Dienstag, 24. Oktober 2017

Papa bloggt: Der Wochenendvollzeitpapa


Kindersandale, Männersandale
So wie ist die "Helikoptereltern", die "Tragetuchväter" und die "Tragetuchmütter" gibt, scheint es auch eine andere Spezies zu geben: Den Wochenendvollzeitpapa. Als ich letztens von einer Bekannten darauf angesprochen wurde, ob ich auch einer solchen sei, musste ich erstmal darüber nachdenken. Was zeichnet denn den Wochenendvollzeitpapa aus? Und bin ich einer? Und ist nicht eigentlich eine sehr traurige Bezeichnung? Ein Papa, der nur am Wochenende "voll" da ist?

Was ist ein "Wochenendvollzeitpapa"?


Ein wenig überspitzt würde ich sagen: das ist ein Vater, der sich unter der Woche wenig(er) um die Kinder kümmert und dafür am Wochenende wieder "voll" da ist und einen Großteil der Betreuung übernimmt. So hatte ich meine Bekannte jedenfalls verstanden. Wenn ich richtig darüber nachdenke, trifft das doch wohl auf die meisten Väter zu. Während die Frauen in der Woche häufig in Teilzeit arbeiten, sich um die Kinderbetreuung kümmern, arbeiten die Väter in Vollzeit, pendeln stundenlang von und zur Arbeit und sehen ihre Kinder eher weniger denn mehr. Als Ausgleich springen sie dann am Wochenende voll ein und versuchen vielleicht nachzuholen, was sie in der Woche verpasst haben. Bin ich auch so einer?

Sonntag, 22. Oktober 2017

Von Blättern, Familienglück und Herbst - das Wochenende in Bildern

Dieses Wochenende hatten wir eigentlich Pläne. Aber die Kinder kränkeln und ich bin durch all die vielen schlaflosen Nächte gerade besonders gerädert. Deswegen haben wir kurzerhand alles über den Haufen geworfen und einfach nur das gemacht, was uns allen gut tat.
Und ihr könnt auch wieder was gewinnen. Tut ja auch gut.

Samstag, 21. Oktober 2017

Wie jeden Samstag so auch diesen geht es wieder in die Bibliothek. Ich habe am Freitag eine Mail erhalten, in der mir jemand schon "viel Spaß in der Bibliothek" wünschte. Ich mag das, dass dieses feste Ritual bei uns auch bei anderen ankommt.
Diesmal stehe ich vor dem Regal mit Büchern rund ums Thema Geburt und sehe: Da ist definitiv noch Platz für eins. Also meins. Vielleicht gehe ich das mit dem Buchverlag doch noch mal genauer an, wer weiß.
Die Kinder beschränken sich diesmal immerhin auf drei Bücher.

Eigentlich sollte Herr Annika Mittagsschlaf machen und ich wollte in der Zeit arbeiten. Aber mein Sohn hat keine Lust. Also schwingen wir uns aufs Rad und machen einen Ausflug.

Zuerst gehts in den Stoffladen. Das Runzelfüßchen hat demnächst Geburtstag und wünscht sich eine Feldermaus als Kuscheltier. Und wo wir schon mal da sind kaufe ich auch Schnittmusterpapier und einen hübschen bunten Stoff aus Biobaumwolle. Es ist ein Reststück, deswegen finde ich es vertretbar es zu kaufen.Und die anderen Stoffe sind nur kleine Abschnitte, je 25cm, die kleinste Einheit, die man dort kaufen kann.

Freitag, 20. Oktober 2017

Werbung: Weledaduschen für Kinder - mit Verlosung



Weleda Kinderdusche Gewinnspiel Runzelfuesschen Elternblog


Es ist glaube ich kein Geheimnis, dass ich Weleda sehr mag. Und auch die Kinder sind große Fans, was zum Einen an den sehr netten Menschen hinter Weleda liegt, die sie ab und zu mal treffen, zum Anderen aber daran, dass sie den "Bäuchlein"- Tee so sehr mögen. Das Runzelfüßchen und Herr Annika trinken tatsächlich keine anderen Tees, was mich irgendwie auch froh macht. Denn so muss ich mir keine Gedanken machen über irgendwelche Zusatzstoffe.

