Sonntag, 20. Mai 2018

Von kranken Kindern und erschöpften Eltern - das Wochenende in Bildern



Dieses Wochenende, was ja noch nicht ganz vorbei ist, Pfingsten sei dank, lief mal wieder anders als geplant. Langsam bekommen wir da fast Übung drin. Aber hey, diesmal gab es tatsächlich mehrere Gründe für spontane Planänderungen.

Samstag, 19. Mai 2018

Wir frühstücken zum ersten Mal seit zwei Jahren auf dem Balkon. Warum auch immer wir das vorher nicht gemacht haben. Eigentlich wollten wir wegfahren, aber irgendwie wussten wir nicht so richtig wohin und dann war alles irgendwie auch total teuer. Und da das Wetter auch in Berlin schön ist machen wir es uns eben in unseren vier Wänden gemütlich.

Wir wollen zur Bibliothek, zur großen, wie die Kinder sagen. Und beschließen: gut, dann drehen wir mit dem Auto noch ne Runde durch die Waschstraße. Anschließend reinigen das Runzelfüßchen und ich die Fußmatten und ich komme mir tatsächlich reichlich spießig vor.
Auf dem Weg zur Bibliothek stellen wir fest: Die hat heute geschlossen. Und alles andere, was wir in der Nähe machen könnten auch, denn der Karneval der Kulturen steht bevor.
Soviel zum Thema Planung...

Dienstag, 15. Mai 2018

Papa bloggt: Das Familienauto für drei Kinder


Peugeot 5008

Oft höre ich von anderen Eltern: "Mit so vielen Kindern braucht man ein Auto." Oder, als wir noch kein Auto hatten und nur ein Kind "wann holt ihr euch denn ein Auto?" Für viele Familien ist ein Auto in ihrem Alltag kaum wegzudenken: zur Arbeitsstätte pendeln, Ausflüge unternehmen, in den Urlaub fahren, Freunde und Familie besuchen oder Einkäufe und Besorgungen erledigen. Vieles geht zumindest mit dem Auto einfacher. Aber es ist gar nicht so einfach, ein Auto zu finden, was für Familien gut geeignet ist. Wenn man wie wir bald zu fünft unterwegs sind, kann die Autosuche ganz schön nervig sein. Ich versuche meine Gedanken und vielleicht auch ein paar Tipps zum Autokauf aufzuschreiben.

Wieso passt denn nicht das alte Auto?


Wir hatten uns letztes Jahr ein Auto gekauft. Mit dem waren wir, zwar ohne Kinderwagen, aber immerhin:  fünf Wochen in Italien, Korsika und Frankfreich unterwegs und brauchten keine Dachbox oder ähnliches. Die zwei Kindersitze passten gut hinter meine Frau und mich, aber trotzdem hatten wir vorne noch genug Platz, obwohl wir beide große Menschen sind. Ich mag mich auch sehr ungern von dem Auto trennen, aber zwischen das Runzelfüßchen und Herrn Annika passt niemand mehr rein. Kein Mensch, keine Babyschale und kein Autositz. Wie bei den meisten Kombis oder Limousinen ist der Mittelsitz auf Rückbank kein richtiger Sitz.

Der Trend zum Drittkind ist an den Autoherstellern vorbeigegangen


Vor ein paar Wochen fing ich an zu recherchieren: bei welchen Autos passen denn drei Kindersitze nebeneinander? Dabei musste ich feststellen, eng wird es immer. Denn die Kindersitze werden immer breiter, zumindest nach oben hin, denn die gut getesteten Kindersitze haben oft einen speziellen Seitenaufprallschutz. Während die Sitzfläche oft noch sehr schmal ist, wird der Kindersitz nach oben hin immer breiter. Gut für die Sicherheit der Kinder, schlecht wenn man irgendwann drei Kindersitze nebeneinander anbringen will.
Dazu kommt, dass viele Autohersteller den typischen Familienvan nicht mehr bauen wollen: Renault hat die Vans Grand Scenic und Espace eingestellt und baut jetzt beide als Crossover, eine Mischung aus Van und SUV. Peugeot hat es ähnlich gemacht und baut seit 2017 den 5008 als SUV. Bei Ford wird scheinbar auch über eine Einstellung des C-Max nachgedacht.  VW möchte beim Sharan auch das gleiche wie Renault machen und ab 2019 auch einen Crossover anbieten.

ISOFIX oder nicht? Drei Sitze und die Zulassung


Im Moment schaue ich prinzipiell nur nach Autos die drei Kindersitze mit Isofix-Anschluss anbieten. Isofix ist ein genormtes System, welche viele Autohersteller anbieten, bei dem der Autositz relativ sicher fest mit dem Auto verbunden wird. Dabei muss Isofix nicht sicherer sein, sorgt aber eher dafür, dass der Autositz richtig gesichert wird.  Es gibt noch einige Autos, die drei normale Sitze auf der Rückbank haben, aber keinen Isofix-Anschluss in der Mitte. Bei einigen Fahrzeugen ist aber laut Bedienungsanleitung der Transport von Kindern auf dem Mittelsitz verboten: das betrifft den aktuellen Grand Scenic oder auch den Opel Zafira. Auch die dritte Reihe ist oft nicht mit Isofix ausgestattet oder eignet sich nicht für Kindersitze. Und dann verliert man natürlich beim Ausklappen einer dritten Sitzreihe Platz im Kofferraum.

Welche Autotypen gibt es?


Da eine Limousine oder ein Kombi keine richtigen drei Sitze auf der Rückbank hat, bleiben am Ende vier verschiedene Autotypen übrig: Ein Bus wie ein VW Multivan oder ein Mercedes Vito, ein Familien-Van wie ein VW Sharan, Ford Galaxy oder Ford S-Max, ein Hochdachkombi wie VW Caddy, Citroen Berlingo oder Ford Tourneo, ein SUV/Crossover wie ein Renault Espace oder ein Peugeot 5008. Aber, und das muss man leider auch sagen, die Motorisierungen sind eingeschränkt. Während es bei einem VW Golf diverse Benzin oder Diesel Motoren gibt von 85 PS bis über 300 PS mit und ohne Automatik, wird es bei Familienautos eher dünn mit der Auswahl an Getriebe/Motorkombination. Natürlich möchte ich nicht mit einem Auto rasen, aber ein paar PS mehr bei einem Überholvorgang sind manchmal auch beruhigend.

