Mittwoch, 1. Februar 2017

Immernoch so müde - neues aus der Schlafhölle



Viele von euch wollen wissen: Und, wie ist das jetzt so mit dem Schlafen seit dem letzten Post. Besser? Schlechter? Unverändert?
Ich würde mal sagen, es hat sich verschlimmbessert. Denn ja, ich kriege theoretisch nun zwei Stunden Schlaf. Und ja, ich habe mir das Stillen im Liegen angewöhnt. Allerdings habe ich das Gefühl, dass Herr Annika da nur drauf gewartet hat. Und deswegen nun noch mehr Rabatz macht, weil es für ihn so schön praktisch ist.

Alle zwei Stunden wach


Meine Abende und Nächte sehen zur Zeit so aus: Ich bringe Herrn Annika gegen 19.00Uhr ins Bett, stille ihn und wenn ich Glück habe, dann schläft er dabei ein. Wenn nicht, dann ist er wach und motzt. Egal was ich mache. Meist klappt es besser wenn irgendwann mein Mann einspringt, weil der eben nicht nach Milch riecht.
Herr Annika schläft bis ca. 22.00Uhr. Und von da an ist meine Nacht gelaufen. Denn nun geht es im Zwei-Stunden-Takt, dass er wach wird und weint und motzt und sich hinsetzt und "Hunger" hat.


Hat das Baby nachts Hunger?


Hunger setze ich bewusst in Anführungsstriche, denn ich glaube nicht, dass es wirklich Hunger ist. Tagsüber verzichtet er auch mal freiwillig vier, fünf Stunden lang auf mich. Ich glaube, er wünscht sich einfach meine Nähe. Und die gebe ich ihm gern. Aber was würde ich nicht darum geben wenn er mehr am Stück schlafen würde.

Wieso schläft das Baby nicht durch?


Neulich las ich in einem Forum von einer Mutter, deren Kind vier Monate alt war. Sie schüttete ihr Herz aus, dass die Babys ihrer Freundinnen doch alle durchschlafen würden und sie am Stock gehen würde, weil ihr Baby bestimmt irgendwie krank sei. Denn es schlief ja nicht. Ich musste herzlich lachen und dachte: Ich weiß genau was du meinst. Sie bekam den Hinweis, dass das bei Babys ganz normal sei und sich sicherlich bald auswachsen würde. Hm, ja, also Herr Annika ist nun bald neun Monate und hier hat sich leider noch gar nichts ausgewachsen.

Papa muss ran


Während ich also Nacht für Nacht, seit nun mehr fast neun Monaten für den kleinen Mann zuständig bin wird meine Laune immer schlechter. Ich versuche meinen Mann in die Pflicht zu nehmen, aber alle Versuche, dass er Herrn Annika beruhigt scheitern. Das Baby ist enorm willensstark und brüllt und brüllt und brüllt. Und brüllt. Bis das Runzelfüßchen auch wach ist, wir alle mit schlechter Laune im Bett liegen und überlegen, dass 3.00Uhr nachts einfach keine Zeit für Diskussionen ist. Bis jetzt habe ich noch jeden Versuch für mein Baby mal nicht da zu sein abgebrochen. Denn am Ende gewinnt er, immer.

Eingeschränkte Arbeitszeiten


Eine befreundete Stillberaterin meinte, ich solle einfach mal "ausziehen", aufs Sofa. Konsequent nicht erreichbar sein fürs Baby. Aber wie ich schon schrieb, das klappt nicht. Gleichzeitig merke ich aber auch, dass es so nicht weitergehen kann. Denn weil ich nachts keinen Schlaf bekomme hole ich mir den morgens. Ich stehe zur Zeit selten vor 10.00Uhr auf, so habe ich immerhin 2 Stunden am Stück in denen wirklich niemand mich stört. Nur: Eigentlich muss ich in der Zeit arbeiten. Und was ich morgens nicht schaffe, hole ich dann abends nach. Bevor ich mich wieder in eine schlafarme Nacht begebe.

