Mittwoch, 31. Januar 2018

Mit Kindern in der Großstadt leben



Eigentlich lebe ich sehr gern in Berlin. So mittendrin. Wirklich. Ich finde das gut, dass wir kein Auto brauchen, weil fussläufig alles erreichbar ist. Kinderarzt, Supermarkt, Markt am Wochenende, verschiedenen Spielplätze, Restaurants, alles, wirklich alles ist da.
Das ist bequem und ich mag es auch die Auswahl zu haben.

Und dann gibt es die Momente in denen ich es so richtig doof in Berlin finde. In denen ich überlege ob es für Kinder wirklich gut ist in der Großstadt groß zu werden.
Gestern war so ein Moment. Da dachte ich: Ich muss hier weg.

Berlin ist nicht nur toll


Neben all dem (Straßen) Lärm, den ich eigentlich immer negativ finde sind es manchmal vor allem andere Menschen die mich belasten. Weil sie sich ungefragt einmischen oder weil sie einfach schwer schwierige Ansichten haben. Berlin ist bekannt dafür, dass hier eine Art "lass sie mal machen" herrscht und das stimmt. Ich wundere mich nicht wenn Menschen ganze Umzüge mithilfe der U-Bahn organisieren, wenn halbnackte Menschen in der S-Bahn eine Tanzperformance hinlegen oder die Tram voller Glitter durch die Gegend rumpelt. Das ist keine Ignoranz, das ist erstmal ein Akzeptieren von Andersartigkeit. Etwas, das ich wirklich wirklich gut finde.


Dienstag, 30. Januar 2018

Papa bloggt: Wie kann man Gleichberechtigung leben?



Das Elternleben kann manchmal ganz schön hart sein. Sich um die Kinder kümmern, arbeiten und um den Haushalt kümmern ist alles nicht einfach. Dass es dabei auch mal zu Unstimmigkeiten oder Streit kommen kann ist klar. Schwierig ist es, wenn vielleicht gar nicht mehr gestritten wird. Denn auf Twitter gab es letztens eine Diskussion, wieso sich viele (Frauen )so viel von ihren Männern und den Vätern gefallen lassen.

Bei Twitter hab ich gemerkt, dass für eine Erklärung die wenigen Zeichen kaum reichen (obwohl ich es probiert habe), aber wieso sind Männer (Väter) denn so? Und kann man das überhaupt ändern?


Väter kümmern sich nicht


Grundsätzlich ging es in der Diskussion darum, dass es manche Frauen scheinbar hinnehmen, dass die Väter sich nicht um den Haushalt kümmern, das Baby wickeln wollen oder es als normal ansehen, wenn die Frau am Wochenende mit den Kindern aufsteht, während sie ausschlafen wollen. Aber, und das wurde auch angemerkt: es kommt nicht mehr zum Streit in der Beziehung, sondern die Unzufriedenheit wird nur noch mit Aussenstehenden diskutiert. Die "Männer sind halt so". Der Ist-Zustand wird hingenommen, die Unzufriedenheit verstärkt sich und als Außenstehender fragt man sich natürlich: Wieso lassen sie das mit sich machen?

Sonntag, 28. Januar 2018

Vom Gesundwerden und Entspannen - Das Wochenende in Bildern

In letzter Zeit waren hier alle ganz schön krank. Alle, bis auf mich (Alex). Wie ich mit drei Rekonvaleszenten das Wochenende verbracht habe, lest ihr hier.

Samstag, der 27. Januar 2018


Was wären wir ohne diese Bausteine aus Dänemark. Das Runzelfüßchen baut fleißig und ich muss aufpassen, dass Herr Annika nicht alles wieder sofort zerstört. In diesem Fall baute sie eine Brücke mit Rosenbeten an der Seite. Wieso auf dem Bild noch eine kleine Weihnachtsmütze zu sehen ist, kann ich nicht genau sagen. Weihnachten wird zwar noch ein wenig vermisst, aber eigentlich wurden alle Spuren mittlerweile beseitigt.

