Mittwoch, 5. April 2017

Mein schönster Stillort - Aufruf zur Blogparade



Letztens war ich ziemlich betroffen, als mich jemand ganz vorwurfsvoll ansprach wie lange ich meinen Sohn denn noch stillen wollen würde. Ob ich das denn schön fände wurde ich gefragt. Und dachte: Weißt du was, du blöde Kuh, das geht dich gar nichts an. Sagte das aber natürlich nicht. Stattdessen: "Ich mache das, solange mein Kind das möchte."

Stillen ist schön


Ich gebe zu, ich habe mich wirklich lange über diese Anmaßung des mir fremden Menschen geärgert. Und dann dachte ich: SO nicht! Ich liebe diese Nähe beim Stillen, ich bin auch beim zweiten Kind noch immer fasziniert, dass mein Körper das kann. Das Runzelfüßchen hat nach 14 Monaten entschieden, dass sie nicht mehr gestillt werden möchte. Wann das bei meinem Sohn der Fall ist, das steht in den Sternen. Klar wünsche ich mir ab und zu, dass er nachts kein Interesse mehr am Stillen hätte und ich mal wieder durchschlafen könnte. Aber so ist es eben nicht.




Babys und Kleinkind in der Öffentlichkeit stillen


Nun dachte ich mir: Ich glaube, stillende Frauen müssen vielleicht ein bißchen mehr in die Öffentlichkeit. Denn offensichtlich ist es, wenn das Baby älter als sechs Monate ist nicht gerade salonfähig zu stillen. Was absoluter Quatsch ist. An dieser Stelle noch ein Hinweis: Ich freue mich durchaus auch über Einreichungen von Eltern die ihren Kindern die Flasche geben. Denn ich weiß, dass auch die oft angefeindet werden, eben genau dafür, dass sie nicht stillen. Dabei ist das ganz allein Sache der Mutter und geht niemanden sonst irgendetwas an.

Überall stillen


Herr Annika stillt wirklich sehr sehr gern. Auch wenn er inzwischen einiges isst, er holt sich gern mehrfach am Tag (und nachts) seine Milch. Und ich habe schon an wirklich verrückten Orten gestillt. Im Kofferraum eines Autos, im Krankenhaus, einarmig am Flughafen, im Flugzeug, im Sandkasten. In wirklich jeder Lebenslage. Aber ich habe darüber nachgedacht welcher Stillort mein heimlicher Favorit ist.

Mein schönster Stillort


Ich habe eine große Sehnsucht zum Meer in mir. Ich liebe das Rauschen der Wellen und deswegen ist mein schönster Stillort auch am Meer. Und zwar in Phuket. Es hat mir dort eigentlich überhaupt nicht gefallen, viel zu laut, zu voll, zu sonnig. Es war supertouristisch und eigentlich anstregend. Aber mein Mann war mit dem Runzelfüßchen im Meer und Herr Annika hatte Durst. Also saß ich da, die Füße im Meer, Herrn Annika auf dem Schoß, die Sonne im Rücken. Und stillte meinen Sohn.

Stillen am Meer


Zwei, drei Menschen  starrten uns an, aber im Allgemeinen wurde gelächelt. Herr Annika genoß die Nähe und die warme Sonne, das Meer und den Sand zu seinen Füßen. Als er fertig war grinste er mich an und krabbelte dann von meinem Schoß, ins Meer hinein. Innerhalb von drei Sekunden war er ein paniertes Menschlein und wir strahlten uns an wie zwei alte Verbündete.
Genau das, diese Liebe, die hat mich in dem Moment sehr glücklich gemacht. Und füllt mir auch jetzt das Herz.

Aufruf zur Blogparade


Deswegen will ich nun auch von euch wissen: Was war euer schönster Stillort? Was war besonders? Bloggt drüber, schreibt mir, schreibt es hier! Ich freue mich über all die vielen Erfahrungen und Erlebnisse die zeigen: Wir stillen und das ist auch gut so!

1 Kommentar:

  1. Guten Morgen Andrea, ich lese deinen Blog schon lange -seit der Geburt- meines Sohnes (8,5 Monate) und finde ihn klasse!
    Mein liebster Stillort, ist glaube ich, bei uns um die Ecke im Schlosspark. Da saß ich letztens mit meinem Kleinen, wir spielten auf einer Picknickdecke und er bekam Durst. Es war so schön, da im Grünen zu sitzen mit den Füßen im Gras und die Sonne schien auf den nahegelegenen See, es war warm und mein Sohn stillte. Aufmerksamkeit habe ich dabei keine erregt. Entweder ist es niemandem aufgefallen, mir ist es nicht aufgefallen oder es ist hier einfach normal. Das weiß ich nicht. Ich wünsche euch noch alles Gute und lese hier gerne weiter. Liebe Grüße, Karo

    AntwortenLöschen