt und gelockt, während er doch nur mit der "Spinne" spielen will.
Als wir alle aufgegessen haben, isst mein Sohn noch immer an seinen Nudeln, was der Restaurantbesitzer kommentiert in dem er meint: "Take your time, little man, you are on your holidays too!" Und wie im letzten Jahr denke ich: Was für ein Glück für die Kinder, dass sie hier im Fokus stehen und nie stören.

Wir gehen noch ein Eis essen, bevor wir zurück ins Baumhaus klettern und überlegen wie wir die nächsten Tage hier verbringen. Es gibt soviele Möglichkeiten, dass mir ganz schwindelig wird. Und dann entscheiden wir nach Rücksprache mit den Leuten hier: Wir übernachten morgen im Dschungel. Mitten auf dem Wasser, ohne Strom, bei Ruhe und Mondenschein. Und ich bin so wahnsinnig gespannt darauf. Wenn der größte Wunsch der Kinder das Baumhaus war, dann ist meiner wohl diese Nacht im Dschungel. Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen wie das wohl werden wird.

Und ein bißchen gespannt bin ich auch, was ich nächste Woche berichten werde, denn wo wir da sein werden, davon haben wir noch gar keine Ahnung. Das Treiben lassen tut gut, das Zusammensein noch mehr.

Wie andere Familien das Wochenende erlebt haben, seht ihr wie immer bei Susanne.

Und Alex hat unser Wochenende auch verbloggt. Aus seiner Sicht. Er meint nämlich, ich würde seinen Jetlag hier zu negativ darstellen. Ähm... nun ja. 

Donnerstag, 22. Februar 2018

Dankbarkeit für Erzieher_innen



Rund um Weihnachten hatte ich schon mal darüber geschrieben, wie dankbar ich den Erziehern und Erzieherinnen im Kindergarten meiner Kinder bin. Jeden Tag leisten sie ganz wunderbare Arbeit, lachen, spielen, malen mit den Kleinen, lesen, kuscheln, machen Popcorn, gehen ins Theater, zur Polizei, trocknen Tränen, wechseln Windeln, singen, begleiten zum Musik- und Englischprogramm und sind immer, immer, immer für die Kinder da. Sie schlichten Streit, zeigen Grenzen auf, bieten Lösungen bei Konflikten und sind, nach einem Tag mit 16 Kindern immer, immer, immer auch für uns Eltern ansprechbar.

Kleine Kita - lange Suche, großes Glück


Ich erwähnte das glaube ich schon öfter, die Kinder besuchen eine sehr kleine Kita, es gibt nur 16 Kinder im Alter von 1 bis 6. Da prallen ganz viele Interessen aufeinander, aber auch ganz viel Kümmern. Denn die Kleinen lernen, dass die Großen ihnen helfen, die Großen lernen, auf die Kleinen Rücksicht zu nehmen. Ich merke, gerade jetzt wo eben auch Herr Annika dort ist wie gut es meinen Kindern tut dort jeden Tag auch ein Stückweit den Umgang miteinander neu zu lernen, auf sich aufzupassen. Vielleicht, wenn ihr wollt, schreibe ich auch nochmal mehr über unsere Kita und welcher lange Weg uns schließlich überhaupt dorthin geführt hat. Heute aber, heute soll es um etwas anderes gehen.


Dienstag, 20. Februar 2018

Werbung: Auch der Papa hört mit Deezer

E-Gitarre mit Kopfhörern

Meine Frau und ich sind uns in vielen Dingen sehr einig, aber bei Musik hört der Spaß auf. Während Andrea es ganz gerne ruhig mag, höre ich sehr gerne Musik. So oft und so viel wie möglich. Aber mit Kindern ist das natürlich vollkommen anders. Ich höre nicht nur, was ich gerne mag, sondern auch was den Kindern und mir gefallen kann. Vor ein paar Wochen hat meine Frau ja schon Deezer vorgestellt. Aber, das ist das gute an einem Streaming-Dienst, wir benutzen das vollkommen anders.