Vielleicht gibt es irgendwann keine Bibliotheken mehr, weil alles, alles gestreamt wird. Aber solange es nocht welche gibt, gehen wir gerne mit den Kindern dorthin. Diesemal wolte das Runzelfüßchen eine DVD mit der kleinen Prinzessin ausleihen. Als Herr Annika Mittagsschlaf  machte, wurde diese eingeworfen und mit mir angeschaut. Von allen Prinzessinnen ist mir sie noch am liebsten: sie ist frech, sie ist lustig und sie sieht nicht aus wie ein Model.

Mittwoch, 24. Januar 2018

Werbung: Deezer Family - wie wir jetzt Musik hören



Ich glaube es ist kein Geheimnis für die Blogleser_innen, die hier öfter lesen: Ich mag es ruhig zuhause. Am liebsten verzichtete ich auf Musik oder Hintergrundbeschallung, etwas, das der Rest meiner Familie so gar nicht nachvollziehen konnte.
Nun leben wir aber nicht in einem Meinungsmonopol, weswegen ich durchaus gewillt war mich in einem gewissen Rahmen den Wünschen aller anderen zu beugen. Und das bedeutet: Wir hören jetzt nachmittags Musik. Oder, genauer gesagt, Hörspiele. Fürs Runzelfüßchen und Herrn Annika ist das seit einigen Monaten eine liebgewonnene Tradition, die sie nicht mehr missen wollen und auch ich gebe zu: Ok, ruhig ist es bei uns zuhause eh nie.

Deezer Family statt Bibliothek


Als die Anfrage kam, ob wir Deezer Family testen wollen war ich nur deswegen dabei, weil eben alle anderen so gern Musik hören. Und ich mich überzeugen ließ, dass das etwas ist was uns noch gefehlt hat.
Und tatsächlich, seit wir diesen Streaming Dienst haben, habe ich noch einiges Neues über Benjamin Blümchen und Bibi Blocksberg gelernt. Denn das hören wir hier täglich. Und das Runzelfüßchen liebt es die kleinen Bildchen anzusehen und sich eine Geschichte aussuchen. Das ist sooo viel besser als all die CDs zu kaufen.
Oder aus der Bibliothek auszuleihen. Das hab ich ja früher, als ich klein war, immer gemacht. Aber damals gab es Kassetten. Ich weiß nicht wie das bei euch ist, aber die CDS, die wir in den Bibliotheken ausleihen haben alle jede Menge Kratzer, so dass früher oder später der Hörspaß vorbei ist weil die Geschichte immer wieder springt. Total frustierend.
Das passiert bei Deezer nicht. Und uns stehen natürlich nicht nur Bibi und Benjamin zur Verfügung. Ich hab mir mal den Spaß gemacht und von "Der kleine König" über "Die kleine Prinzessin" bis zu den Klassikern meiner Kindheit von Reinhard Lakomy alles gesucht. Und es war ALLES da.

Sonntag, 21. Januar 2018

Wochenende ohne Fotos

Dieses Wochenende war schön. Mit viel Vorlesen, Puppen pflegen, Tee und Fotos gucken und Kuscheln. Und das war alles so wunderbar, dass ich tatsächlich nicht ein Foto gemacht habe. Also weder für mich, noch für euch.

Das Runzelfüßchen hat ihrem kleinen Bruder vorgelesen, beiden wollten noch ein Buch und noch ein Buch lesen. Wir waren spazieren, sehr zum Unmut einiger Familienmitglieder. Wir haben super leckerer Sushi und Curry und Gemüselasagne gegessen, Mittagsschlaf gemacht und am Sonntag Urlaubsfotos von den Großeltern angesehen.

Die Kinder haben mit Knete gespielt, Bilder gemalt und Bücher angesehen. Wir haben Hörspiele gehört und gelacht und gemotzt. Es war schön. Nur das "Dokumentieren", das hab ich irgendwie vergessen. Na, nächste Woche wieder.