Schlafloses Baby


Es ist ein Kreislauf und er nervt mich maßlos. Ich weiß mir einfach keinen Rat, alle Durchhalteparolen der Welt sind erschöpft. Ich merke, dass sich etwas ändern muss und bin doch gefangen. Weil eben alles, was wir verändert haben überhaupt nichts gebracht hat. Vielleicht bemerkt mein Sohn mein Zögern, wenn er so schreit. Vielleicht hat er für sich beschlossen, dass er eben, wenn er wach wird, in den Schlaf gestillt werden will. Aber ich merke, dass ich das nicht mehr kann. Ich merke, wie ich an meine Grenzen komme, sie oft genug überschreite. Ich habe keine Ahnung was ich noch ändern soll und hoffe, vollkommen naiv, dass sich irgendwas ändern wird.

Kennt ihr das auch? Was hat euch geholfen? 

Kommentare:

  1. Hi Andrea,

    ich kenne das nur zu gut... (())
    Bei uns hat es etwas geholfen, tagsüber mehr zu stillen. Denn unter Umständen ist es tatsächlich Hunger. Nur weil ein Baby auch mal 4-5 Stunden ohne Nahrung auskommt, heisst das ja nicht, dass das die Regel ist. Wir Erwachsenen kommen ja auch 12-14 Stunden am Stück ohne Essen aus, nämlich in der Nacht. Trotzdem ist das nicht unser normaler Abstand, wir haben nur gelernt, die Mahlzeiten so zu verteilen, dass die Kalorien insgesamt für 24 Stunden reichen. Gerade wenn ein Baby mobil wird, lässt es mal eine Mahlzeit aus, weil die Welt ringsum gerade sooo viel spannender ist als Stillen. Aber vielleicht fehlen dann in der Gesamtbilanz eben doch Kalorien, und die holt es sich in der langweiligen Nacht?

    Egal ob es nun tatsächlich um die Kalorienmenge geht oder um zusätzliche Kuscheleinheiten, bewusst öfters Stillen tagsüber hat bei uns etwas Besserung gebracht. Das heisst nicht, dass Mini nun durchschlafen würde, aber schon einmal weniger geweckt werden hilft ja...

    LG, Julia

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  2. Irgendwas klemmt übrigens gerade, wenn ich mit meinem Google-Account kommentiere. Manchmal verschwindet der Kommentar spurlos, manchmal ist er aber auch x-fach da. Falls das diesmal auch so ist, bitte die überzähligen einfach löschen...

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  3. Liebe Andrea,
    ich habe schon beim letzten Post übers Schlafen auch über meine Situation berichtet, die ziemlich genau gleich aussieht. Mein 7 Monate alter Sohn geht um 19 Uhr ins Bett und meldet sich alle 1,5-2 Stunden bei mir zum Stillen. Er liegt neben mir in einem großen Beistellbett. Ich habe aus Verzweiflung das Buch von Elisabeth Pantley "Schlafen statt Schreien" gelesen und muss leider sagen, dass es mich nicht weiter gebracht hat, obwohl ich ihre Tipps wirklich beherzigt habe. Ich bin auch noch nicht bereit ihn in ein anderes Zimmer zu stecken. Keine Ahnung ob das was bringen würde. Auch er brüllt und brüllt und brüllt wenn ich ihn nachts nicht auf den Arm nehme und stille.
    Das einzige, was sich etwas verbessert hat, ist, dass das Stillen schneller geht, seit ich das sanfte Ablösen praktiziere, dh ich lasse ihn nur kurz trinken, nehme ihn ab, Schnuller rein und zurück ins Bett während er noch wach ist. Er schläft dann auch (meist) schnell wieder ein, das ganze hält ihn aber nicht davon ab, sich spätenstens nach 2 Stunden wieder zu melden. Ich habe jetzt seit 3 Wochen auch angefangen, abends nicht mehr einschlafzustillen. Meist klappt das ohne Gebrüll, wenn ich ihn in (bzw. kurz vor) den Schlaf trage/wiege. Ich habe auch immer die naive Hoffnung, dass er einfach lernt, dass er da ja auch ohne Brust einschlafen kann und es dann evtl. bald auch in der Nacht kann. Aber irgendwie tut sich wenig. Ich bin froh, dass er mein einziges Kind ist und ich mich dann einfach mit ihm schon um 20 Uhr hinlegen kann, denn oft ist für ihn die Nacht zwischen 5-6 Uhr auch vorbei. Aber ein Leben ist das nicht(auf Dauer). Tipps habe ich daher keine, bin aber eine Leidensgenossin. ;-)
    lg Chris