Es bleibt schwierig. Wir haben am Wochenende einen Peugeot 5800 getestet und ich fand das Platzangebot erstmal sehr gut. Ein Bus hätte vielleicht auch mehr Platz, aber ich fand gut, dass es drei ISOFIX-Anschlüsse auf der Rückbank gab und meine beiden Kinder tatsächlich nebeneinander Platz hatten. Aber, das muss ich leider auch sagen, der 5800 ist nicht gerade günstig und weil es ihn noch nicht so lange gibt, ist die Auswahl an Jahreswagen oder Gebrauchten auch eher spärlich.

Wie habt ihr euch für ein Familienauto entschieden? Was war euch besonders wichtig?

 

Sonntag, 13. Mai 2018

Vom Ausruhen und Feiern - das Wochenende in Bildern


Dieses Wochenende hatten wir mal wieder so viele Pläne und haben dann doch nur die Hälfte geschafft. Trotzdem war es schön, ruhiger als gedacht und vielleicht deswegen genau richtig.

Samstag. 12. Mai 2018


Die Nacht war schlimm. Sodbrennen, Erbrechen und kein Rennie im Haus. Ich habe im Sitzen gedöst, an Schlaf ist ja nicht zu denken gewesen. Entsprechend gerädert bin ich am Morgen. Da wir aber einen Termin für eine Probefahrt mit einem Auto haben, auf den wir ewig warten mussten, heißt es Zähne zusammen beißen. Ich muss leider während der Fahrt brechen, aber da wir das von den Kindern kennen, haben wir immer diese formschöne Schüssel dabei. Und tja, diesmal hat sie mich gerettet (das Foto habe ich allerdings erst gemacht nachdem sie wieder ausgespült und sauber war... )

Nach der Probefahrt gehts tatsächlich zu Ikea. Ich mag das Essen da überhaupt nicht, aber gleichzeitig habe ich nach all dem Übergeben auch wieder Hunger (Schwangerschaft ist komisch...) Und deswegen gibt es eben vegetarische Bällchen (die ich nicht esse) mit Kartoffelbrei. Wenn ich ehrlich bin, ich esse wirklich nur den Kartoffelbrei. Ähm, nun ja. Anschließend kaufen wir noch zwei Kisten (wegen denen waren wir hier), und eine Orchidee, die für Oma zum Muttertag gedacht ist.


Dienstag, 8. Mai 2018

Schwangerschaft, Sodbrennen, Übelkeit



"Manchen ist einfach neun Monate lang schlecht!", das sagte mein Frauenarzt zu mir, als ich mit dem Runzelfüßchen schwanger war. Ich war verzweifelt, denn nicht nur, dass mir wahnsinnig übel war, und zwar monatelang, ich hatte auch ständig Sodbrennen. Die Kombination war einfach furchtbar.
In der ersten Schwangerschaft hörte die Übelkeit ungefähr im achten Monat auf. Also kurz vor Schluss. Und selbst dann konnte es passieren, dass ich mich übergeben musste wenn ich zuviel Stress hatte.

Sodbrennen in der Schwangerschaft


Was dauerhaft blieb war das Sodbrennen. Also ehrlich gesagt, es wurde zum Ende hin schlimmer. Ich aß sehr ausgewählt, wegen der Übelkeit und dann bekam ich davon Sodbrennen. Irgendwann aß ich, bis auf Ausnahmen, nicht mehr nach 16:00Uhr. Irgendwer hatte mir den Tipp gegeben, dass es dann vielleicht besser werden würde. Es wurde nicht. Ich schlief sitzend im Bett, aß Rennie (nein, keine Werbung, es war einfach so) wie andere Gummibärchen. Ich probierte Mandeln, die halfen ein wenig. Ich probierte Magensäurehemmer und damit war es besser, aber irgendwie hatte ich auch Angst vor den Nebenwirkungen.
Ich probierte Galviscon, auch ein Mittel gegen Sodbrennen und musste mich übergeben. Ich bekam diesen Schleim nicht runter.
Ich überwand meine Abscheu gegen Milch und trank die. Und musste brechen.
Ich mied Menschenansammlungen, denn ich roch ALLES und das meiste verursachte, ihr könnt es euch denken, Übelkeit.

Sonntag, 6. Mai 2018

Vom Ausruhen - das Wochenende in Bildern

Dieses Wochenende war entspannt. Denn wir haben eine ziemlich anstrengende Woche hinter uns. Die Kinder kränkeln so vor sich hin und auch mir ist dringend nach Erholung. Deswegen habe ich für die kommende Woche tatsächlich ziemlich wenig Pläne und sehr viel freie Zeit geplant.

Samstag, 05. Mai 2018


Die Bibliothek ruft. Mein Mann ist auf der Blogfamilia und die Kinder sind sehr früh wach, wir müssen also warten bis die Bibliothek überhaupt auf macht. Nicht eben die Stärke von kleinen Kindern. Wir laufen also besonders langsam und schaffen es, pünktlich zum Aufschluss vor Ort zu sein. Der Vorteil: Es sind noch jede Menge Ecken frei in die die Kinder sich zurückziehen können. Und dann heißt es: Bücher stöbern. Ständig schleppen sie Neues heran und ich sehe meine Arme länger und länger werden. Wir einigen uns auf fünf Bücher pro Kind, wobei Herr Annika das nicht voll ausschöpft. Er hat sich nämlich unsterblich in das "Flugzeug"- Buch von "Frag doch mal die Maus" verliebt. Ich muss lachen, weil das Runzelfüßchen das in einem ähnlichen Alter auch immer lesen wollte.

Auf dem langsamen Spaziergang zur Bibliothek kamen wir an einer Werbung für Blumen vorbei. Und weil der Baumarkt auch in Laufweite ist geht es eben anschließend dorthin. Überrascht stelle ich fest, dass es vor Ort das Angebot gibt, die Balkonkästen fachmännisch befüllen zu lassen. Die Kinder sind Feuer und Flamme und das Runzelfüßchen sucht drei Kräuter und drei Blumen aus, die wir einpflanzen lassen. Ich bin froh doch den Kinderwagen mitgenommen zu haben, denn so kriegen wir die zwei Kästen einigermaßen unfallfrei nach Hause. Am Nachmittag, davon gibt es kein Foto, fahren wir nochmal hin, diesmal mit unseren alten Balkonkästen. Das Runzelfüßchen erklärt mir aufgeregt wie sehr sie sich nun auf das Gärtnern freut. Schauen wir mal wie lange das wohl klappen wird.