Kommt gut in die neue Woche!

Dienstag, 16. Januar 2018

Papa bloggt: "Ich", "mein" und "nein" sind wichtige Wörter


Vor kurzem beschwerte ich mich darüber, dass Herr Annika nur noch "Papa" sagte. Morgens, mittags und abends war fast alles Papa. Und wenn ich es nicht aufgeschrieben hätte, hätte ich es wahrscheinlich vergessen. Als wir uns am Wochenende mit Freunden getroffen hatte, die meinen Sohn fast ein halbes Jahr nicht gesehen hatten, merkt man erst wieder, wie schnell und wie viel sich im zweiten Lebensjahr entwickelt. Konnte er mal nicht laufen? Konnte er mal nur "Papa" sagen? Man glaubt es als Elternteil kaum selbst, dass das erst vor kurzem war. Jetzt hat er die drei heiligen Wörter gelernt mit denen sich Menschen im Leben behaupten können: "ich", "mein" und "nein".

Mein Sohn möchte jetzt vieles alleine machen


"Ich", "mein" und "nein" klingt ein wenig nach Egoismus, wenn ich das sage. Aber wenn mein Sohn das sagt, zeigt es, dass er seine eigene Bedürfnisse aussprechen will. Er sagt vor allem "ich", wenn er etwas selber machen möchte. Sobald ich sage, wir möchten nach draußen gehen, zum Beispiel einkaufen, rennt er los zu seinen Winterstiefeln. Als ich ihm noch dabei helfen wollte, sagte er nur "ich", "ich". Er wollte die Schuhe selbst anziehen. Natürlich vergaß er, dass er vorher noch einen Winteranzug anziehen musste. Aber lieber zog er seine Stiefel selbst an, liess mich sie wieder ausziehen, den Anzug anziehen und die Schuhe anziehen, als dass er auf den Schritt "Stiefel selber anziehen" verzichtet hätte.

Sonntag, 14. Januar 2018

Vom Zuhause sein - das Wochenende in Bildern



Vorweg gleich eine kleine Warnung: Dieses Wochenende war herrlich langweilig. Es gibt also ausnahmsweise mal ziemlich wenig Fotos, einfach weil wir die Zeit genossen und ich das Fotografieren vergessen habe.
Mich würde aber interessieren: Habt ihr auch so ereignislose aber irgendwie super schöne Wochenenden?

Samstag, 13. Januar 2018


Wir starten relativ spät in den Tag, die Kinder schlafen ausnahmsweise bis 9:00. Liegt vermutlich daran, dass sie seit einer Woche wieder in den Kindergarten gehen (demnächst mehr dazu) und deswegen sind sie vermutlich einfach auch ein bißchen durch.
Bevor wir frühstücken muss erstmal die Puppe glücklich gemacht werden. Herr Annika entdeckt gerade seine Puppenliebe so richtig und es ist einfach so schön zu sehen, wie er sich um seine und die Puppe seiner Schwester kümmert. Den ganzen Tag trägt er seine Puppe in seiner Latzhose spazieren, ab und zu geht er in die Knie und macht "ohhh", und "ahhhhh" und beschwert sich darüber, dass sein "Baby" so schwer ist.

Nachmittags sind wir super spontan verabredet, mit Freunden die wir in Thailand kennengelernt haben. Das Runzelfüßchen fragt oft nach ihnen und leider ist es ja oft eine Organisationssache wann man sich trifft. Aber so super spontan an dem Tag verabreden hat funktioniert und so gehen wir mit vier Kindern Waffeln essen. Es ist wild und wuselig und schön. Wir unterhalten uns über unsere Urlaubspläne und wie es so ist wenn ein Kind in die Schule geht. Wir haben zum Glück ja noch ein bißchen Zeit, bis es soweit ist. Aber ich glaube, es schränkt schon auch ein. (Gerade, was den Urlaub angeht).
Die Kinder können sich schwer trennen, besonders Herrn Annika fällt es schwer. Im Urlaub damals war er zu klein, aber jetzt ist er mittendrin im wuseligen Kinderhaufen und ganz begeistert, dass Drei- Vier- und Sechsjährige mit ihm spielen.