Krach für mich


Das tolle an einem bezahlten Streaming-Dienst wie Deezer ist, man kann Alben auch offline hören und muss nicht seine kostbaren Mobilfunkdaten dafür einsetzen, wenn man mit dem Telefon unterwegs und nicht in Reichweite eines Wlans ist. Auf meinem iphone höre ich ganz andere Dinge, die ich meiner Frau oder meinen Kinder kaum zumuten würde. Manchmal ist die Musik experimental, aber manchmal ist die Musik einfach sehr laut oder extrem. In letzter Zeit habe ich einen besonderen Hang zu extremeren Heavy Metal. Manchmal, wenn man morgens die Kinder in den Kindergarten gebracht hat, ist das genau die Musik, die einen auf dem Weg zur Arbeit begleitet.

Sonntag, 18. Februar 2018

Von Zuviel und Zuwenig - das Wochenende in Bildern


Dieses Wochenende hatte ich für Samstag jede Menge Pläne. Dann merkte ich abends: Puh, irgendwie ist die Luft raus. Und so war der Sonntag dann eigentlich super entspannt. Bis auf die Kinder. Die waren extrem aufgedreht. Mahahahahaha.

Samstag, 17. Februar 2018


Me- Time. So richtig. Ich gehe zur Pediküre. Ich war schon ewig nicht mehr da. Warum auch immer. Es tut so gut einfach mal durch eine Klatschzeitschrift zu blättern, einen Tee zu trinken und es sich so richtig gut gehen zu lassen. Als es nur Alex, das Runzelfüßchen und mich gab, habe ich das tatsächlich sehr oft gemacht, die Pediküre. Aber seit auch Herr Annika da ist, keine Ahnung, fehlt mir die Zeit. Das will ich aber ändern. Ich wünsche mir auch wieder mehr Zeit für mich in der ich nicht mit den Kindern zusammen bin oder arbeite.
Leider, und das ist der einzige Nachteil, war der Termin super früh. Also nix mit Ausschlafen, was ich ja auch so gern am Wochenende mache. 

Und apropos Dinge, die ich für mich tue. Im Anschluss treffe ich mich mit einer Freundin zum Schwimmen. Zum ersten Mal. Also, dass wir zwei zusammen schwimmen gehen. Ich finde das ja immer sehr spannend, weil man ja nicht weiß wie die andere so drauf ist. Eine Bahn nach der anderen runter reißen oder nur so planschen... Bei uns beiden passte es aber ziemlich gut. Ich war nur leicht geschockt vom Preis. 5,50€. Das letzte Mal, das ich schwimmen war kostet noch 4€.
Und ungefähr so alt sind auch die Badelatschen da auf dem Foto. Ich hatte sie zwei Minuten an und zack, sind sie gerissen. Öhm ja, vermutlich einfach Materialermüdung nach all den Jahren ohne Arbeit.
Anschließend trinken wir in der Schwimmhalle noch eine Apfelschorle und essen Pommes. So wie sich das irgendwie gehört.

 Wieder Zuhause wollen die Kinder von ihrem Tag erzählen und dann müssen wir einkaufen. Vom Drogeriemarkt bis Lebensmittel steht wirklich alles auf dem Programm und die Laune der Kinder wird, dank Mittagschlafverzicht, schlechter und schlechter. Schnell nach Hause und Abendessen kochen. Risotto mit Möhren, nach Kinderwunsch.
Als die dann innerhalb von 10 Minuten einschlafen dauert es nicht lange, bis ich irgendwie auch einnicke. Das frühe Aufstehen und das Schwimmen scheinen ihren Tribut zu fordern.

Dienstag, 13. Februar 2018

Papa bloggt: Meine Kindergartenzeit

Sandkasten mit Schippe und Eimer

Letzte Woche schrieb Andrea über ihre schrecklichen Erlebnisse im Kindergarten. Natürlich kannte ich viele Geschichten schon, aber ich bin trotzdem immer wieder erschüttert, wenn ich daran denke, was Kindern zu der Zeit angetan wurde. Wie wenig Liebe zu Kindern, wie wenig Respekt man vor der Unversehrheit von kleinen Menschen haben muss, um sowas zu machen. Kontrastreicher könnte mein Bericht da nicht sein, denn ich kann mich an keine schlimmen Dinge erinnern. Nur wie selbstverständlich bestimmte Dinge waren und wie sehr sich die Kindergartenzeit geändert hat.