Weleda Kinderdusche


Aber heute soll es gar nicht um den Tee gehen, sondern um die neuen Kinderduschen von Weleda. Wir haben immer die Calendula-Serie benutzt, in der es ja Shampoo und Duschbad gibt. Aber jetzt, so mit fast vier, da will das Runzelfüßchen im Drogeriemarkt eben auch mal zu den bunten Kinderduschen greifen. Kann ich irgendwie verstehen, denn die gelbe Calendula-Verpackung ist einfach nicht so aufregend wie all das grell bunt verpackte Duschzeug für Kinder. Allerdings mag ich diese stark parfumieren Duschen für Kinder nicht. Im Zweifelsfall sind noch irgendwelche Glitzerpartikel drin oder alles riecht super künstlich. Ich möchte nicht, dass meine Kinder so riechen.

Mittwoch, 18. Oktober 2017

#Nachhaltigwerden - Woche 1


So, die Challenge ist in vollem Gange und in Woche eins dreht sich alles darum wo wir im Haushalt nachhaltig sind oder gerne sein wollen.
Ich glaube ja, dass Jede_r von uns irgendwo schon nachhaltig lebt, ohne das zu wissen. Oder es als irgendwas besonderes anzusehen. Vielleicht packt ihr euer Frühstück jeden Tag in eine Brotdose. Und wenn die aus Edelstahl ist, super. Wenn sie aus Plastik ist: Dann ist das so. Das ist etwas, dass mir ja für die ganze Challenge wichtig ist: Wir können nicht alle alles 100% richtig machen. Aber wir versuchen es, und das ist besser als die Hände in den Schoß zu legen und gar nichts zu machen.

Nachhaltig heißt auch: Nutzen was da ist


Ich war neulich auf einer Lesung von Milena Glimbovski. Sie stellte ihr neues Buch vor und erzählte aus ihrem Leben. Und davon, dass sie, als Veganerin Lederschuhe trug und dafür immer wieder angegangen wurde. Denn: Das darf man ja nicht. Aber die Schuhe waren ja nun mal da. Und wegschmeißen irgendwie keine nachhaltige Alternative. So sehe ich das auch für Plastikdosen. Ihr habt sie vor Jahren gekauft und nutzt die regelmäßig. Die jetzt wegzuwerfen und auf Edelstahl umzuschwenken ist nicht gerade nachhaltig. Denn ihr müsstet ja Dinge neu kaufen statt sie zu verbrauchen.


Dienstag, 17. Oktober 2017

Papa bloggt: Und wo bleibt Herr Annika?


Dieser Blog ist nach dem Runzelfüßchen benannt, weil das der Spitzname meiner Tochter ist und weil sie einfach zuerst auf der Welt war. Seit anderhalb Jahren haben wir ein viertes (oder fünftes, wenn die Katze mitgezählt wird) Familienmitglied und das heißt einfach Herr Annika. Und so wie man sich fragen könnte, wieso heißt der Blog denn nicht auch "Runzelfüßchen und Herr Annika", so frage ich mich immer, bekommt mein Sohn genug Aufmerksamkeit? Bekommt er genug Zeit von mir?

Nicht schreiben und trotzdem stattfinden


Ganz ehrlich: Herr Annika brauchte keine Aufmerksamkeit auf diesem Blog. Er hat genau so viel Spaß in seinem kleinen Leben mit seiner Schwester, seiner Mama und mir, ob ich über ihn hier schreibe oder nicht. Ich führe zwar keine Statistik, aber gefühlt schreibe ich öfters über Erlebnisse mit meiner Tochter oder über welche, die ich mit beiden zusammen erlebe. Aber dafür trifft Herr Annika natürlich keine Schuld. Als ich zu bloggen angefangen habe, war er noch nicht geboren. Und seitdem er auf der Welt ist, war seine Schwester natürlich auch immer da.

Sonntag, 15. Oktober 2017

Von Herbst und Büchern- das Wochenende in Bildern

Was war das für ein schönes Herbstwetter, oder? Wir waren viel unterwegs und am Sonntag habe ich ein paar (Blogger)freund_innen getroffen. Und die Sonne genoßen, natürlich.

