Dienstag, 12. Dezember 2017

Papa bloggt: Wieso reden so wichtig ist



Mein kleiner Sohn Herr Annika ist ja gar nicht mehr so klein, sondert tapert auf seinen kleinen Füßen durch seine kleine Welt. Mitterweile redet er auch ein wenig mehr als "Papa",  ich kann nicht immer verstehen, was er sagen möchte, aber grundsätzlich bemüht er sich sehr. Was ich manchmal vergesse: auch wenn so ein kleines Wesen relativ wenig sagen kannn, so ein Kleinkind versteht doch ziemlich genau, was seine Mama oder ich ihm sagen wollen. 

Wenn Mama oder Papa einfach mal gehen


Als wir vor kurzem im Urlaub waren und die Donau mit einem Schiff bereisen durften, reisten wir mit dem Auto an. Dabei fuhren wir erst zu einem Parkhaus, um von dort mit anderen Gästen mit einem Bus zu unserem Schiff gefahren zu werden. Ich hatte die Familie vor dem Parkhaus mit all dem Gepäck abgestellt und wollte das Auto ins Parkhaus fahren. Und ich wollte natürlich wieder schnell zurück sein. Als ich wiederkam, oder besser, schon als ich aus dem Auto ausstieg, konnte ich meinen Sohn lauthals schreien hören. Ich hatte den größten Fehler gemacht, den ich fast machen konnte. Ich hatte meinem Sohn nicht "auf Wiedersehen" gesagt und ihm erklärt, dass ich wiederkommen würde. Seinen Frust ließ er natürlich bei meiner Frau aus, die mich mehr als strafend anblickte, als ich wiederkam. Nachdem ich wieder da war, war die Welt natürlich wieder schnell in Ordnung.

Sonntag, 10. Dezember 2017

Von Herzmomenten - das Wochenende in Bildern

Dieses Wochenende waren wir bei Verwandten zu Besuch. Es war ziemlich viel Strecke für irgendwie viel zu wenig gemeinsame Zeit. Und doch denke ich gerade nach diesem Wochenende: Es gibt so Herzmomente, die viel wichtiger sind als alles andere.

Samstag, 09. Dezember 2017


Könnt ihr das Flugzeug erkennen? Damit beginnt der Tag. Flugzeuge gucken. Und die Verwandten besuchen. Wir sind am Freitag losgefahren, sieben Stunden lang. Und lang meine ich wirklich im Wortsinn. Die Kinder hatten keine Lust, das Runzelfüßchen probierte noch, ihrem Bruder die Reise schmackhaft zu machen. "Weißt du, ich habe auch keine Lust, aber dafür sehen wir ja unsere Lieben". War meinem Sohn schnuppe. Aber als er dann alle Verwandten erblickte, da war er dann versöhnt. Als wir nach dem Frühstück gemeinsam spazieren gingen und Flugzeuge sahen, war seine Welt vollends wieder in Ordnung.

Sehr begeistern konnten sich meine Kinder auch für diesen Bahnübergang. Das gibt es in Berlin ja nicht sooo oft, Bahnübergänge mit Schranken und Andreaskreuz und all dem Zipp und Zapp. Was waren sie froh, dass wir gleich zweimal stehen bleiben mussten.

Dann ging es auf den Spielplatz. Es war schon ziemlich fröstelig, aber das störrte die Kinder natürlich überhaupt nicht. Ich war mächtig beeindruckt von meiner Tochter. Diese Scheiben an der Kette, die drehen sich auch noch und es eine ziemlich gute Balancierübung. Beim ersten Versuch rief sie nach Hilfe und ich unterstützte, beim zweiten Mal schon sehr viel weniger, das dritte Mal absolvierte sie komplett allein, was ihr erst auffiel als sie auf der anderen Seite angekommen war. Ich finde diese kindliche Begeisterung und Lernbereitschaft so wahnsinnig toll.

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Privatheit im Netz: Ist das deine Tochter?



Neulich las ich einen Reisebericht in der Zeitschrift "junge Familie". Das Magazin hatte ich auf der Babywelt-Messe mitgenommen, auch, weil ich ja gern schaue was so los ist in der Medienwelt.
So besonders toll fand ich die Ausgabe 5/2017 wahrlich nicht, aber ich möchte trotzdem darüber berichten.

Reise duch China - mit Baby im Gepäck


So, also zurück zum Reisebericht. Eine Familie, bestehend aus Mutter, Vater und Kind machte sich auf nach China. Die acht Monate alte Tochter war, das schreib die Frau sehr begeistert, der totale Mittelpunkt und die Chinesen machten jede Menge Fotos. Und die Mutter berichtete, dass sie nach der ersten Station mehrere hundert Kilometer weiter reisten und dort angesprochen wurden. Eine wildfremde Chinesin sprach sie an zückte ihr Telefon und zeigte der Familie, dass eine Freundin ihr das Foto des kleinen Mädchens geschickt hätte. Die Autorin in der Geschichte freute sich, dass ihre Tochter so bekannt war. Wie klein die Welt doch sei.