Freitag, 4. Mai 2018

Besser ohne Hilfe - ist das die Zukunft?



Oh man, ehrlich, ich bin es so leid. Mir steht es bis ganz oben und ich mag einfach nicht mehr.
Worum es geht? Oberflächlich betrachtet um Schwangerschaft im öffentlichen Raum. Aber eigentlich geht das Thema viel tiefer, denn am Ende des Tages geht es vor allem um fehlende Empathie und eine Gesellschaft die irgendwie nicht mehr gewillt zu sein scheint sich für die Schwachen, Hilfe- und Schutzbedürftigen einzusetzen.

Schwanger in der Bahn


Gestern war ich mit der Bahn unterwegs, mitten im Berufsverkehr. Es war presswursteng voll, nervig, unschön. Ich hing an einer dieser Haltestangen und versuchte nicht umzukippen. Mit der anderen Hand schirmte ich meinen Bauch gegen die schiebenden, schubsenden Menschen ab, die ein- und ausstiegen, sich einen Stehplatz suchten. Ich glaube die meisten wissen wovon ich rede. Es war einfach ätzend.

Schon anstrengend, so ne Schwangerschaft, oder? 


"Sag mal, so eine Schwangerschaft, die ist schon ziemlich anstrengend, oder?" fragt mich auf einmal so ein Typ. Und grinst dabei von einer Wange zur anderen. Denn er saß ja, während ich eben stand und versuchte die Übelkeit, die mich ob der vielen Gerüche überkam im Zaum zu halten. Ich starrte perplex zurück. Was genau wollte er mir denn damit sagen? Das fragte ich, und er meinte, dass er das nur so "interessehalber" wissen wolle. Seinen Platz angeboten hat er mir nicht. Und mir fiel auch nichts mehr ein, was ich darauf erwidern sollte. Zum Glück war ich kurz danach endlich am Ziel.

Sonntag, 29. April 2018

Vom Vermissen und Helfen - das Wochenende in Bildern

Dieses Wochenende war spontan und schön und irgendwie erholsam. Dabei haben wir irgendwie alles und nichts gemacht. Aber irgendwie ist das auch die Vorfreude, dass ja nur ein Tag Arbeit am Montag auf uns wartet und dann schon wieder ein freier Tag.

Samstag, 28. April 2018

Das Runzelfüßchen schlief außer Haus. Das war für alle Beteiligten ziemlich aufregend, auch, weil sie selbst sich nicht sicher war ob das wirklich so eine gute Idee ist. Und da die Balance zwischen gutem Zureden und Ängsten nicht ignorieren zu halten ist gar nicht so einfach gewesen. Herr Annika jedenfalls vermisste seine Schwester sehr. Während das gemeinsame freitägliche Abendbrot noch toll war (weil er auf dem Stuhl der großen Schwester sitzen durfte), war der nächste Morgen schon nicht mehr so lustig. Er suchte und vermisste das Runzelfüßchen. Zum Glück gibt es ja das Baby in meinem Bauch, dass er mit Musik im weitesten Sinne unterhielt. Mit klingelten die Ohren, aber für ihn war es wichtig, dass ich da saß und er dem Baby im Bauch vorspielen konnte. Also hielt ich still.

Dienstag, 24. April 2018

Papa bloggt: Müssen Strafen wirklich sein?


Letztes Wochenende war wirlich schönes Wetter in Berlin. Die Sonne schien, es war über 20 Grad und wir standen an einer Eisdiele. Die Schlange ging bis zur Straße und ich wartete kollektiv für die Familie in dieser langen Reihe. Diese hatte sich einen bequemen Sitzplatz geholt und wartete auf unser Eis. Die Augen der Warteten richteten sich plötzlich auf einen kleinen Jungen, der weinend an seiner Mutter vom Anfang Warteschlange gezogen wurde mit den Worten "Du gehst heute direkt auf den Spielplatz. Für Dich gibt es heute kein Eis."

Kaltherzige Frau?


Ich stand schon wirklich fünfzehn Minuten da und alle Anwesenden ging nur ein Gedanke durch den Kopf: Wie grausam war diese Mutter? Hinter mir standen zwei junge Männer, vermutlich ohne Familie, die sich über dies und das unterhielten und ihnen verschlug es die Sprache als sie den kleinen Jungen weinend sahen. Und ich dachte auch so bei mir, was hat der kleine Junge wohl gemacht hat, dass die Mutter ihm das leckere Eis verbieten wollte. Hat er etwas böses gesagt? Ein anderes Kind gehauen? Und ich war schon dabei innerlich diese "kaltherzige" Frau zu schimpfen, aber etwas in mir sagte, vielleicht sollte ich nicht so vorschnell urteilen.

Sonntag, 22. April 2018

Vom Draußen sein - das Wochenende in Bildern


Ach, was war denn das für ein Wochenende. Wir waren praktisch nur zum Schlafen in der Wohung. Na gut, und zum Duschen. Neulich las ich irgendwo, dass ein Sommer mit Kindern dann gelungen ist, wenn die Füße schmutzig und die Haare zerzaust sind. Also wenn das stimmt, dann haben wir an diesem Frühlingswochenende alles richtig gemacht.

Samstag, 21. April 2018


Wir bekommen Besuch und die Kinder bereiten sich vor. Also auf ihre Art. Sie malen nämlich Bilder, die sie anschließen verschenken. Ich mag dieses kunterbunte Durcheinander ja total gern, stelle aber immer wieder fest, dass ich nicht verstehe wieso dann über ein für mich schönes Bild noch drei Mal drüber gemalt wird. Das war beim Runzelfüßchen so und ist bei ihrem Bruder nicht anders. Aber gut, die Bilder sind ja sowieso nicht für mich.

Bevor wir unsere Verwandten treffen, müssen wir noch einkaufen. Und äh, ich bin leicht irritiert was es so zu kaufen gibt. Krass ekelhaft gefärbter Senf in der Sorte "Einhorn" oder "Flamingo". Irgendwie erschließt sich mir wirklich nicht wer sowas kauft. Die Kinder finden es sehr merkwürdig und ziehen mich schnell weiter.

Und zack, raus auf den Spielplatz. Ich muss ein wenig schmunzeln, weil Herr Annika inzwischen so richtig im Sandkuchen-Backwahn angekommen ist. Und ich überlege kurz, dass mir das fehlen wird, wenn er größer wird. Genau in dem Moment stupst das Baby von innen und ich muss lachen. Stimmt ja, so schnell ist das alles doch noch nicht vorbei.