Abendessen. Während Alex mit Herrn Annika schon nach Hause fährt (mein Sohn reckt immer wieder die Hände in die Luft und ruft "kalt, kalt") besorgen das Runzelfüßchen und ich Abendbrot. Es war SO lecker. Manchmal sagen die Kinder, dass sie Lust auf Falafel und Haloumi haben und essen dann: NICHTS. Diesmal war der Hunger sehr groß. Bei nur zwei Portionen mussten mein Mann und ich dann doch leicht zurückstecken. Aber hey, nachdem die Kinder im Bett waren gab es zum Nachtisch noch Eis. Und die letzte Folge "Gilmore Girls" auf Netflix. Alex war tapfer und hat währenddessen 100 Sachen gemacht, aber ich bin jetzt im Bilde. Ich fand die Serie immer gut, aber dieses vierteilige Extra... Nein, nein. Kennt ihr das?

Sonntag, 14. Januar 2018


Der Tag beginnt tatsächlich noch später, erst gegen 10:00 stehen wir auf. Wer jetzt denkt: Boah, tolle Kinder... Nun ja, es ist schon so, dass die Kinder dafür oft nachts wach sind. Also im Fall von Herrn Annika so um 3:00, um 4:00, um 6:00, um 8:00. Aber er schläft dann irgendwann zum Glück immer wieder ein. Aber ach, durchschlafen wäre schon toll.
Mir gehts nicht so gut, die Kinder wollen auch nicht recht und wir beschließen: Diesen Tag verbringen wir mit Büchern, Musik, Hörbüchern und Kuscheln einfach mal Zuhause.
Herr Annika bewaffnet sich abermals mit seiner Puppe (er mal sie auch noch "schön" an), Büchern und diesem Tablet, dass schon seit Jahren hier wohnt und irgendwie nie Batteriennachschub braucht.

Waffeln! Auf Kuchen hat keiner so recht Lust also gibt es mal wieder Waffeln. Mit Apfelmus. Herrn Annika sind die Waffeln irgendwann egal, wenn er könnte, das 700g Glas Apfelmus wäre seins.
Danach spielen die Kinder mit ihrer Murmelbahn, bis Herr Annika die immer wieder umwirft, das Runzelfüßchen losbrüllt, ihren Bruder schubst der ihr "zum Dank" ein Spieltelefon ins Gesicht donnert. Tja, Geschwister eben, oder?
Wir trösten und pusten und anschließend wollen die Kinder baden. So schnell verstehen sie sich eben auch wieder.
Aktueller Lieblingsplatz beider Kinder. Vor dem Abendessen gibt es noch ein Hörspiel. Und das genießen beide am liebsten direkt vor der Box auf meinem Meditationskissen. Ich habe ehrlich gesagt zweimal drauf gesessen, weil die Kinder es sofort danach annektiert hatten. Ich dürfte es mir wohl nehmen wenn sie nicht da sind, aber anschließend muss es wieder an seinen Platz. Wer aufsteht hat verloren weil sofort das andere Kind hinstürmt um auf dem Kissen zu sitzen.

Wie andere Familien das Wochenende erlebt haben seht ihr wie immer bei Susanne.

Und nun nochmal zurück zu meiner Eingangsfrage: Habt ihr auch so superlangeweilige, supergemütliche Wochenenden an denen ich das Haus fast nicht verlasst?