Dienstag, 5. Dezember 2017

Papa bloggt: Wie mit Kindern die Weihnachtszeit wieder schön wurde

Adventskerze

Ich hatte eine längere Zeit ein ambivalentes Verhältnis zu Weihnachten. Während viele Menschen sich schon über die Spekulatius Ende September beschweren und der ganze Konsumwahn mehr als fragwürdig ist, war Weihnachten für mich immer auch das Fest, an dem die Familie zusammen kommt. In der man Zeit für Gespräche, für Essen und auch für sich hat. Weihnachten war für mich immer gleichbedeutend mit meinen Eltern. Seitdem ich Weihnachten nicht mehr mit ihnen feiern kann, war das Fest für mich irgendwie leer. Und langsam wird diese Leere wieder durch Leben gefüllt - durch meine Kinder.

Weihnachten ohne Eltern


Es gibt wahrscheinlich kaum eine Zeit im Jahr, in der man sich auch an seine Kindheit und seine Eltern erinnert. Wie war Weihnachten früher mich? Welche Traditionen gilt es zu erhalten? Welche Traditionen waren vielleicht nicht so schön und werden durch anderes ersetzt? Seitdem ich Kinder habe, möchte ich auch, dass sie glückliche Tage verbringen, sich über Adventskalendar freuen oder den Nikolaus begrüßen. Auch über zwei Jahre nach meinem alten Artikel, ist es noch immer Mist, so wenig Großeltern für das Runzelfüßchen und Herrn Annika zu haben. Ich wünschte, sie wären noch da, sie würden zusammen mit uns Weihnachten verbringen und sie könnten sehen, was für tolle Enkelkinder sie haben.


Sonntag, 3. Dezember 2017

Von Achtsamkeit - das Wochenende in Bildern


Dieses Wochenende war ich im Prinzip mal ganz für mich. Und es war sooo gut. Und wichtig. Und komisch. Und gut. Aber der Reihe nach.

Samstag, 02. Dezember 2017


Ich mache mich morgens mit dem Runzelfüßchen auf den Weg zu den Großeltern. Sie möchte dort den Tag verbringen, Oma hatte Plätzchen backen in Aussicht gestellt. Und ich mache mich auf den Weg zu meinem Kurs. Den hatte ich im allergrößten Stress der letzten Wochen gebucht und fürchtete, dass ich ihn absagen muss,  weil ich selbst krank geworden bin. Aber ich will unbedingt teilnehmen und fühle mich am Samstag früh wieder fit genug dafür.

Angekommen in der Volkshochschule. Mein MBSR (Mind based stress reduction)- Kurs beginnt. Samstag und Sonntag je sieben Stunden lang geht es darum, dass ich, gemeinsam mit anderen Kursteilnehmer_innen Meditationstechniken lernen, lerne auf mich zu achten und achtsamer durchs Leben zu gehen. Das klingt reichlich esotherisch und bei der Begrüßungsrunde bin ich ehrlich skeptisch, ob das was für mich ist. Eine Freundin hat mir von ihrem Kurs erzählt und ich dachte: Och, ein Wochenende nur für mich, da ist der Kurs ja fast egal. Also habe ich gebucht, auch, weil der Kurs mit 45€ sehr viel preiswerter ist als das 8 Wochen-Programm.

Ich weiß gar nicht wie sehr ihr an diesem Kurs interessiert seid. Ich berichte mal ein bisschen und ihr könnt ja mal kommentieren, ob ihr gern mehr wissen wollt.
MBSR zeigt einen Weg wie wir Stress reduzieren können indem wir achtsamer mit uns selbst und anderen sind. Es geht aber nicht darum das irgendwie mal zu machen und dann wieder zu lassen, sondern wirklich langfristig etwas im Leben zu ändern. Zunächst ganz klein, den auch eine kleine Veränderung bewirkt viel. Etwas, das bei mir hängen bleibt ist die "Rosinen"-Übung. Wir bekommen drei Rosinen und sollen sie mit all unseren Sinnen erforschen. Am Anfang finde ich es total merkwürdig mir die schrumpeligen Dinger nun noch extra genau anzugucken. Dann entdecke ich, dass ich Rosinen hören kann. Als es ums Riechen und Schmecken geht breche ich die Übung aber ab. Ich stelle nämlich fest, dass ich Rosinen nicht mag. Und bin total überrascht davon wie genau mir mein Körper da Signale gibt, dass er das ganz absolut nicht möchte.
Das ist schon mal eine wichtige Erkenntnis für mich: Mehr auf meinen Körper hören, der weiß nämlich ganz gut Bescheid. Wenn ihr wollt, probiert es doch einfach mal aus, so ganz für euch allein.


Mittwoch, 29. November 2017

Geschenk für Erzieher_innen - Handwärmer schnell selbst gemacht

Handwärmer selbst nähen Geschenk für Erzieher DIY Runzelfuesschen Geschenk nähen
Weihnachten steht bevor und damit, jedenfalls bei uns, auch die Frage, was wir den Erzieher_innen im Kindergarten schenken. Die machen so einen tollen, wichtigen Job, dass ich ihnen einfach eine kleine Freude machen will. Denn für mich gehts an Weihnachten auch darum eben zu zeigen wie dankbar ich anderen bin.
Jedenfalls wollte ich keine Schokolade schenken, ich denke, das bekommen sie irgendwie immer. Und auch all die anderen kleinen Verlegenheitsgeschenke mochte ich nicht so gern. Und dann kam der Zufall ins Spiel.
Das Runzelfüßchen wollte, dass ich ihr kleines Wärmkissen aufheize und ihr auf den Bauch lege. Leider hat es ein kleines Loch. Ich hätte es nähen können... aber....