Freitag, 20. April 2018

Alles auf Anfang



Ein Bild sagt ja mehr als 1000 Worte. Und doch habe ich so unfassbar viele Worte für das, was sich in den letzten Monaten angekündigt hat, was zur Gewissheit wurde und unser Leben schon bald auf den Kopf stellen wird.

Geschwister freuen sich aufs Baby


Für den Moment sollt ihr nur wissen: wir alle sind unglaublich aufgeregt und dankbar, dass wir diese Achterbahnfahrt noch ein weiteres Mal erleben dürfen. Die Kinder küssen und streicheln täglich ihr Geschwisterchen. Mein Sohn fragt jeden Morgen mit dem ersten Augenaufschlag "Baby kommt?" während meine Tochter ihre Creme zückt um den Bauch einzuschmieren.


Mittwoch, 18. April 2018

Unsere Kinder dürfen mitreden



"Wieso mache ich das eigentlich? Das ist doch total verrückt. Ich bin doch selbst Schuld wenn es manchmal so explodiert." Das waren am Montag meine Gedanken.
Vorausgegangen war diesem Gedankengang ein Streit mit meiner Tochter darüber, dass wir keine Eier im Haus hatten, sie und ihr Bruder sich die aber wünschten und ich eigentlich keine Lust hatte noch mal vor die Tür zu gehen um diese zu besorgen.

Am Ende lief ich eben doch schnell los und kaufte Eier. Und fand das auch nicht wirklich schlimm, ab und zu ein Spiegelei ist ja auch ganz lecker. Ich musste sogar über mich selbst lachen, denn ich war ja "Schuld". Ich hatte die Kinder gefragt was sie gern zum Abendbrot essen wollen. Und sie waren sich eben beide sicher: Eier! Und Brot und Käse und Gurke und Tomate und "Eier, Mama, ja, Eier!"

Diskutierst du gern? 


Nun ist das wahrlich ein kleines Beispiel, aber ich wurde dieser Tage auch darauf angesprochen, dass ich wohl gern diskutieren würde. Ich verstand nicht sofort und wurde darauf aufmerksam gemacht, dass ich ja alles mit meinen Kindern besprechen würde. Das stimmt so natürlich nicht, die lebensentscheidenden und zukunftsweisenden Dinge besprechen schon in erster Linie mein Mann und ich. Aber alles weitere findet unter Einbezug unserer Kinder statt.


Dienstag, 17. April 2018

Papa bloggt: Fliegen mit einem anderhalbjährigen Kind


Es gibt Dinge, bei denen weiß ich erst nachher, ob es eine gute Idee war. Zum Beispiel ein Langstreckenflug mit der Familie. Bevor wir letztens nach Thailand geflogen sind, kamen die Kommentare von Freunden und Bekannten. "Ihr traut euch ja was." "Wir haben uns das nicht getraut." "Wie lange fliegt ihr? Und ihr meint, die Kinder machen das mit?" Natürlich könnte man einwenden, das wir letztes Jahr auch nach Thailand geflogen sind, aber da war mein Sohn ja noch ein Baby. Mit einem Anderhalbjährigen auf dem Schoß, der sich zwar sehr viel bewegen, aber nicht immer so gut artikulieren kann, stellte ich mir das viel schwieriger vor.

Respekt vor dem Fliegen


Bevor der Flug losging, malte ich mir schon schlimme Szenarien aus. Wir sollten abends von Berlin aus nach Doha starten und allein schon die späte Zeit machte mir Sorgen. Was passiert, wenn er müde ist und nicht schläft? Was passiert, wenn er beim Start aufstehen will? Was passiert, wenn er die ganze Zeit schreit? Wir hatten im Jahr davor auch Kinder in einem ähnlichen Alter im Flugzeug gesehen, die sehr viel geschrien hatten. Selbst, wenn ich mit meinen eigenen wütenden Kinder zurechtkommen würde, würde mich die Reaktion von eventuell gestressten Mitreisenden noch mehr stressen. Ich hatte also mächtig Respekt vor unserem Flug.


Sonntag, 15. April 2018

Vom Alleinsein - das Wochenende in Bildern


Dieses Wochenende war ich das allererste Mal, seit Herr Annika auf der Welt ist, allein unterwegs. Und dann gleich über Nacht. Ich hatte mir fest vorgenommen das zu genießen, am Ende war es dann aber irgendwie leider doch ein wenig stressig.

Samstag, 14. April 2018


Ich muss um 4:30Uhr aufstehen, um um kurz nach 5:00 das Haus zu verlassen. Ich bin soooo müde. Wundert euch nicht, die Datumsanzeige meiner Uhr spinnt. Das Datum stimmt, der Tag nicht. Macht mich leicht irre, lässt sich aber irgendwie auch nicht ändern.

Morgens früh am Hauptbahnhof. Eigentlich bin ich müde. Und gleichzeitig ganz furchtbar freudig, weil ich zufällig einen Freund am Bahnhof getroffen habe. In den Momenten ist selbst Berlin ein Dorf und ich freue mich, wie so ein kleines, unverhofftes Wiedersehen solche Glücksmomente auslösen kann. Kennt ihr das auch, diese Freude? Ich finde, wir alle sollten uns genau das bewahren. Denn DAS sind doch die wirklich schönen Momente.
Im Zug habe ich Glück, es ist sehr leer, alle wollen schlafen und es ist ruhig. So mag ich Bahn fahren.

München, 10:30Uhr. Ich bin da und laufe ein wenig durch die Stadt. Ohne irgendeine Ahnung oder Ziel lasse ich mich treiben und das fühlt sich schön an. Mal nicht auf irgendwen aufpassen und einfach nur Zuschauerin sein. Ich erfreue mich auch an meinen neuen Glitzerschuhen, die in der Sonne so richtig schön funkeln.


Mittwoch, 11. April 2018

Allein mit einem Kind unterwegs



Neulich hatte ich einen Termin und konnte nur eins der Kinder mitnehmen. Die Wahl fiel, aus sehr praktischen Gründen auf meinen anderthalbjährigen Sohn, einfach, weil meine Freundin besser auf meine Vierjährige aufpassen konnte. Und bevor wir losgingen dachte ich noch: Puh, das wird eine Herausforderung. Aber nee, Pustekuchen.

