Sonntag, 3. Dezember 2017

Von Achtsamkeit - das Wochenende in Bildern


Dieses Wochenende war ich im Prinzip mal ganz für mich. Und es war sooo gut. Und wichtig. Und komisch. Und gut. Aber der Reihe nach.

Samstag, 02. Dezember 2017


Ich mache mich morgens mit dem Runzelfüßchen auf den Weg zu den Großeltern. Sie möchte dort den Tag verbringen, Oma hatte Plätzchen backen in Aussicht gestellt. Und ich mache mich auf den Weg zu meinem Kurs. Den hatte ich im allergrößten Stress der letzten Wochen gebucht und fürchtete, dass ich ihn absagen muss,  weil ich selbst krank geworden bin. Aber ich will unbedingt teilnehmen und fühle mich am Samstag früh wieder fit genug dafür.

Angekommen in der Volkshochschule. Mein MBSR (Mind based stress reduction)- Kurs beginnt. Samstag und Sonntag je sieben Stunden lang geht es darum, dass ich, gemeinsam mit anderen Kursteilnehmer_innen Meditationstechniken lernen, lerne auf mich zu achten und achtsamer durchs Leben zu gehen. Das klingt reichlich esotherisch und bei der Begrüßungsrunde bin ich ehrlich skeptisch, ob das was für mich ist. Eine Freundin hat mir von ihrem Kurs erzählt und ich dachte: Och, ein Wochenende nur für mich, da ist der Kurs ja fast egal. Also habe ich gebucht, auch, weil der Kurs mit 45€ sehr viel preiswerter ist als das 8 Wochen-Programm.

Ich weiß gar nicht wie sehr ihr an diesem Kurs interessiert seid. Ich berichte mal ein bisschen und ihr könnt ja mal kommentieren, ob ihr gern mehr wissen wollt.
MBSR zeigt einen Weg wie wir Stress reduzieren können indem wir achtsamer mit uns selbst und anderen sind. Es geht aber nicht darum das irgendwie mal zu machen und dann wieder zu lassen, sondern wirklich langfristig etwas im Leben zu ändern. Zunächst ganz klein, den auch eine kleine Veränderung bewirkt viel. Etwas, das bei mir hängen bleibt ist die "Rosinen"-Übung. Wir bekommen drei Rosinen und sollen sie mit all unseren Sinnen erforschen. Am Anfang finde ich es total merkwürdig mir die schrumpeligen Dinger nun noch extra genau anzugucken. Dann entdecke ich, dass ich Rosinen hören kann. Als es ums Riechen und Schmecken geht breche ich die Übung aber ab. Ich stelle nämlich fest, dass ich Rosinen nicht mag. Und bin total überrascht davon wie genau mir mein Körper da Signale gibt, dass er das ganz absolut nicht möchte.
Das ist schon mal eine wichtige Erkenntnis für mich: Mehr auf meinen Körper hören, der weiß nämlich ganz gut Bescheid. Wenn ihr wollt, probiert es doch einfach mal aus, so ganz für euch allein.




Mittagspause. Ich könnte mich den anderen anschließen, die gemeinsam losziehen. Aber ich merke, dass ich gern allein sein möchte. Und gönne mir eine Falafel mit Feta im Brot. Es schmeckt so gut. Und es fühlt sich toll an ganz allein und in Ruhe zu essen, ohne Kinder, ohne Menschen.


Zurück zur Volkshochschule komme ich an einem Aktionsstand vorbei. Ich finde kein Buch, unterhalte mich aber sehr nett mit den Veranstaltern.

Wir üben weiter verschiedene Meditationstechniken und ich bin überrascht wie wahnsinnig tief ich mich entspannen kann in einem Raum voller Fremder. Anschließend sprechen wir über unsere Erlebnisse und die Kursleiterin erwähnt immer wieder, dass wir nichts tun sollen, was wir nicht wollen. Dass wir während der Meditation auch die Position wechseln sollen, wenn es sich nicht richtig anfühlt.