Handwärmer als Weihnachtsgeschenk


Ich dachte: Ha, ein Zeichen. Daraus mache ich jetzt Handwärmer für die Erzieher_innen. Und das ist so einfach, auch für die unter euch die keine Nähmaschine haben. dass ich es einfach mit euch teilen muss. Es ist natürlich nicht nur eine Geschenkidee für Erzieher_innen, ich glaube ehrlich gesagt, dass sich fast jeder über Handwärmer freut. Ich jedenfalls hab, als ich die Modelle für diesen Beitrag produzierte, gleich noch ein paar mehr gemacht.
Die Kinder haben im Winter kalte Hände im Lastenrad, meine Freundin beim Kinderwagen schieben und ich selbst auch. 

So, genug der Rede, jetzt gehts los. Glaubt mir, ich schwindel nicht, es ist wirklich super einfach!


Sonntag, 26. November 2017

Von Büchern - das Wochenende in Bildern

Dieses Wochenende war wahrlich eines rund ums Buch. Wir waren nämlich zur BuchBerlin-Messe eingeladen. Und weil ich ja seit Tagen mit krankem Kind zuhause war habe ich, das muss ich gestehen, ein wenig die Flucht ergriffen.
Das Gute ist, auch für euch habe ich was von der Messe mitgebracht. Schaut mal am Ende vom Post, das gibts einen traumhaften Gewinn.

Samstag, 25. November 2017


Es regnet in Strömen. Die Nacht war doof und als das Runzelfüßchen und ich das Haus Richtung Buchmesse verlassen werden wir von mehreren Autos nassgespritzt. Die Laune ist zumindest bei mir also eher "geht so".
Das Runzelfüßchen aber freut sich. Wir fahren nämlich zur Messe weil Klaus Baumgart, der Erfinder von "Lauras Stern" eine Lesung hat. Das kann sich meine Tochter nicht entgehen lassen. Also schmeiße ich mich in die Klamotten und wir trotzen dem Regen.

Das ist er, Runzelfüßchens neuer Freund. Klaus, wie das Runzelfüßchen ihn selbstverständlich nennt, liest aus einem "Lauras Stern" Buch vor und die Kinder freuen sich so. Leider sind es nur vier, was ich sooo schade finde. Die Location, auf einem echten Schiff, ist für das Runzelfüßchen natürlich auch ein Highlight. Ich beobachte meine Tochter, die erst auf meinem Schoß sitzt und dann herunterklettert um sich direkt vor Klaus zu setzen.
Ich freue mich derweil, dass ich Anne treffe. Sie lief im Estrel, dem Veranstaltungsort auf mich zu und meinte "Ich kenne dich". Ich kann euch gar nicht sagen was das für ein komisches Gefühl war. Aber Anne ist so herzlich, dass es nicht eine Sekunde unangenhem war. Dass sie auch die Lesung auf dem Leseschiff betreute war für mich ein doppelter Gewinn.

Weil es so wenig Kinder sind bekomme die Kinder auch ein Geschenk. Also für die CD mussten sie eine Frage beantworten und die fürs Runzelfüßchen war gar nicht so leicht. Wir haben hier zuhause bis jetzt nur "Das Lampionfest", weil Susanne uns das Buch mal geschickt hat. Das aber lesen wir regelmäßig. Also drehte sich auch die Frage natürlich um das Buch. Und meine Tochter war so stolz, als sie, mit ein bißchen Hilfe, die fast richtige Antwort wusste. Klaus Baumgart hat sie so beeindruckt, dass sie später nach einem anderen Vortrag für Erwachsene, zu ihm ging um sich von ihm zu verabschieden.


Freitag, 24. November 2017

Rose Revolution Day - (auch) ein Buchupdate



Der Rose Revolution Day erinnert seit 2013 jedes Jahr am 25. November an die Gewalt, die Frauen unter rund um eine Geburt erleiden. Manche gehen zu den Kreißsäalen und versuchen mit Hebammen und Ärzten ins Gespräch zu kommen, andere legen eine Rose vor dem Kreißsaal nieder. Es ist eine eher stumme Revolution, die deswegen aber nicht minder wichtig ist.
Und sie befasst sich auch nicht ausschließlich nur mit Gewalt unter der Geburt. Hier tritt sie leider gehäuft auf, aber die Rose Revolution wendet sich auch an all jene Frauen, die vor der Geburt oder im Wochenbett Gewalt erfahren haben.

Mein Geburtsbuch


Eigentlich sollte heute mein Buch erscheinen, so war Anfang August mein Plan gewesen. Und jetzt muss ich euch sagen: So schnell geht es dann leider doch nicht. Ich war und bin überwältigt von eurem Engagement. Mehr als 140 Geburtsberichte sind eingegangen, noch immer schicken Frauen ihre Berichte. Und noch immer haben nicht alle von euch eine Rückmeldung bekommen, weil ich es schier nicht geschafft habe, mit meinem Job, dem Blog und einem Kind im Homeoffice alles zu wuppen. Denn ja, ich will ja auch, dass das gut wird. Nicht mal so eben husch, husch.