Allein mit einem Kind unterwegs sein


Herr Annika lief an meiner Hand, er ließ sich von mir tragen, er saß in der Bahn neben mir und schaute aus dem Fenster. Und ich dachte: Meine Güte ist das entspannend! Wirklich! Ich verstand in dem Moment warum so viele Menschen nicht verstehen, wenn ich Verabredungen absage, weil ich mit zwei Kindern nicht durch die halbe Stadt fahren möchte. Oder warum ich Dates aufs Wochenende verschiebe und meinen Mann mitbringe. Es liegt schlicht daran, dass jeder Ausflug mit zwei Kindern in den öffentlichen Verkehrsmitteln eine nervenbelastende Angelegenheit ist.


Dienstag, 10. April 2018

Papa bloggt: Wir bleiben dann mal zu Hause


Demnächst ist es so weit: Andrea fährt für ein ganzes Wochenende weg. Von Samstagmorgen bis Sonntagabend. Es ist das erste Mal seit Herr Annika auf der Welt ist. Und das ist eigentlich schon ganz schön lange her. Und während ich relativ gelassen diesem Wochenende entgegen blicke, frage ich mich: Wieso macht sie das nicht öfters? Sie "darf" doch! Aber sie macht es dann doch nicht so oft wie ich es vielleicht erwarten würde.

Männer haben es einfacher


Ich treffe mich regelmäßig mit Freunden von mir. Einmal im Monat wollen wir zusammenzukommen, über unser Leben reden, über die Arbeit, (natürlich!) auch über die Familie und was uns sonst noch irgendwie beschäftigt. Auch wenn ich manchmal etwas später komme, weil ich die Kinder ins Bett bringe, versuche ich diese Treffen nicht ausfallen zu lassen. Ich kenne, zumindest im meinem Umkreis keine Frau, die sich mindestens jeden Monat regelmäßig ohne Kinder abends mit ihren Freund_innen trifft. Umgekehrt kenne ich viele Väter, die sich zweimal, dreimal im Jahr mit ihren männlichen Freunden treffen und Urlaub machen. Winterurlaub, Fahrradurlaub, Segelurlaub, Wanderurlaub, Mallorcaurlaub (ok, das habe ich jetzt erfunden, aber soll es auch geben). Aber von Müttern bekomme ich das viel weniger mit.


Sonntag, 8. April 2018

Vom Drinnen sein und raus wollen - das Wochenende in Bildern

Dieses Wochenende war irgendwie ein ziemlicher Umbruch. Und während die Kinder sich gaaaanz viel Draußensein und Eis essen gehen und Spielplatzbesuche wünschten, mussten wir abwinken und auf später vertrösten. Manchmal ist das Familienleben für Kinder schon doof.

Samstag, 07. April. 2018

Wir frühstücken beim Ikea. Und ja, das ist für mich eine Premiere, ich habe das noch nie gemacht. Weil wir am Freitag aber nur bis zur Bettenauswahl kamen, müssen wir eben früh am Samstag wieder kommen. Immerhin wissen wir jetzt schon was wir kaufen wollen. Zwei neue Betten, aus denen ein großes Familienbett wird. Die Kinder freuen sich über das Käsefrühstück, mögen den Kakao nicht und Herr Annika fordert mehr als anderthalb gekochte Eier, aber alles in allem können wir uns nicht beschweren. Wird sicher kein Standard, aber es war auch nicht so schlecht oder voll wie ich dachte.

Wir bestellen unser Bett, die Lattenroste und Matratzen zufällig bei der gleichen Frau, die uns gestern bei der Auswahl half und grinsen uns an. Sowas mag ich.
Die Kinder mögen die Plüschhunde, die sie einmal durch die Abteilung schleppen und am Ende wieder an dieser Stelle abgeben dürfen. Ich finde das toll wie vernünftig sie in dem Punkt sind. Es reicht ihnen einfach zu kuscheln.
Nach dem Kauf kommt, klar, die Lieferung, denn nicht alles geht ins Auto. Die Mitarbeiter sind aber super fix, kaum sind wir Zuhause klingeln sie auch schon. Der erste Teil unseres Wochenendliefermarathons ist also geschafft.

Teil Zwei lässt deutlich länger auf sich warten. Denn unsere Waschmaschine hat letzte Woche den Geist aufgegeben. Und blöderweise ist das ja etwas, das in einem Vierpersonen-Haushalt irgendwie keinen Aufschub duldet. Deswegen blieb auch wenig Zeit um nach tollen Angeboten zu gucken, wir entschieden einfach aufgrund von Preis und Lieferstatus und Beratung. Leider geht ein Schlauch kaputt, so dass mein Mann noch Ersatz besorgen muss. Das Runzelfüßchen nimmt es sportlich, wenigstens kann sie so vor die Tür und im Lastenrad spazieren fahren. Herr Annika und ich bleiben zuhause und knuspern Kekse.


Sonntag, 1. April 2018

Von Osterfeiertagen - das Wochenende in Bildern

Dieses Wochenende haben wir vor allem eins gemacht: Gekuschelt, gelacht und Zeit miteinander verbracht. Das Wetter lädt ja auch nicht wirklich dazu ein vor die Tür zu gehen und so machen wir das Beste aus dem schneeverregneten Ostern.

Karfreitag, 30.März 2018


Eier färben steht auf dem Programm. Und ehrlich, das letzte Jahr war FURCHTBAR. Es sind alle Eier kaputtgegangen, das Runzelfüßchen und ich hatten uns in den Haaren und irgendwie war es stressig. Da war es ein Glücksfall, dass im Drogeriemarkt nur noch diese Färbebecher zu bekommen waren. Die warmen Eier werden einfach zum gefärbten Reis gegeben und dann heißt es schüttelnm schütteln, schütteln. Jede Farbekombination ist möglich und es bleiben auch die Finger sauber. Ich muss gestehen, wir hatten richtig viel Spaß.

Dann kommt die Familie zu Besuch. Ich habe mal ein neues Rezept ausprobiert, meine erste gefüllte Biskuitrolle. Und ja, ich hätte die Pfirsiche noch kleiner schneiden sollen, aber ich bin sehr zufrieden. Den Gästen schmeckt es ebenfalls und die Rolle ist schneller weg, als ich gucken kann. Die Kinder bestellen sofort eine neue, für Montag. Die soll zur Hälfte mit Himbeeren und zur Hälfte mit Pfirsich gefüllt sein. Klingt doch nach einem Plan.