Freitag, 12. Januar 2018

Werbung: Flussfahrt mit Kindern auf der A-Rosa



Als wir auf Korsika waren gab es eine Sache, die das Runzelfüßchen enorm faszinierte: Die vielen, vielen Kreuzfahrtschiffe, die wir immer wieder sahen. Auch die An- und Abreise war faszinierend, denn wir fuhren mit einer Fähre. Ich fand das alles etwas weniger aufregend, empfindlicher Magen und so.
Die Faszination für die Schiffe aber blieb. Das Runzelfüßchen wollte auf See und ich irgendwie auch. Nur nicht so wirklich raus auf diese riesigen Meereskreuzer.
Zum einen, weil ich eben nicht weiß ob ich das Geschaukel auf der offenen See wirklich mag. Zum anderen aber, weil ich nicht sooo gern mit vielen (sehr vielen) Menschen auf engem Raum zusammen bin.


Flusskreuzfahrt mit der A-Rosa


Daher suchte ich nach einer Möglichkeit wie sich unser Wunsch doch noch umsetzen lassen könnte. Und wurde fündig: Bei A-Rosa, die nämlich Flusskreuzfahrten anbieten. Schnell war klar: Das wollen wir ausprobieren. A-Rosa hat uns zu einer Pressereise auf der Donau eingeladen und zumindest die Kinder und ich waren sofort Feuer und Flamme (zu meinem Mann dann später mehr).
Die vielleicht größte Überraschung gab es bereits auf der Anreise. Nachdem wir das Auto im Parkhaus geparkt hatten ging es mit dem Bus nach Engelhartszell, dort legte unser Schiff, die A-Rosa Donna ab. Und im Bus wurde klar: Hier sind aber viele Kinder dabei. Wir dachten wirklich, dass wir die einzigen mit zwei kleinen Kindern sein werden. Aber weit gefehlt. Es waren Herbstferien und insgesamt waren 33 Kinder an Bord.

Mittwoch, 10. Januar 2018

Gewalt an Kindern




"Meine Kinder bekommen einen Klaps auf den Po" - so in der Art erklärte die Sängerin Kelly Clarkson diese Woche die Erziehung ihrer Dreijährigen. Es sei ihr klar, dass die Leute das nicht so gut finden, aber sie sei auch so erzogen worden und es hätte ihr nicht geschadet.
Gut, ich habe das Interview nicht selbst geführt sondern tatsächlich bei "Prominent" davon gehört. Aber ich nehme an, dass die Sängerin das schon irgendwie so zu Protokoll gegeben haben wird.
Vor einigen Jahren erklärte auch der Koch Jamie Oliver, dass er seinem Kind, weil er es ja nicht schlagen dürfe, Chilischoten ins Essen mischt, um sie so zu bestrafen. In dem Text wird deutlich: Er würde ja eigentlich lieber zuschlagen, aber das ist halt nicht so angesehen. 


Keine Toleranz für Gewalt


Ich verstehe beide Elternteile und sowieso alle Eltern die ihre Kinder schlagen nicht. Ich verstehe auch die Verharmlosung dessen nicht. Da wird, auch in der Sendung, dann über "leichte Schläge" gesprochen. Was genau soll das sein, leichte Schläge? Tun die nicht weh? Brennen die sich nicht in die Kinderseele ein? Kinder haben ein Recht darauf ohne Gewalt groß zu werden. Und das ist nicht so ein "ach schön wäre es"- Ding, nein, das ist geltendes Recht in Deutschland. Die beiden Beispiele aus der "Promi"welt sind jetzt natürlich nicht deutsch, aber dennoch.