Mittwoch, 22. November 2017

Werbung: Be you - seid die besten Eltern, die ihr sein könnt (mit Gewinnspiel)


"Hör auf dein Bauchgefühl" - das ist der wohl beste, wichtigste Rat den ich für das Leben mit Kindern bekommen habe. Obwohl das eigentlich so logisch, so naheliegend ist habe ich das Gefühl, dass wir Eltern das vielleicht doch das ein oder andere Mal gesagt bekommen müssen. Damit wir nicht auf die Idee verfallen uns ständig zu vergleichen oder irgendwie reinquatschen zu lassen.
Wir sind die besten Eltern für unsere Kinder, in den allerallermeisten Fällen (also ich klammere hier natürlich bewusst aus, dass Eltern ihren Kindern schaden, durch physische oder psychische Gewalt)

Selbstvertrauen ist gar nicht so einfach


Sei doch du selbst, vertrau dir, das ist aber gar nicht so einfach. Denn schon in der Schwangerschaft erfahren wir Frauen doch, dass irgendwie nichts dem Zufall überlassen wird. Da wird gemessen, überprüft und in Statistiken gedacht. Das Bauchgefühl wird eher ignoriert.
Gleiches gilt für Geburten. Aufgrund des Hebammenmangels ist eine liebevoll abwartende 1:1 Betreuung doch heute eher die Ausnahe als die Regel. Hebammen die zwei, drei Frauen gleichzeitig betreuen können uns aber nicht darin bestärken uns selbst zu vertrauen. Stattdessen werden wir an Monitore angeschlossen, überwacht. Ist sicher besser so.


Dienstag, 21. November 2017

Papa bloggt: Grundsätzlich habe ich nichts Kinder, aber...


Flusskreuzfahrt
Wir waren letztens auf der Donau unterwegs. Andrea wird mit Sicherheit noch darüber schreiben, aber wer Runzelfüßchen bei Facebook oder Instagram folgt, wird es auch gelesen haben. Die Familie hatte eine 5-tägige Flusskreuzfahrt gemacht. Während die Fahrt mit dem Schiff mir toll gefallen hat, gab es doch Momente, wo wir als Familie anderer Gäste eventuell gestört haben. Seitdem frage ich mich: Sind wir als Gesellschaft wirklich so kinderfeindlich oder übertreibe ich einfach?

Essen gehen auf dem Schiff


Das Tolle auf einem Schiff ist: man muss sich als Familie um fast nicht kümmern. Die Betten werden gemacht, es räumt jemand die Kabine auf, man kommt regelmäßig in anderen Städten an und es gibt mindestens dreimal am Tag etwas zu essen. Restaurantbesuche sind mit kleinen Kindern manchmal ein wenig schwierig. Sie sind oft lauter als andere, sie kleckern, sie verschütten mal was und sie haben Problem "still" zu sitzen. Das kann manchmal ganz schön stressig sein. Aber bei dieser Reise waren meine Kinder "vorbildlich". Vielleicht lag es auch daran, dass wir Eltern einfach entspannt waren. Manchmal hilft das ja. Es waren auch andere Kinder an Bord und ich fand, dass es trotzdem nicht besonders trubelig war. Leider sahen das nicht alle so.

Sonntag, 19. November 2017

Von Papavermissung und Büchern - das Wochenende in Bildern

Dieses Wochenende war spannend. Denn es war das erste, an dem ich mit den Kindern komplett allein war. Mein Mann war unterwegs zu Freunden. An sich alles nicht wild, aber da wir die letzte Woche alle krank waren und das sehr kräftezehrend, hatte ich doch etwas Bammel.

Samstag, 18. November 2017


Mein Mann hat vor der Abreise noch Brötchen besorgt, so dass wir das nicht erledigen müssen. Dafür "diskutiere" ich mit Herrn Annika darüber, ob er das mit der Kiwi schon ganz allein hinbekommt. Er wird fuchsteufelswild, als ich ihm helfen will und ich beschließe: Dann ist das eben so. Dann macht er das jetzt allein. Er beschmiert sich mit Kiwi, matscht alles kaputt und isst vielleicht ein Zehntel, der Rest landet auf dem Tisch, dem Boden, im Gesicht. Aber es stört mich nicht, nachdem ich für mich die Entscheidung getroffen habe, dass das ok ist. Ich schmeiße die Kiwi weg, nicht besonders nachhaltig. Aber für meine und seine Nerven ist es das. Mein Sohn ist stolz wie Bolle und strahlt übers ganze Gesicht. Immer wieder erzählt er mir von der Kiwi. Und ehrlich, das war es mir dann wert.

Das Runzelfüßchen wird von ihren Großeltern abgeholt, sie hat sich am Freitag Abend dorthin selbst eingeladen, so dass die keine Chance mehr hatten "nein" zu sagen. Herr Annika und ich fröhnen unserem Samstagsritual, ein Besuch in der Bibliothek. Es fühlt sich gut an mal wieder vor die Tür zu gehen, etwas, dass krankheitsbedingt die letzten Tage kaum möglich war.
Scheinbar ist der Herbst vorbei und Weihnachten ist das beherrschende Thema. Da stimme ich uns doch mit dem Lieselotte Weihnachtsbuch auf die kommende Zeit ein. Die Kuh ist wahnsinnig beliebt hier. Außerdem nehme ich noch jede Menge Bücher mit, die Herr Annika sich aussucht. Und zwei Nähzeitschriften für mich.