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  4. mir hat es immer erstmal geholfen, situationen anzunehmen und nicht mehr dagegen zu kämpfen. ja, mein kind schläft momentan schlecht, es ist so.
    dann versuchen zu schauen, an welchen schrauben ich noch drehen kann. also z.b. auch an der einstellung. es geht deinem kind nicht ums gewinnen, es geht trotz aller anstrengung um bedürfnisse, die sind natürlich beidseitig vorhanden und wollen befrieidgt werden. mit 9 monaten ist der kleine aber eben auch noch ein baby, braucht viel viel nähe. vielleicht ist 19uhr noch zu früh zum schlafen für ihn? vielleicht kannst du dann in den abendstunden arbeiten und das baby spielt einfach noch ein bisschen bei dir und ihr geht zusammen 22uhr ins bett? vielleicht kannst du auch generell weniger arbeiten? die arbeit verschieben? dann wäre zumindest der druck weniger. vielleicht kann papa tagsüber mehr übernehmen? rausgehen mit den kindern, damit du schlafen kannst?
    das sind meine gedanken dazu, weiterhin alles gute

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  5. Wir hatten das 2,5 Jahre lang, mit teilweise Phasen, wo 2 Stunden am Stück ein Traum gewesen wären. In der Regel stündlich, in schlimmen Zeiten alle 20 Minuten (also gerade, wenn man wieder eingeschlafen war - ja Schlafentzug kann körperlich weh tun) - Was uns geholfen hat, waren diverse Osteopathen. Der Erste löste eine Atlasblokade (von da an war Einschlafen nur noch 30 Minuten statt 2 Stunden) der zweite half nichts (empfahl abstillen *hohles lachen*) der dritte drückte dreimal am Kopf und meinte, da war was verschoben - Kind wachte nur noch 1-2mal in der Nacht auf, manchmal schlief es durch. die Tage wurden bunter. Vor 4 Wochen Osteopath Nr.4 - Kind fast 6 und schläft seit der Behandlung schnell ein und meist durch. *Yes* - andere Faktoren, die evtl. eine Rolle spielten: Alle Zähne waren durch nach Osteopath nr. 3... und wir verzichteten auf Kuhmilch pur (nur noch in form von Joghurt und Sahne) fand leider alles gleichzeitig statt... Drück dir die Daumen, dass du irgendwann wieder Schlaf findest <3
    Lg Manu

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  6. Ach Du!
    Ich möchte Dich fest drücken. Leider habe ich auch keine Idee. Hier ist es fast genau so, wobei ich tatsächlich schon mal zwei Nächte komplett weg war. Allerdings war mein Sohn da schon über ein Jahr alt und er nimmt auch die Flasche vom Papa. Aber wirklich viel mehr Schlaf bekomme ich noch immer nicht. Es gibt immer mal eine Nacht, die besser ist, aber schon die darauf folgende hat es dann wieder in sich, gefühlt doppelt.
    Ich versuche einfach nicht mehr darüber nachzudenken, früh ins Bett zu gehen und so viel wie möglich an meinen Mann abzugeben. Am Wochenende schlafe ich morgens auch noch mal zwei Stunden, wenn es geht und sonst mache ich halt Pausen, wann immer möglich.
    Meine Tochter schlief viel besser und doch erst mit über drei Jahren wirklich durch, also so abends ins Bett und morgens erst wieder war - was Eltern sich eben darunter vorstellen.
    Falls Du irgendwas rausfindest - bitte gib Bescheid!
    Liebe Grüße
    Julia