Kindergarten im Westen Deutschlands


Ich bin im Westen groß geworden. Wenn ich Andrea erzähle, dass der Kindergarten erst mit drei Jahren anfing, kann sie das nicht glauben. Nicht nur, dass die Betreuung sehr spät anfing, eine Windel durften die Kinder auch nicht tragen. Man musste "sauber" sein, ansonsten musste man mit dem Kindergarten einfach warten, bis man selber auf die Toilette gehen konnte. Ich kann gar nicht sagen, ob es damals teuer war, Kinder in den Kindergarten zu schicken, aber es ging auf jeden Fall weniger um Betreuung, sondern um Bespaßung und Sozialverhalten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Sonntag, 11. Februar 2018

Von Faschingsvorbereitungen - das Wochenende in Bildern

Am Montag feiert der Kindergarten vom Runzelfüßchen Fasching. Und sie ist wahnsinnig aufgeregt. Denn so schön wie Thailand im letzten Jahr war, durch unsere Abwesenheit konnte sie nicht mitfeiern. Und deswegen ist es dieses Mal eben doppelt schön. Am Wochenende drehte sich also alles um die Vorbereitungen für dieses Ereignis.

Samstag, 10. Februar 2018

Herr Annika will lesen. Aber er kann sich nicht entscheiden welches Buch es sein soll. Deswegen bringt er das Körbchen mit all den Pixibüchern. Ich bin immer wieder überrascht wie viele sich da im Laufe der Zeit so ansammeln. Aber klar, es sind DIE Mitgebsel zum Kindergeburtstag und auch ich kaufe öfter mal eins, als Reisevorbereitung, auf dem Flohmarkt, zwischendurch. Herr Annika entscheidet sich dann für ein Baby-Pixi zum Thema "Klo". DAS habe ich definitiv nicht gekauft.

Ich muss ein paar Dinge besorgen und während Alex mit den Kinder zuhause bleibt fahre ich zum Alexanderplatz. Hier gibt es eben alles auf einmal. Und weil das Wetter nicht sooo gut ist, ist es auch ziemlich leer. Ich werde fündig und muss dann auch schnell wieder heim. Denn wir sind eingeladen, zum Kindergeburtstag, ans andere Ende der Stadt. Das dauert dann in Berlin schon auch mal eine Stunde für eine Richtung.
Vor Ort war es zu wuselig für ein Foto, aber die Kinder hatten sehr viel Spaß und auch wir Eltern hatten mal wieder Zeit mit anderen zu reden. Ich finde das ja tatsächlich spannend, mit welchen Gedanken und Gefühlen andere Eltern so konfrontiert sind. Und ich freute mich, dass soviele Sprachen dort gesprochen wurden. Russisch, Türkisch, Spanisch, Englisch, alles war dabei. Die Kinder fanden Möglichkeiten sich zu verständigen, aßen gefühlte 100 Obstspieße und Nachos mit Humus und schliefen auf dem Heimweg ein.

Donnerstag, 8. Februar 2018

Meine Kindergartenzeit - Erinnerungen an früher



Am Wochenende fragte das Runzelfüßchen nach meiner Zeit im Kindergarten. Und so erzählte ich, von den Freundinnen und Freunden, an die ich mich noch erinnere, von der Erzieherin (die damals von allen Kindergärtnerin und nicht Erzieherin genannt wurde) und wie das damals so war. Und während ich berichtete, merkte ich, wie in meinem Kopf  Bilder entstanden und das, was ich eigentlich als schön in Erinnerung hatte, beim Erzählen gar nicht mehr so schön war.