Dienstag, 14. November 2017

Papa bloggt: Oh, nein es ist so weit - Erkältungszeit



Wenn ich eine Umfrage unter Eltern mit Kleinkindern machen würde, was sie am meisten an der kalten Jahreszeit stört: sehr wahrscheinlich würde "krankes Kind" ganz oben stehen. Mit Grauen denke ich schon jetzt an den Winter und hoffe nur, dass meine Kinder nicht zu oft krank werden. Dabei ist es erst November und die Saison hat erst angefangen. Und irgendwie ist es schon vorprammiert: auch wenn man die Kinder immer warm genug anzieht, auf Händewaschen besteht, die Kinder mit Obst aufpäppelt, vollkommen verhindern kann man es als Eltern nicht. Wenn beide Eltern noch arbeiten müssen, kann man sich auf Frust, Ärger und Stress einstellen.

Im Winter werden die Kinder krank


Ich finde es immer schlimm, wenn meine Kinder krank sind. Je kleiner sie sind, desto mehr nimmt sie das in der Regel mit. Da kann schon eine gewöhnliche Erkältung auch schlaflose Nächte für die Eltern bedeuten. Aber, das sollte man vielleicht auch sagen, es wird in der Regel besser. Während ich eine Menge Eltern kenne, deren Kinder schon in der Kita-Eingewöhnung krank wurden, ist es oft der erste Winter, den die Kinder in ihrer Einrichtung überstehen müssen. Draußen ist es kalt, drinnen ist es warm und viele Kinder sind auf engem Raum zusammen. Kein Wunder, dass die Kleinen dabei krank werden. Gar nicht im Winter in den Kindergarten/Kita gehen, wurde mir auch schon vorgeschlagen. Da viele Menschen, auch wir, auf eine Kinderbetreuung angewiesen sind, ist das keine Option. Aber mit dem zweiten Kind ist vieles komplizierter.

Sonntag, 12. November 2017

Nach- Geburtstagsruhe - das Wochenende in Bildern

Dieses Wochenende hatten wir viele Ideen, was wir unternehmen könnten. Und dann haben wir nichts davon gemacht, weil die Geburtstagsfeier am Freitag irgendwie doch ganz schön anstregend war.

Samstag, 11. November 2017


Die Nacht war zum Davonlaufen, irgendwie sehr unruhig. Deswegen bin ich morgens total gerädert und gleichzeitig verwundert, dass um 9:00Uhr noch immer mein Sohn neben mir liegt. Normalerweise ist er der Erste, der morgens aufstehen will. Als ich das Runzelfüßchen nach ihrer Geburtstagsfeier befrage sagt sie nur: "Mama, das war schön, aber es war zu voll." Dabei waren gar nicht alle eingeladenen Gäste gekommen. Sie wünscht sich deswegen, dass wir das Wochenende ruhig angehen und diesen Wunsch erfüllen wir doch gern. Meine Tochter zieht auch dieses Kleid für mich aus dem Schrank. Es ist aus einem Second Hand Shop aus Stockholm und ich liebe es sehr, sehr sehr.

Also auf in die Bibliothek. Wir bringen Bücher zurück und leihen genauso viele wieder aus. Außerdem findet das Runzelfüßchen vor Ort eine neue Freundin mit der sie durch die Gegend springt. Herr Annika macht die Bücherreihen unsicher und sucht Bücher mit Fahrzeugen. Oder Tieren. Beides steht hier gleichermaßen hoch im Kurs. Am Ende werden es auch wieder zwei Beutel voller Bücher, unter anderem eines über den Ramadan und eines über einen Feuerwehreinsatz.

Wir haben Hunger und machen vor dem Wocheneinkauf noch kurz Halt. Die Kinder freuen sich über die von mir vorsorglich eingepackten trockenen Brötchen mehr als über die angebotenen Speisen. Nun ja, immerhin gibt es auch noch eine Spielecke.

Dann gehen wir in den Supermarkt. Aus Interesse blättere ich durch die Zeitschriften. In die Brigitte Mom muss ich zwei Sekunden länger starren, weil ich mir nämlich selbst entgegenblicke. Ihr könnt euch nicht vorstellen WIE komisch das ist. Da stehe ich im riesigen Supermarkt und starre mich selbst an. Ich gebe zu, dass ich mich besonders über den Hinweis, dass meine Texte auch Texte mit einer Meinung sind sehr freue. Das alles sagt dem Runzelfüßchen natürlich nichts. Sie starrt ins Heft (das wir natürlich kaufen) und fragt immer wieder wieso ich denn da mit einem Foto drin bin. Und dann zeigt sie die Zeitschrift mit meinem Foto allen die sich in ihrer Reichweite aufhalten. Ich glaube, sie findet das alles ziemlich lustig.
Mein Mann möchte übrigens darauf hinweisen, dass der Screenshot zum Blog einen seiner Texte zeigt, ohne das er erwähnt wird. Deswegen hier nochmal ganz deutlich: Ich bin sehr stolz auf ihn.