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  7. Huhu, Du Arme. Meine Kinder schliefen beide miserabel. Die Große nahm keinen Schnulli und keine Flasche. Sie wurde nachts immer öfter wach. Es war keine Phase, es wurde immer schlimmer. Als sie 1w Monate alt war wachte sie nachts stündlich auf und ich hab meistens gestillt, damit Ruhe ist und sie weiterschläft. Hunger wars sicher nicht; sie war immer schon eine gute Esserin. Danach schlief sie noch 2 Jahr schlecht; aber mein Mann konnte ran, weil das Stillen wegfiel. Bei meinem Sohn das selbe in Grün. Also habe ich ihn mit 13 Monazen abgestillt, damit ich nachts mal Pause hat. Sein Schlaf hat sich auch gebessert. Wobei auch er mit knapp 4 Jahren meist noch einmal die Nacht wach wird und zu uns kommt. Aber das ist okay. Also für mich war letutlich Abstillen in der Nacht die Lösung. Das nächtliche Stillen hat ganz enorm an meinen Kräften gezehrt. Der Schlaf war dann zwar auch nicht direkt Bombe. Aber ich war nicht mehr zwingend erforderlich. Wünsche dir gute Nerven!!
    LG von Anni B.

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  8. Mein Kind ist fast 1,5 und wacht nachts auch mehrmals auf. Meistens schlafe ich beim stillen schon wieder ein. Da ich oft auch mittags ein Stündchen mitschlafe, reicht mir der Schlaf immer aus.
    Mich frustriert es eher, wenn das einschlafen sehr lange dauert und sich mein Abendprogramm verzögert. ��
    Ich denke, unsere Erwartungen sind oft einfach zu hoch. Es wird besser, nur eben jetzt noch nicht. Jetzt brauchen sie uns erstmal noch.
    Ich denke, durch das stillen schläft mein Kind am besten ein/weiter. Es gibt Kinder, die schlafen alleine ein, meins nicht. Stillen ist für mich da am schnellsten und einfachsten. Ich muss zwar immer da sein, aber das ist ok für mich.

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  9. nix, geht seit 2 Jahren so :D habe mich dran gewöhnt! was sich geändert hat allerdings, ist dass meiner jetzt seit er eineinhalb ist circa immerhin schläft halbwegs so von 8 bis 10 oder 11 erstmal, das heißt, man kann in der Zeit immerhin entspannend. Er wacht zum stillen in der Nacht auch nur kurz auf, ich stille im Liegen und dann schläft er weiter nach ein paar Minuten (manchmal kann es auch eine halbe Stunde sein..) aber meistens schläft er gut weiter. wir machen es auch so, dass mein Freund (der Gleitzeit hat) ihn nach schlechten Nächten morgens ein oder zwei Stunden im Wohnzimmer bespannt, sodass ich auch zumindest mal ungestört zwei Stunden am Stück schlafen kann.

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  10. Das ist 100% mein Kind was du da beschreibst. :-o :-)
    Bei uns hat ein nicht so leichter Weg geholfen...
    Wenn Mopsi wach geworden ist, wurde sie von mir gestillt beide Seiten ausgiebig, aber im sitzen. Im liegen bin ich immer eingeschlafen und sie dann auch und war nach zwei Stunden oder weniger wieder wach.
    Wenn sie beide Seiten hatte und am einschlafen war oder nur noch am nuckeln habe ich sie in ihr Bett gelegt und ihr ihren Nuckel gegeben. Beim Großen war es sein Kuschelteddy.
    Wenn sie dann geweint hat oder sauer war, dass sie Brust weg war. Ist mein Mann bei ihr geblieben und ich bin auf die Couch ausgewandert.
    Wir hatten ab dem 10.Monat eine grobe Zeit ausgemacht... Vom ersten Mal stillen, sollte sie mindestens 3h aushalten. Das wurden dann langsam immer mehr Stunden.
    Ja sie hat geweint, weil sie Brust wollte. Aber der Papa war da. Wenn ich da geblieben wäre und sie die Brust nicht bekommen hat, hat sie genauso gewütet.
    Jetzt ist sie 13Monate und kommt nachts meistens einmal. Sie darf trinken bis sie nur noch nuckelt. Dann kommt sie auf ihre Matratze und ich muss meistens kurz den Raum verlassen, damit sie den Nuckel vom Papa nimmt, dann schläft sie aber ohne Probleme wieder ein.
    Ich hab auch lange versucht ihr meine Nähe zu geben, aber es hat ihr nie gereicht. Ich kuschel jetzt ganz viel am Nachmittag und bin dadurch am nächsten Tag fitter als vorher...

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  11. https://ganznormalemama.com/2017/01/29/schlafmangel-tipps-eltern/

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