Die Autogeburt

Wie ihr wisst ist Geburt und der Hebammenmangel ein wichtiges Thema für mich. Aber eben nicht nur für mich. Auch Anja und Susanne wissen um die schlimme Lage in Deutschland und haben deswegen bereits gehandelt. Weil es nicht mehr für jede Schwangere eine Hebamme gibt und auch die Kreißsäale überfüllt sind, haben die Zwei ein neues Buch geschrieben.

Die Autogeburt


"Die Autogeburt" widmet sich eben genau diesem Thema: Wie kann ich mein Kind im Auto zur Welt bringen. Es ist ja schlicht so, dass heute immer mehr Frauen an der Kreißsaal-Tür abgelehnt werden. Zu voll, der Kreißsaal wegen Überfüllung geschlossen, bitte fahren Sie zur nächsten Klinik. Bei Susanne verlief es, wenn ich mich an ihren Geburtsbericht erinnere, ähnlich.

Was tun, wenn das Baby im Auto zur Welt kommt


Die bange Zeit im Auto wollen die zwei mit ihrem neuen Ratgeber nun etwas mildern und geben euch Tipps und Tricks an die Hand, wie ihr mit Hilfe eure_r Partner_in euer Baby im Auto zur Welt bringt.
Ein wirklich sinnvolles Buch in der heutigen Zeit, finde ich.

Was denkt ihr, wäre der Ratgeber was für euch? Welche Tipps müssten dringend vorhanden sein?

Alles über "Die Autogeburt" findet ihr übrigens auf dem neuen Blog.

Mittwoch, 28. März 2018

Von falschen Illusionen




Wisst ihr, seit einiger Zeit beschleicht mich ein komisches Gefühl wenn ich mich in den sozialen Netzwerken so umgucke. Denn irgendwie hat jede_r, der/die dort aktiv ist immer irgendwas zu tun. Da wird von Projekten geschrieben, neuen Ideen, Aufträgen und überhaupt totaler Überarbeitung.

Krank sein kann man sich nicht leisten, weil ja soviel liegen bleibt und nicht warten kann und die neuen Projekte ja nun wirklich mal angeschubst werden müssen. Gefühlt werden um mich herum nur noch Bücher geschrieben, Ideen gelauncht, Erfolge gefeiert.
Und ich? Ich betrachte das alles verwundert von außen. Und komme mir komisch vor.

2017 war stressig


2017 war ein sehr stressiges Jahr für mich. Ich habe tatsächlich in der zweiten Hälfte (dann nämlich, als die Elternzeit meines Mannes vorbei war) eigentlich nur noch gearbeitet. Erfahrungsgemäß werden Kinder ab spätestens Oktober aber dauern krank, so dass es Nachtschicht um Nachtschicht gab und ich sehr auf meinem Zahnfleisch kroch. Als im Dezember alle Aufträge abgearbeitet waren, da war ich froh, mir fiel ein Stein vom Herzen. Endlich Zeit.

Höher, schneller, weiter


Dann kam der Januar, ich setzte mich hin, fing an, an meinem Geburtsbuch zu arbeiten und mich auf unseren Urlaub zu freuen. Klar arbeitete ich meine Aufträge ab, aber mehr unternahm ich nicht. Und daran hat sich bis jetzt auch nichts geändert. Kurz durchzuckt es mich und ich denke: Sollte ich mich nicht kümmern? Sollte ich nicht auch höher, schneller, weiter wollen? Machen alle anderen doch scheinbar auch.


Dienstag, 27. März 2018

Papa bloggt: Mein Sohn redet wie ein Wasserfall



Manchmal, nachdem ich die Kinder ins Bett gebracht habe, bleibe ich noch ein wenig im Schlafzimmer. Ich höre dann Herrn Annika und dem Runzelfüßchen zu wie sie schlafen. Das Einzige, was ich höre, ist das Atmen. Ich mache das nicht immer, aber manchmal freue ich mich auch, dass sie ruhig sind und ich nur meine eigenen Gedanken im Kopf "höre" und nicht noch meine Kinder. Denn sie reden viel. Vor allem mein Sohn schenkt seiner Schwester nichts, die auch schon sehr gerne redet.

"Das sind halt Jungs"


Ich hab schon öfters gehört, dass Eltern glauben, dass kleine Jungen angeblich weniger reden als Mädchen. Aus meiner Sicht ist das Quatsch, denn mein Sohn redet sehr, sehr gerne. Manchmal erzählt er von Dingen, die er erlebt hat. Das können Dinge sein, die er an dem Tag, an dem Vortag oder vor ein paar Wochen erlebt hat. Ich freue mich auch, wenn ich seine Geschichten verstehe. Eine Geschichte kann dann sehr kurz sein. Die lautet dann einfach "Maya hauen." Dabei guckt er dann traurig und ich weiß dann, dass ihn die Maya (aus seiner Kindergarten-Gruppe) einmal vor ein paar Wochen gehauen hat. Oder er sagt "Hu, geflogen, rollt, startet.". Dabei muss man wissen, dass ein "Hu" ein Flugzeug ist und wir vor kurzem im Urlaub waren.

Immer einer nach dem anderen


Spannend wird es, wenn seine Schwester mir etwas erzählt und Herr Annika mir auch eine Geschichte erzählen will. Dann sagt er solange "Maya hauen" bis ich tatsächlich ihm signalisiere, dass ich ihn verstanden habe. Es macht ihm dabei auch gar nichts aus, dass das Runzelfüßchen ja auch etwas erzählen will. Ich kann mich dann entscheiden, unterbreche meine Tochter, damit mein Sohn aufhört mir etwas zu erzählen. Dabei würde ich dann meine Tochter unterbrechen, die ja auch etwas erzählen will. Oder warte ich ab, bis meine Tochter fertig ist, um dann meinem Sohn zuzuhören. Vermutlich lernt Herr Annika auch irgendwann zu warten, aber im Moment ist seine Geduld noch nicht besonders groß.

Sonntag, 25. März 2018

Wieder Zuhause - das Wochenende in Bildern (mit Gewinnspiel)

Wir sind wieder da! Ein Monat Thailand ist vorbei. Wahnsinn, wie schnell das geht, oder? Wieder zuhause gab es aber direkt ein paar schöne Überraschungen für uns. Und weil das so schön ist gibt es auch etwas für euch zu gewinnen.

Samstag, 24. März. 2018


Ahhh, endlich wieder Brötchen! Ja, da bin ich tatsächlich sehr deutsch, ich liebe gute Backwaren vom Bäcker. Denn ja, in Thailand gibt es keine guten Brötchen. Oder andere Backwaren. Alles ist wahnsinnig süß und klebrig und hat im Zweifelsfall noch irgendeine Füllung mit der niemand rechnet.