Vor dem Abendessen müssen das Runzelfüßchen und ich noch Besorgungen machen. Das hatte ich die Woche total vergessen, also eilen wir durch die Läden, schnappen uns drei Strumpfhosen für sie und Socken für den Bruder und sind wieder auf dem Heimweg.
Den Rest des Abends verbringe ich faul und antriebslios auf dem Sofa. Eigentlich sollte ich arbeiten, aber die Kinder haben mittags geruht und kommen ewig nicht ins Bett. Als gegen 21:00 mein Mann endlich aus dem Schlafzimmer kommt (er bringt die Kinder ins Bett) sitzen wir nur noch zusammen und reden.

Sonntag, 12. November 2017



Auch der Tag beginnt verhältnismäßig spät. Die Kinder laufen mit meinem Mann zum Bäcker, kommen anschließend um mich zu wecken. Aber statt aufzustehen kuscheln wir erst noch eine Runde zu viert, was sooo schön ist. Wir überlegen ob wir auf einen Flohmarkt oder ins Museum gehen sollen. Aber die Kinder haben keine Lust und mir fällt ein, dass ich ja immernoch arbeiten muss.
Das Runzelfüßchen erfreut sich an unserer neuen Türdekoration, die ihre Freund_innen ihr vom Geburtstag dagelassen haben.

Bei uns steht der Laternenumzug diese Woche erst noch auf dem Programm. Deswegen hat sich das Runzelfüßchen noch ein Buch über Sankt Martin ausgeliehen. Wir kontrollieren die Bücher, die die Kinder sich aussuchen nie vorab, was manchmal, wie in diesem Fall, zu Überraschungen führt. Das Buch ist, natürlich, sehr sehr kirchlich und bringt dann viele Fragen nach Gott mit sich. Gar nicht so einfach, wenn man, wie ich, keinen Glauben hat.

Ich arbeite, was für die Kinder natürlich total langweilig ist. Deswegen fängt Herr Annika an, Steine in mein Wasserglas zu werfen. Ich würde ja auch lieber mit ihnen spielen, aber leider führt manchmal kein Weg an Wochenendarbeit vorbei. Mein Mann geht mit den Kindern vor die Tür, aber es ist schon um 14:30 nicht mehr so richtig hell.

Nach einer kleinen Aufwärmrunde mit Hörspiel zuhause sind das Runzelfüßchen und ich wieder in Sachen Lebensmittelverschwendung unterwegs. Ich habe, wie ihr seht, keine Socken an, deswegen bin ich froh, dass das heutige Lokal gleich ums Eck liegt. Das Runzelfüßchen ist sehr aufgeregt was es wohl diesmal geben wird.
Es ist Kuchen (das war aus der App nicht zu erkennen), meine Tochter ist enttäuscht. Sie überlässt ihn uns großzügig.

Während die Kinder in der Badewanne planschen widme ich mich dem Abendessen. Endlich ist es wieder kalt genug für eins meiner Lieblingsessen: Gemüsecurry. Das Runzelfüßchen lobt meine Kochkünste, obwohl ich bei uns definitiv seltener am Herd stehe als mein Mann. Vielleicht will sie mich motivieren und lobt deswegen so sehr?
Während die Kinder einschlafen sitze ich wieder am PC. Denn leider muss ich heute Abend auch noch mal arbeiten, die Nackt-Sendung wartet auf mich....

Wie andere Familien das Wochenende erlebt haben seht ihr wie immer bei Susanne.

Was habt ihr dieses Wochenende schönes gemacht?

Mittwoch, 8. November 2017

#nachhaltigwerden - wie die Challenge mich verändert hat

Fast ist sie vorbei, die #nachhaltigwerden Challenge mit Susanne und Rachel. Und für mich wird es einfach jetzt schon Zeit für ein Fazit. Weil mir gestern nämlich was aufgefallen ist.
Ich war im Supermarkt und wollte, weil es eine Kleinigkeit zu feiern gab für meinen Mann und mich ein Getränk kaufen. Nun trinke ich ja nie Alkohol und da fällt die Auswahl schon schwerer. Und wie ich da so durch die Gänge schlich, da dachte ich: Nee, das hier kannst du alles nicht kaufen. Weil es fast alles in Plastikflaschen gab. Und ich musste schmunzeln, weil mir in diesem Moment aufging wie sehr mich diese Challenge beeinflusst hat.

4 Wochen Challenge


Als Susanne den Plan zur vierwöchigen Challenge hatte dachte ich: Nie im Leben halte ich das durch. Und, jetzt kann ich es ja zugeben, ich dachte auch: Nie im Leben kann ich soviel zur Nachhaltigkeit erzählen. Und es stimmt auch. ich habe nicht jeden Tag mitgemacht. Es ist also vor allem Susanne und Rachel zu verdanken, dass die Challenge so erfolgreich war. An dieser Stelle noch mal ganz offiziell: Hut ab vor eurer Arbeit, ihr Beiden.


Dienstag, 7. November 2017

Papa bloggt: Mein Sohn kennt nur noch das Wort Papa





Herr Annika ist mit seinen anderthalb Jahren schon in dem Alter, in dem er das Sprechen lernt. Ein riesiger Schritt für ihn und auch ein toller Schritt für seine Eltern. Endlich kann er etwas sagen, sich mitteilen und etwas äußern. Leider sagt er prinzipiell nur ein einziges Wort. Und das lautet "Papa".
Wer den Blog schon etwas länger verfolgt, erinnert sich vielleicht an meinen Beitrag "Die Legende vom Mamakind ist doch wahr....oder nicht?". Ich schrieb darüber, dass ich Angst hatte, dass Söhne doch eher Mamakinder sind. Mit ein wenig Abstand muss ich darüber schon sehr lachen. Alles Quatsch. Am liebsten würde ich den Beitrag löschen, aber das wäre ja auch irgendwie unfair.