Dienstag, 9. Januar 2018

Papa bloggt: Meine Vorsatz für dieses Jahr: Ordnung halten

Playmobil Polizist

Erstmal wünsche ich allen LeserInnen ein frohes, gesundes Jahr. Eigentlich wollte ich mir selber keine neuen Vorsätze geben, denn oft schlafen solche Vorhaben sehr schnell ein. Unter anderem ärgere ich mich selber jedes Jahr, wenn es in meinem Fitness-Studio im Januar so voll wird. Wenige Zeit später, so im Februar, sind meist wieder die gleichen Leute da, die auch schon im Dezember trainiert haben. Aber die Verträge wurde trotzdem abgeschlossen. Ich habe mir etwas anderes vorgenommen als mehr Sport, weniger Essen oder weniger trinken. So weit wie Mark Zuckerberg gehe ich allerdings auch nicht. Weder möchte ich Mandarin lernen oder alle Bundesländer von Deutschland besuchen. Ich möchte bei uns zu Hause mehr Ordnung halten.

Ordnung halten, wieso?


An unserer Haustür war eine ganz Zeit lang ein Schild auf dem stand, "Bitte entschuldigen Sie die Unordnung, wir leben hier." Und das trifft es eigentlich ganz gut. In einer vierköpfigen Familie wird gelebt. Wir machen Müll, wir verschmutzen unsere Kleiderung, wir essen, wir spielen, wir machen Dreck und wir leben in unserer Wohnung. Herr Annika räumt gerne Kisten aus, das Runzelfüßchen malt sehr gerne, bastelt und schneidet Papier in kleine Papierschnipsel. Selbst wenn ich die Kinder anhalte, dass sie hinter sich aufräumen, dass erst ein neues Spiel angefangen wird, wenn das alte weggeräumt wird: Am Ende des Tages bleibt immer ein kleines Chaos zurück. Irgendwie rafft sich dann einer auf aufzuräumen, bevor es am nächsten Tag wieder so weiter geht.


Sonntag, 7. Januar 2018

Vom Freunde treffen - das Wochenende in Bildern

Dieses Wochenende war irgendwie ziemlich spontan, und ziemlich schön. Weil wir ohne große Verabredung Freunde getroffen haben und uns einfach haben treiben lassen.

Samstag, 06. Januar 2018

Der Tag beginnt sehr früh. Die Nacht war schlimm, mit Husten und Durst und Aufstehen und Wach liegen. Die Kinder schlafen zur Zeit irgendwie unruhig und morgens entsprechend lang. Das Runzelfüßchen und ich sind aber spontan mit einem Freund verabredet, den wir schon seit der Geburt kennen. Meine Tochter muss tatsächlich geweckt werden, etwas, das wir ja sonst nie machen.
Bis wir bei den Freunden ankommen ist sie freudig aufgeregt, vor Ort wird sie unsicher, auch, weil ihr Freund nicht wirklich mit ihr spielen will.
Tatsächlich spielen die Kinder eher nicht miteinander sondern werden wieder ganz klein und wollen eigentlich nur kuscheln und, im Fall des Besuchskindes, dass wir wieder gehen. Wir machen uns also etwas früher als geplant wieder auf den Weg.
Was ich aber mitnehme: Das Runzelfüßchen liebt dieses Angelspiel, was ich als Kind auch so gern mochte. Vielleicht bekommt sie das zu Ostern oder so.

Mittagessen bei den Großeltern. Und die Kinder essen von Tellern von denen ich schon immer gegessen habe. Irgendwie surreal. Aber schön.
Wir sind aber nicht nur wegen dem Essen da, sondern in erster Linie, weil wir ein Weihnachtsgeschenk umtauschen müssen. Es ist schlicht kaputt.
Das Runzelfüßchen will nicht mitkommen sondern lieber bei ihren Großeltern bleiben, weswegen wir nur mit Herrn Annika aufbrechen. Und es ist spannend, mal nur mit einem Kind am Samstag unterwegs zu sein.
Das Reklamieren klappt übrigens nur so halb. Weil ich im Laden nicht beweisen kann, dass das Ding einen Wackelkontakt hat muss ich mit einem Gutschein vorlieb nehmen, den wir nicht einsetzen werden, weil es den Laden eben nicht in der Nähe gibt. Nun ja, das Runzelfüßchen hat ja irgendwann auch wieder Geburtstag.