Auch ein Samstagsklassiker, der nach der Rückkehr natürlich wieder aufgenommen werden muss. Ein Besuch in der Bibliothek. Wir können allerdings nicht solange bleiben wie geplant, weil es mir nicht so gut geht. Irgendwie befürchte ich, dass ich mir in Thailand was eingefangen habe. Das muss ich Montag wohl beim Arzt checken lassen. Für den Moment bedeutet es aber einfach nur, dass wir wieder nach Hause gehen. Aber immerhin mit neuen Büchern im Gepäck.


Dabei wäre das vielleicht gar nicht nötig. Denn die Nachbarn haben ein Paket für uns angenommen und sind nun auch zuhause. Die Kinder erkennen mittlerweile ganz genau was dieser Aufkleber für sie bedeutet. Nämlich: Neue Bücher von Carlsen. Sie springen um das Paket herum weil sie es natürlich sofort plündern wollen. Seit wir im letzten Jahr dort zu Besuch waren sind meine zwei Leseratten ganz versessen auf diese Pakete. Und auch ich freue mich immer über das Auspacken und Entdecken der neuen Bücher. Es klingelt allerdings noch mal, so dass das Auspacken etwas warten muss.

Dienstag, 20. März 2018

Werbung: Ostern mit Deezer





Ostern waren für mich schon immer tolle Feiertage. Auch ohne religiösen Hintergrund habe ich mich wochenlang darüber vorgefreut. Zum einen, weil es vier freie Tage am Stück bedeuetet und ich Zeit mit der Familie verbringen konnte. Aber auch weil ich in der Regel viel Zeit zum Musik hören an Ostern hatte. Weil auch in den ersten Monaten und Wochen eines neues Jahres viele neue Alben herauskommen, gab es für mich oft ein oder mehrere Alben, die ich besonders oft über die Osterfeiertage gehört. Mit den Kindern hat sich das auch nur wenig geändert, nur das ab und zu auch mal ein Hörspiel oder Musik für Kinder gehört wird.

Karfreitag und das Musikverbot


Wir wohnen in Berlin und die Stadt ist nicht besonders religiös, aber selbst bei uns wir das Musikverbot ernst genommen. In der Regel bedeutet es, dass die Clubs in der Stadt zwischen 4 Uhr morgens und 21 Uhr keine Musik spielen. Aber auch wenn das Tanzverbot nur für Clubs gilt und nicht immer konsequent geahndet wird, am Karfreitag sollte man meiner Meinung, wenn überhaupt, nur ruhig Musik spielen. Vielleicht wäre es ganz schön gar keine Musik zu hören, aber das fällt selbst mir schwer. Relativ ruhig, irgendwo zwischen klassischer Musik und elektronischer Musik ist das neue Album von Niels Frahm "All Melody". 


Klassische Musik und Kirchenmusik


Ich muss zugeben, dass klassische Musik und auch Kirchenmusik für mich vollkommen "Neuland" sind. Aber mir ist schon klar, dass viele Menschen zum Beispiel Passionen an Ostern hören wie die Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach. Aber es gibt auch klassische Musik, die Bezug auf den Frühling nimmt. Da ich mich in dieser Richtung kaum auskenne, habe ich nur einen Hörtip bereit: Eine neue Bearbeitung der vier Jahreszeiten von Vivaldi, die irgendwie klassische Musik ist, aber sich für meine Ohren sehr viel moderner anhört.



Kindermusik für Ostern


Bei Kindermusik bekomme ich oft Ohrensausen. In der Regel liegt das gar nicht daran, dass ich die Kinderlieder nicht mag, sondern dass ich einfach mehrstimmigen Kindergesang von fremden Kindern nicht besonders gerne höre. Meine Kinder können natürlich schon schief singen, Hauptsache sie haben Spaß, aber als Vorlage zum Mitsingen finde ich eine erwachsene Einzelstimme oft besser. Andererseits, es gibt sehr viele Menschen, die die Alben von Rolf Zuckowski und seine Freunde besonders gerne mögen. Das passende Alben zu Ostern heißt "Rolfs Kinderfrühling".


Etwas besser finde ich da eine andere Compilation an. Die heißt "Die 30 besten Oster- und Frühlingslieder" und hat für mich auch noch ein besonderes Highlight - "Der Eierbecher", ein Lied, was eigentlich von Reinhard Lakomy und dem "Traumzauberbaum" stammt. Hier singen Kinder zwar auch mit, aber die meiste Zeit singen erwachsene Sänger_innen.


Wenn es nach mir ginge, müssten "Deine Freunde" auch eine Oster-Cd machen. Das ist zwar irgendwie HipHop, aber für Kinder gemacht. Die Texte sind relativ witzig, dass sie sogar Eltern gefallen könnten.


Hörspiele mit Bezug zu Ostern


Bei den beliebten Serien wie Bibi Blocksberg und Benjamin Blümchen, die das Runzelfüßchen gerne hört, gibt es auch spezielle Hörspiele für Ostern. Während das Hörspiel von Bibi Blocksberg sich um ein verhextes Osterei dreht und eher harmlos ist, merkt man der Geschichte von Benjamin Blümchen das Alter schon ein wenig an. Ein gestorbenes Krokodil und eine Kroko-Handtasche kommen darin vor und auch das Thema Wiedergeburt ist eingebettet. Meine Empfehlung: Lieber als Elternteil vorher mal hören, ob es tatsächlich etwas für die Kinder ist.




Bei meiner Tochter ist im Moment Conni sehr angesagt. Für mich ist die Sympathie zu Conni nicht so groß, weil ich einfach nicht mit ihr aufgewachsen bin, aber es gibt auch ein Hörspiel mit Bezug zu Ostern. Das Runzelfüßchen mag sie ganz gerne und muss vor allem bei dem zweiten Hörspiel "Conni spielt Fussball" immer lachen.