Was war das erste Wort?


Als Herr Annika anfing zu sprechen, war sein erstes Wort tatsächlich "Mama". Und es blieb sehr lange bei diesem einen Wort. Ich war auch irgendwie die Mama, aber diese Zeiten sind lange her. Denn irgendwann lernte er das Wort "Papa". Und seitdem gibt es kaum noch "Mama". Ich bin "Papa" und meine Frau Andrea ist auch "Papa". Andere Männer sind auch manchmal "Papa", aber in der Regel bin ich gemeint. Mir tut es schon ein wenig leid, dass er gar nicht mehr "Mama" sagt, aber so ist es im Moment.

Sonntag, 5. November 2017

Vom Geburtstag und Teilen - das Wochenende in Bildern

Dieses Wochenende haben wir Geburtstag gefeiert, ausgemistet, waren in der Bibliothek und haben einiges übers Teilen gelernt. Und eine neue Idee habe ich auch. Das Fairteilen. Was genau das ist und was ihr davon habt, das alles seht ihr im Wochenende in Bildern.

Samstag, 04. November 2017


Der Tag beginnt früh. Wir sind, entgegen unserem Plan dann doch in einem Rutsch nach Hause gefahren und also schon am Samstag in Berlin, statt wie geplant erst heute Abend anzukommen. Deswegen, die Kinder freut es, machen wir auch die übliche Runde durch die Bibliothek.
Ich bin ein wenig schockiert wie manche Menschen hier auftreten. Ich berichtete ja, dass wir immer sehr freundlich beraten werden, wenn das Runzelfüßchen Bücher sucht. Aber wir sind auch nett. Das scheint eher die Ausnahme zu sein. Ich muss leider mit anhören wie ein Mann für seine Tochter irgendeine Hörspielserie sucht, aber nicht fündig wird. Also grummelt er immer wieder Halbsätze Richtung Bibliothekarin, die ihm doch gefälligst mal helfen soll (seine Worte...) Ich finde das furchtbar und sage das der Bibliothekarin auch so. Sie lächelt nur sehr müde.

Zuhause gehts ans Ausmisten. Die Kinder stellen fest, dass sie ja gar nicht mehr wissen welche Bücher sie so haben, deswegen schlage ich vor, dass wir mal klar Schiff machen. Das Runzelfüßchen ist mit Feuereifer dabei, ihr Bruder wackelt durchs Chaos und schaut, wo er noch mehr Unheil anrichten kann. Es kommt einiges zusammen von dem die Kinder sich trennen wollen. Und da bleibt bei mir wieder die Frage: Wohin damit. Ich habe nun eine Lösung gefunden. Ich verschenke die Sachen an euch. Dafür gibt es auf dem Blog jetzt die Rubrik "Fairteilen", oben in der Seitenleiste. Ich werde immer mal wieder einstellen was wir nicht mehr brauchen. Ihr könnt euch dann melden wenn euch etwas interessiert und ich schicke es euch zu. Kommt mir nachhaltiger vor als es für wenige Euro zu verkaufen. Und nicht alles lässt sich spenden. Ich hoffe, ich mache euch eine Freude damit. Auf die Idee brachte mich übrigens auch ein bißchen Sabrina, die mir schrieb, weil sie Bücher aussortierte und meinen Kindern eine Freude damit machen will. Ihr seht, alles ist ein Kreislauf. Und ich freue mich, wenn ich euch etwas Gutes tun kann. Vielleicht tut ihr das dann für jemand anderen.

Ich finde beim Aufräumen auch ein Memory zum Ausschneiden aus einer Zeitschrift. Ich teste also mal das Wissen meiner Familie was Obstsorten angeht. Und siehe da, es ist noch Luft nach oben. Aber das Spiel macht großen Spaß. Mal schauen, wie lange das Spiel komplett ist.

Das Runzelfüßchen und ich sind in Sachen Nachhaltigkeit unterwegs. Ich habe morgens über die App "ResQ" gelesen, bei der man Lebensmittel retten kann, die sonst weggeworfen werden. Das will ich ausprobieren. Und ich bin sehr gespannt, als wir zwei uns auf den Weg machen. Meine Tochter will alles ganz genau wissen, wieso wir das machen und wieso die Restaurants das machen. Als ich erzähle, dass das Essen sonst weggeworfen wird findet sie das alles eine gute Idee. Ich auch.

Und das ist unsere Ausbeute. 3,50€ habe ich für diese vier Köstlichkeiten bezahlt, die sonst nach Ladenschluss weggeworfen worden wären. Sie waren köstlich und weil die Patisserie bei uns um die Ecke ist werden wir da sicher öfter vorbeischauen. Die nette Frau hat mir noch den Tipp gegeben, dass es eine weitere Essensrettungsapp gibt, "toogoodtogo". Die probiere ich in den nächsten Tagen mal aus und wenn ihr wollt, dann berichte ich anschließend mal vom Selbstversuch. Was meint ihr?