Samstag, 14. Oktober 2017


Die Kinder schlafen aus. Also wirklich. So um 9.00Uhr sind Herr Annika und ich wach, das Runzelfüßchen und mein Mann klettern wieder zurück ins Bett und wir kuscheln. Dann stehen wir auf und ich besorge Brötchen. Vermutlich hat mich die Bäckerin schon vergessen geglaubt, so lange habe ich sie nicht mehr gesehen. Heute aber schon.

Anschließend packen wir ein Paket für eine Familie, die Zuwachs bekommen hat. Ich bin damit immer schrecklich spät dran, das Kind ist schon einen Monat alt. Aber naja, besser spät als nie. Und mir ist es immer wichtig auch was für die Mutter einzupacken. Was verschenkt ihr eigentlich so zur Geburt?

Und mal wieder gehts in die Bibliothek, Ritual ist Ritual. Das Runzelfüßchen wünscht sich diese Gesamtausgabe von Petzi, wohl auch, weil ich ja an euch Petzi- Bücher verlost habe. Wir nehmen das Buch nicht mit, es ist einfach zu schwer. Dafür aber jede Menge anderer Sachen, auch mal wieder ein Buch für mich. Ich merke nämlich, dass ich langsam auch mal wieder Zeit habe in einem Buch zu blättern und zu lesen. Und es gibt doch soooo viel zu entdecken. Ich jedenfalls kann ich Kinder verstehen, die sich beim Entscheiden für Bücher immer sehr schwer tun.


Freitag, 13. Oktober 2017

Kleinkindabteil im ICE4


Erfahrungen Kleinkindabteil Reisen mit Baby im Kleinkindabteil ICE ICE4

Neulich waren wir ja mit dem ICE4 unterwegs. Das ist ein neuer Zug, der zur Zeit auf der Strecke Berlin- Hamburg getestet wird. Und wir hatten das zweifelhafte Glück, das Kleinkindabteil austesten zu dürfen.

Pro und Contra Kleinkindabteil


An und für sich finde ich Kleinkindabteile eine gute Idee. Die Kinder haben Raum zum Spielen, Krümeln, Kind sein. Und es gibt eine Tür, die dafür sorgt, dass Eltern ihrem Nachwuchs nicht ständig hinterherlaufen müssen.
Andererseits ist es halt auch ein bißchen wie im Zoo. Die Kinder sind "eingesperrt" in einem extra Bereich, abgetrennt von all den anderen Menschen, denen sie potentiell auf die Nerven gehen könnten. Alles hat, wie so oft, zwei Seiten. Aber ich habe meinen Frieden mit diesem Abteil gemacht und versuche in der Tat immer dort zu reservieren wenn wir reisen. Denn so entgehe ich genervten Reisenden, die meine Kinder als zu laut empfinden.


Mittwoch, 11. Oktober 2017

Nachhaltig werden - die Challenge



Wie ihr wisst mache ich mir viele Gedanken darum wie wir alle nachhaltiger leben können. Was der kleinste Beitrag ist den jeder von uns beisteuern kann. Aber auch: Wie mache ich das mit meinen Kindern, wie vermittel ich ihnen, Werte, wie erkläre ich was mit der Umwelt geschieht. Wieso kaufe ich nicht 100 Plastikspielzeuge und wieso müssen wir jetzt die alten Schuhe vom Runzelfüßchen suchen, damit Herr Annika auch ein Paar Hausschuhe hat.
Ich bin wenig dogmatisch was meine Nachhaltigkeit angeht und ich gebe zu: Ich bin nicht perfekt. Ich habe da diesen Schuhtick, der nur in sofern nachhaltig ist, als dass ich die Schuhe Second Hand kaufe, weil die allermeisten Menschen die Schuhe dann doch nicht anziehen.