Es hat mir geschadet


Das Gute daran: Als Kind beurteilt man die Situation ganz grundsätzlich anders. Da macht man mit. Ich war glaube ich ein sehr meinungsstarkes Kind (daran hat sich bis heute nichts geändert) und so werde ich sicher auch damals das eine oder andere Mal angeeckt sein. Das ist in meinen Augen trotzdem kein Grund für Maßregelungen aller Art.
Vielleicht rege ich mich auch deswegen über den Satz "das hat mir auch nicht geschadet" so auf, weil ich sagen kann: Mir hat das geschadet. Allerdings auch nicht alles, ich kann es nur an einem Punkt, dem Essen MÜSSEN fest machen.


Dienstag, 6. Februar 2018

Papa bloggt: Wieso muss ich mich immer so hetzen?

Sonnenblume

Letztens fragte mich ein Kollege, warum ich denn im Moment später als vor einiger Zeit ins Büro komme. Dabei muss ich sagen: als wir nur ein Kind hatten, war ich oft einer der Ersten, jetzt bin ich eher im Mittelfeld. Ich erklärte ihm, dass ich vor der Arbeit die Kinder noch in den Kindergarten bringe. Als ich dann noch erzählte, dass ich erst um 7:45 aufstehe und kurz nach 9 schon im Büro war, konnte er mir das nicht glauben. Selbst ohne Kinder wäre ihm das zu knapp, um schon so früh auf der Arbeit zu sein. Das brachte mich zum Nachdenken.

Lieber nicht wecken


Wenn ich manchmal höre, dass bestimmte Kinder in der Woche und am Wochenende schon vor sechs wach sind und nicht mehr schlafen wollen, bin ich froh, dass unsere Kinder etwas länger schlafen. Aber meistens, und da bin ich auch froh, wachen sie so auf, dass wir uns fertig machen können. Denn eigentlich möchte ich das Runzelfüßchen oder Herrn Annika nicht wecken. Es würde auch keinen Unterschied machen. Denn, ob wir 45 Minuten oder anderhalb Stunden zum Anziehen und Zähne putzen haben, die Zeit scheint nie zu reichen. Wir wollen ja zu einer bestimmten Zeit im Kindergarten sein, denn die Bringzeiten sind auch fest.
Bis auf kleinere Ausnahmen sind wir eingespieltes Team. Aber, das muss ich auch zugeben, ich achte darauf, dass wir nicht zu spät loskommen und pünktlich da sind. Das hat tatsäichlich etwas von einem Antreiber. Letztens fragte ich mich, ob das wirklich so sein muss.


Sonntag, 4. Februar 2018

Vom Treibenlassen - das Wochenende in Bildern

Dieses Wochenende war ziemlich harmonisch. Wir haben uns treiben lassen, ein paar Dinge erledigt und auch die Großeltern besucht.

Samstag, 03. Februar 2018


Der Samstag startet mit ausgedehntem Spiel. Das Runzelfüßchen baut den Inhalt eines zwei Jahre alten Adventskalender auf. Wir dachten damals, dass das eine gute Idee sei, aber in Wirklichkeit war sie noch viel zu klein. 100 verschluckbare Kleinteile die jetzt natürlich ihren Bruder locken. Sie erklärt ihm immer wieder, dass er doch bitte mit seinen Steinen spielen soll. Macht er dann auch. Und so stapeln sie und bauen und ich freue mich über diesen ruhigen Moment in dem sie ganz ins Spiel vertieft sind und ich eine Zeitschrift durchblättern kann.

Wir machen die übliche Bibliotheksrunde und gehen anschließend noch einkaufen. Das Runzelfüßchen ist auf diversen Geburtstagen eingeladen, da brauchen wir auch ein paar Geschenke. Wir werden fündig, sie ist sehr zufrieden mit uns. Dann essen wir noch eine Kleinigkeit um anschließend den stressigen Wochenendeinkauf hinter uns zu bringen. Wieder zuhause will Herr Annika vor allem ein: Singen. Weihnachtslieder. Wieso auch immer. Er kramt das Buch aus der Rezensionsbox von Carlsen hervor und zeigt auf die Seiten. "Sing! Sing!" ruft er. Also schmettern seine Schwester und ich alle Klassiker von "Schneeflöcken" über "Morgen Kinder wird´s was geben" bis hin zu "Susani".