Sonntag, 05. November 2017



Wir feiern Geburtstag. Das Runzelfüßchen wird vier und am Nachmittag kommen die Verwandten. Ich kann noch immer nicht fassen wie schnell die Zeit verflogen ist.

Bevor wir feiern mache ich mich allerdings noch auf den Weg. Ich habe eine Verabredung auf der Babywelt, ich habe nämlich versprochen dort auszuhelfen. Auf dem Weg dahin schaue ich eine Zeitschrift an und genieße es sehr mal wieder ganz ungestört zu lesen. Frühes Aufstehen kann sich also lohnen.

Ich stehe am Stand vom Motherhood e.V. und will Schwangere und frischgebackene Eltern über den Verein informieren. Allerdings hatte ich mir das ein bißchen anders vorgestellt. Ich bin nämlich allein dort und weiß auch nicht so richtig was ich sagen soll. Nach einem kurzen Gespräch mit einer Verantwortlichen in Frankfurt fühle ich mich etwas sicherer, finde es aber dennoch unglücklich. Ich hatte eine andere Idee von meiner Unterstützung als der Verein. Ich hoffe dennoch, dass ich in meiner Zeit vor Ort etwas helfen konnte.

Wieder zuhause gehts ans Kekse backen. Der Kuchen ist schon fertig, aber die Kekse für die Gäste wollte ich gemeinsam mit dem Runzelfüßchen backen. Klappt sehr gut, meine Tochter drückt begeistert die Schokolinsen in den Teig.

Während die Kekse im Ofen backen will das Runzelfüßchen ihre Geschenke vorgelesen bekommen. Die "Mädchen-Geschichten die stark machen" habe ich gekauft ohne genau reinzuschauen. Ich habe dem Titel vertraut und bin doch etwas irritiert, dass darin Ballett und Pferde so eine große Rolle spielen. Es gibt auch die Geschichte "Conni geht nicht mit Fremden mit", die ich sehr gut finde. Aber das Ausreiten mit Pferden ist jetzt nicht so richtig das, was ich unter "stark machen" verstehe.
Da das Runzelfüßchen sich sehr für Zahlen interessiert fand ich das Buch "Uhr und Zeit verstehen" sehr passend. Es wurde mir vom Tessloff Verlag zugeschickt. Leider hat das Runzelfüßchen verboten, dass wir die einzelnen Klappen öffnen. Deswegen kann ich nur sagen: Ich finde es sehr gut gemacht  und freue mich, dass wir auch eine Spieluhr basteln können, aber en Detail kann ich noch kein Urteil abgeben.


Die Kekse sind fertig, die Gäste sind da. Es gibt Kuchen und Kindergeschrei und Geschenke und Gewusel. Nach zwei Stunden bin ich ein wenig durch. Es war schön aber viel.
Während die Kinder nun ins Bett gehen muss ich noch die Donuts für den Kindergarten morgen vorbereiten. Das Runzelfüßchen hat mir aufgetragen wie genau ich die zu dekorieren habe.
Und wenn das geschafft ist, dann muss ich noch ein wenig arbeiten. Es wird also ein langer Abend. Aber nach solch einem Freudentag schaffe ich das jetzt auch noch. Und ihr könnt ja mal schauen gehen, ob es beim "Fairteilen" was für euch gibt.

Hier noch der Hinweis zur letzten Woche der #nachhaltigwerden Challenge. Da geht es nämlich um viele Fragen rund ums Thema Ausmisten. Ich freue mich, wenn ihr mit macht.

Ach, und hier noch die Gewinnerin der letzten Pixi-Bücher von vor zwei Wochen: Isa.
Herzlichen Glückwunsch!

Wie andere Familien das Wochenende erlebt haben seht ihr wie immer bei Susanne.

Habt ihr Lust auf einen Erfahrungsbericht in Sachen Lebensmittelrettung?

Freitag, 3. November 2017

Vor Männern muss man Respekt haben


Neulich war ich mal allein in der Bahn unterwegs. Passiert ehrlich gesagt sehr selten, zum Einen weil ich viel mit dem Rad fahre. Zum Anderen, weil eben immer mindestens eins meiner Kinder bei mir ist. An dem Nachmittag aber nicht, da war mein Mann mit ihnen unterwegs. Und so hatte ich das zweifelhafte Vergnügen mal wieder Menschen zu beobachten.
Ich schreibe das ja öfter, dass ich merkwürdige Begegnungen habe. Und so wurde ich auch dieses Mal nicht enttäuscht, fand das Erlebte aber doch auch sehr lehrreich.

 Frauen müssen Respekt vor Männern haben


Ich saß also in der Bahn und mir gegenüber saßen ein Mann und eine Frau. Ich hatte sie für Freunde gehalten, aber es waren, wie sich im Gespräch herausstellte Vater und Tochter. Sie unterhielten sich über eine Freundin der Tochter, die kürzlich geheiratet hatte. "Papa, stell dir mal vor, die sagt zu ihrem Mann `Nee, das stimmt nicht!` Kannst du dir das vorstellen? Da sagt die einfach nein!"
"Was, also das geht ja gar nicht", erwiderte der Vater.
"Ja, Papa, genau. Man muss doch Respekt haben vor einem Mann. Wenn die keinen Respekt hat vor mir, ok. Aber vor Männern, das ist doch falsch Papa, oder?"
"Ja, das darf nicht sein. Frauen müssen immer Respekt vor Männern haben."