Nach dem Kurs höre ich auf mich. Irgendwoher verspüre ich den Wunsch noch in einen Buchladen zu gehen. Also mache ich das. Immerhin war ich ja nicht in der Bibliothek. Ich stromer durch die Reihe und finde lauter Bücher, die ich gern lesen möchte. Im Sinne der Achtsamkeit, bei der es ja auch darum geht sich zu entspannen kaufe ich mir ein Buch. Und lasse ausnahmsweise die für die Kinder (fast) alle liegen.
Was mein Mann in der Zeit gemacht hat, könnt ihr übrigens auf seinem Blog nachlesen.

Sonntag, 03. Dezember 2017


Neuer Tag, gleicher Kurs. Ich sehe auf dem Weg dorthin diese Werbung und frage mich, was an diesem Schuh nun besonders weiblich ist "The Force is female" ist der Slogan. So sehr wie ich Feminismus unterstütze, so blöd finde ich Werbung, die vordergründig interessiert tut und sich dann doch nur darum dreht Kram zu verkaufen.

Zurück an meinem Platz in der VHS. Die Gruppe hat sich deutlich verkleinert. Ich habe mir Kuschelsocken mitgebracht weil es wirklich saukalt dort ist. Und ich mag es nicht zu frieren.
Was mir gut gefällt ist, dass ich mich auf dem Weg zum Kurs um Achtsamkeit bemüht habe und es sogar klappte. Ich war nämlich spät dran, aber statt in Hektik zu verfallen habe ich beim Laufen auf die Kirchenglocken gehört und das hat mich total entspannt. Komisch, oder?

Mittagspause. Wieder allein, was mit gut tut. Ich habe aber mein neues Buch dabei und das Runzelfüßchen hat mir ein Lesezeichen gemalt. Hübsch, oder?
Eine kleine Achtsamkeitsübung für euch. Mit nur vier Linien, die ihr ohneden Stift abzusetzen zeichnet, müssen alle Punkte verbunden werden. Habt ihr ne Idee wie das gehen kann?
Ich verrate an dieser Stelle: Ich habe es nicht herausgefunden. Aber wenn ihr wollt, dann zeige ich euch nächste Woche die Lösung.

Meine Arbeitsklamotte. Beim Anziehen morgens meinte das Runzelfüßchen: Wenn ich kein Kleid anziehen darf, dann du auch nicht. Weil ich aber keine Lust auf Trainingshose hatte und ich Strumpfhosen und Leggings einfach so bequem finde, habe ich einfach meinen Jumpsuit drüber gezogen. Das Runzelfüßchen war mächtig beeindruckt, ich bin mal gespannt wann sie es nachmacht.

Total verwackelt, das Foto, aber als ich nach dem Kurs aus der Volkshochschule komme schneit es. Ich freue mich darüber SO sehr. Ich mag Schnee. Ich mag es nicht zu frieren, aber Schnee mag ich.
Ein bißchen schwebe ich nach Hause, weil mir der MBSR-Kurs so viel Anregung für meinen Alltag gegeben hat. Ich bin gespannt wie viel ich wirklich zum Üben komme, denn auch Achtsamkeit muss man trainieren, aber ich habe viele Vorsätze, die im Kleinen beginnen.

Ein bißchen Familienzeit. Meine Stimme ist fast weg, aber die Kinder wollen vorgelesen bekommen. Ihr Pixi-Adventskalender hält jeden Tag eine kleine Geschichte bereit, die wir in den nächsten Tagen wohl SEHR oft vorlesen werden. Noch viel mehr wird aber "Komm, wir feiern Weihnachten" hier erklingen, im wahrsten Sinne des Wortes.
Diese Woche kam eine neue Rezensionsbox vom Carlsen Verlag hier an, mit einigen Weihnachtsbüchern und drei Büchern die vorerst noch mein Geheimnis bleiben. Einfach, weil ich Bücher gut und wichtig für Kinder finde, aber nichts davon halte ihnen fünf auf einmal zu schenken. Aus der Rezensionsbox durften sie sich jeder eins aussuchen. Das Runzelfüßchen entschied sich für das oben agbegildete Buch, Herr Annika für ein Liederbuch. Aber dieses Hörbuch hier, das ist wahrlich ihr Highlight. Ich verzweifel langsam, denn es ist, anders als die Liederbücher die wir schon haben, tatsächlich auch mit Gesang. Ihr macht euch keine Vorstellung.