Was ich hören will


Da das Musikgeschäft auch ein Saisongeschäft ist, kommen am Jahresanfang viele neue Alben raus. Ich versuche zwar viel zu hören, aber ich freue mich auch auf Ostern, um in manche Veröffentlichungen intensiver reinzuhören. Das sind vor allem zwei Alben. Zum einen hat der Künstler Phil Elverum unter dem Namen Mount Eerie eine neue Veröffentlichung "Now Only". Die Musik ist irgendwo zwischen Folk und Indie angesiedelt und klingt erstmal ein wenig sperrig. Die traurige Geschichte hinter der Musik ist, dass die Frau des Sängers relativ kurz nach der Geburt ihrer Tochter in 2016 an Krebs gestorben ist. Ich kannte die Musik von Mount Eerie schon vorher und mich hat das sehr betroffen gemacht als ich davon gelesen hatte. Das vorherige Album aus dem Jahr 2017 "A Crow Looked At Me" war auch schon sehr traurig und sehr persönlich. Mich lassen die  Texte und die Musik sehr demütig werden. Trotzdem hoffe ich auf ein etwas hoffnungsvolleres Nachfolgealbum.


In eine etwas andere Richtung und eine andere Stimmung hat ein neues Ablum von Nicolaas Jaar, was er unter dem Pseudonym A.A.L.(Against All Logic) herausgebracht hat. Der Musiker Nicolaas Jaar macht "normalerweise" eher experimentelle Elektronik, die meine Frau (und wenn ich ehrlich bin auch den Kindern) nicht wirklich zugemutet werden kann. Das Album 2012-2016 ist aber House-Musik und ist wesentlich zugänglicher als seine sonstigen Veröffentlichungen.



Habt ihr spezielle Musiktipps oder Hörspielvorschläge für Ostern? Schreibt doch gerne in die Kommentare.


Sonntag, 18. März 2018

Von Barfuß- Tagen und asiatischen Flugzeugen - das Wochenende in Bildern


Auch dieses Wochenende stand wieder ein Abschied an. Also eigentlich zwei. Denn so langsam müssen wir der Tatsache ins Auge sehen, dass auch unser Urlaub zu einem Ende kommt. Irgendwie unfassbar, weil es so schön ist. Aber irgendwie auch gut, weil die Kinder sich ein wenig nach ihren Freund_innen sehnen und ich das auch verstehen kann. Aber ein bißchen Zeit bleibt ja noch, für all das Schöne und Abenteuerliche.

Samstag, 17. März 2018


Ein letztes Mal barfuß frühstücken auf dieser Reise. Mag irgendwie klingen als wären wir täglich im Bikini in einen Frühstücksraum spaziert, stimmt aber gar nicht. Unser kleines Hotel lag einfach direkt am Strand, das Frühstück gab es auf kleinen Holzbänken unter Palmen und wir waren (als eine der wenigen) immer nur in normaler Kleidung beim Frühstück. Ich finde das merkwürdig, diese Idee sich im Urlaub oberkörperfrei oder im Bikini irgendwo hinzusetzen und zu essen. Ohne Schuhe aber, das geht gut.

Und dann ist das Auto, was uns zur Fähre bringt auch schon da. Die Begeisterung über unser Gepäck ist den anderen Leuten richtig anzumerken. Dabei haben wir ziemlich wenig dabei. Aber nun ja, hier noch ein Beutelchen, da noch ein Kinderrucksack, irgendwie kommt da einiges zusammen. Die Überfahrt nach Krabi ist gemächlich, die Kinder langweilen sich irgendwann und bekommen schlechte Laune. Zuverlässig natürlich so ungefähr 30 Minuten vor Ankunft, ich kann mich erinnern, dass das bei meinen Geschwistern früher auch so war. Es hat mich wahnsinnig gemacht und ja, das macht es mich auch bei meinen eigenen Kindern.

Aber Hilfe naht! In Küstennähe sind einige Fischerboote mit ihrem Fang auf dem Rückweg, die Kinder haben also Ablenkung. Und winken, und winken, und winken. Und soll ich euch was sagen: Vom Kapitän bis zum letzten Mann an Board haben alle IMMER zurückgewunken. Ich hab nicht mal wirklich gedacht, dass sie uns sehen können, da am Minifenster auf der kleinen Fähre. Aber offensichtlich schon. Sie lachen und winken und freuen sich über die Aufmerksamkeit der Kinder. Was wiederum mich so freut, weil das eine der profundesten Erinnerungen ist, die sich hoffentlich auch in die Kinder eingräbt: Hier sind sie immer willkommen.

Montag, 12. März 2018

Von Armbändern und guten Momenten - das Wochenende in Bildern

Ein bißchen spät kommt es, das Wochenende in Bildern. Liegt schlicht daran, dass ich gestern, im Gegensatz zu meinem Mann, kein Internet hatte. Wieso das möglich ist wird mir ein Rätsel bleiben, aber hey, besser spät als nie, oder?

Samstag, 11. März 2018


Nach einem Vormittag am Strand machen wir einen Ausflug zur "Stadt". Was leicht übertrieben ist. Hier auf Koh Lanta gibt es einen Pier, an dem die Boote eben anlegen. Und das ist die "Stadt", weil es ein paar Shops und Restaurants gibt. Und eine Straßenverkäuferin, die Armbänder verkauft. Ich hatte dem Runzelfüßchen versprochen, dass sie sich eines aussuchen darf. Tat sie. Als sie dann mit ihrer Beute auf ihren Bruder zu lief war der ziemlich sauer. Und ich von mir selbst überrascht, weil ich wirklich nicht daran dachte, dass er ja auch ein Armband haben wollen könnte. Also wieder zurück und auch er durfte sich etwas aussuchen.

Wir machten Pause in einem kleinen Künstlercafé, in dem wir auch im letzten Jahr schon waren. Ich mag das, zu sehen, dass an manchen Orten die Zeit scheinbar still steht und sich nichts verändert. Zuhause würde mich sowas lähmen, hier aber, hier erfreut es mein Herz.
Wichtigstes Thema während der Pause ist übrigens die Tatsache, dass Papa ja nun kein Armband hat. Also für unseren Sohn. Neben der Sicherstellung der Versorung durch Schokoeis beschäftigt ihn nur das. "Papa, Band, auch!" wiederholt er im Minutentakt. Na, ihr könnt euch denken was geschah.

Anschließend besuchen wir noch einen Supermarkt. Dieses Zuckerzeug ist für die Kinder wirklich verlockend, bis ich ihnen erkläre, dass da Schweinegelantine drin ist (was auch sehr groß hinten auf der Packung steht, warum genau weiß ich nicht). Danach wollen sie lieber eine Waffel. Es geht mir nicht darum meinen Kinder den Spaß an Süßigkeiten zu verbieten, aber genau so, wie sie entscheiden dürfen ob sie Fleisch oder Fisch essen wollen, so sollten sie das eben auch bei Dingen tun, wo nicht auf den ersten Blick klar ist, was drin ist.