Diese zwei Bücher waren auch in der Box. Und ich möchte sie gern euch schenken. Das Maxi-Pixi "Mein erstes Weihnachtsbuch" habe ich für Herrn Annika auch gekauft, und wer bitte mag Elmar denn nicht. Beide Bücher werden eure Kleinen ganz sicher auch erfreuen.

Gewinnspiel auf Runzelfüßchen

Und hier wie immer die Teilnahmebedingungen.
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Teilnehmen könnt ihr auch per Mail, dann bitte an: gewinnspiel at runzelfuesschen punkt de
Dann gebt im Betreff bitte "Buch" an, sonst kann ich die Mail nicht zuordnen.
 
Wer seine Mailadresse zur möglichen Gewinnbenachrichtigung nicht angeben möchte kann alternativ auch gern eine Mail an gewinnspiel at runzelfuesschen punkt de schicken.

Hinweis
: Die Gewinner müssen mindestens 18 Jahre alt sein und werden unter allen Einsendern von Kommentaren und Mails  ermittelt. Ihr seid damit einverstanden, dass ich eure Anschrift an den Wunderhaus Verlag zum Zwecke der Gewinnzusendung weiterleite.
Hinterlasst bitte einen Namen und eure Mailadresse. Ich werde den Gewinner per Mail benachrichtigen. Ihr müsst innerhalb von sieben Tagen eure Postadresse mitteilen, sonst verfällt der Gewinnanspruch und ich lose erneut aus. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung des Gewinns. Alle Angaben sind ohne Gewähr.
Teilnahmeschluss ist der 10. Dezember. 2017 um 23:59 Uhr
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Viel Glück!

Wie andere Familien das Wochenende erlebt haben, seht ihr wie immer bei Susanne.

Habt ihr Lust, dass ich mal ein bißchen mehr über Achtsamkeit und den Kurs berichte? 

Kommentare:

  1. Hallo und einen schönen ersten Advent!
    Vielen Dank für deinen Bericht, ich würde mich freuen, wenn ein bisschen mehr von dem Kurs erzählst, am Liebsten Tipps für den Alltag :)

    Für meine beiden Jungs würde ich die Bücher gerne gewinnen, Elmar kennt der Größe noch nicht und der Kleine könnte die Bücher erkunden, ohne dass sie kaputt gehen ;-)
    Liebe Grüße,
    Mascha

    maschimaus at gmx.de

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  2. Hallo, meine kleine würde sich sehr über die niedlichen Bücher freuen.

    Viele Grüße Isabell

    Isabell.frank at Mail.de

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  3. Menno Andrea,

    Linien. Bei Linien reicht eine Linie, um alle Punkte zu verbinden. Denn eine Linie kann eine Kurve sein. Also heyho, go go! Es beginnt alles, mit einer genauen Definition. Wenn du Geraden hättest, wärst du eingeschränkt, aber so ... Wenn sie eine Linie wollen, gib sie ihnen ...

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    1. Lieber Falko,

      genau, du bist beim Zeichnen der Linie nicht eingeschränkt. Ist doch super wenn du das sofort erkannt hast. Ich brauchte jemanden, der mit die Lösung zeigt.

      Liebe Grüße,

      Andrea

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  4. Liebe Andrea,

    wenn du wüsstest, was ich für eine schräge Sicht auf die Welt habe. Ich hätte dir das nicht gezeigt, sondern eine Runde um den Block und danach auf's am weitesten entfernte Klo geschickt. Das ist immer eine gute Idee, wenn Linien gezeichnet, Welten gerettet oder eckige Gedanken an Eierköppe angepasst werden müssen. Kannst du glauben. Wer so irritierende Sachen wie ← Newer Entries Previous Entries → macht, schafft das.

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  5. Liebe Mascha,

    herzlichen Glückwunsch, du hast gewonnen.

    Liebe Grüße,

    Andrea

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