#Nachhaltigwerden 


Aber ich habe 100 Fragen und ganz oft keine Lösung. Oder ich werde mutlos, weil ich nicht glauben kann, dass ich die Einzige bin, die sich für Nachhaltigkeit interessiert. Das ist natürlich Quatsch, ich bin nicht allein, und ihr seid es auch nicht. Und weil ich glaube, dass man gemeinsam immer stärker ist als allein starten Susanne, Rachel und ich zusammen mit euch eine Challenge. Nachhaltigwerden heißt die, und sie wird uns und euch die nächsten vier Wochen begleiten.


Dienstag, 10. Oktober 2017

Werbung: Nintendo Switch - endlich wieder spielen





Ich war vielleicht 5 Jahre alt, als ich das erste Mal ein Nintendo-Spiel gesehen habe. In einem Urlaub mit meinem Eltern sah ich das erste Mal Donkey Kong auf einem Videospielautomaten. Später spielte ich irgendwann das erste Mal Ice Climber auf dem NES oder Super Mario World auf einem Super NES. Seitdem haben mich die Spiele von Nintendo nicht mehr los gelassen. Umso habe ich mich gefreut als ich das Paket mit einer Nintendo Switch aufmachen durfte.

Seitdem ich Papa bin, komme ich nicht mehr zum spielen


Als Papa mit zwei Kindern habe ich sehr wenig Zeit. Zumindest kam ich in den letzten Jahren kaum dazu, meine, mittlerweile ein wenig betagte, Wii oder mein 3DS anzuwerfen. Zudem konkurrieren meine Frau und ich um den gleichen Fernseher im Wohnzimmer. Wenn ich am Fernseher spiele, kann sie nicht Netflix schauen. Oder umgekehrt. Was mit der Switch auf jeden Fall geht: ich kann entweder mobil auf dem eingebauten Bildschirm spielen oder die Konsole über das Dock an den Fernseher anschließen und dort zocken. Vor allem: ich kann in der Regel das Spiel einfach pausieren und später dort weitermachen, wo ich aufgehört habe - wenn Herr Annika oder das Runzelfüßchen nach dem einschlafen Abends nach mir rufen.

Sonntag, 8. Oktober 2017

Von Ruhe und Geschirr - das Wochenende in Bildern



Dieses Wochenende hatten wir ganz viele Pläne und KEINEN davon umgesetzt. Muss man ja auch mal machen. Wir haben ein bißchen die Ruhe genossen die am Sonntag dann aber irgendwie vorbei war. Da gingen sehr viele Dinge zu Bruch. Nun ja, das Leben mit Kindern eben.
Ihr könnt das zweite Buchpaket gewinnen und ich verrate, wer das erste gewonnen hat. 

Samstag, 07. Oktober 2017

Wir gehen Frühstücken. Ich liebe das sehr, aber wir machen es eher selten, was vor allem an mir liegt. Da Herr Annika ja nach wie vor schlecht schläft schlafe ich am Wochenende meist aus. Sonst wäre das ehrlich gesagt alles nicht machbar. Deswegen frühstückt der Rest der Familie allein und macht sich einen schönen Vormittag. Diesmal nicht. Ich bin früh wach und wir gehen essen.

Danach gehts, wie jedem Samstag, in die Bibliothek. Das Buch hier finde ich lustig, die Kinder finden es total doof. Ich glaube, es ist eher für die Älteren gedacht. Nun ja. Wir werden trotzdem fündig.

Als Herr Annika Mittagsschlaf macht fahre ich mit dem Runzelfüßchen ein wenig shoppen. Sie braucht im Prinzip alles neu. Angefangen bei Gummistiefeln bis hin zu Strumpfhosen. Also alles, was ich nicht nähe, denn die Hosen und Pullis, die nähe ich lieber selbst. Sonst müsste das Runzelfüßchen am Ende solch einen Quatsch tragen. Ich bin tatsächlich immer wieder schockiert was es da so für Kinder gibt. (Obwohl ich das Shirt jetzt nicht sooo furchtbar finde.)

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Kinderbücher über den Tod

"Mama, was ist Tod?" - das fragt mich das Runzelfüßchen immer wieder. Es ist einfach ein Thema, das meine Dreijährige interessiert. Das fing Anfang das Jahres mit Benjamin Blümchen und dem Tod an, einer sehr unglücklichen Episode des Hörspiels.
Seit dem hat meine Tochter immer mal wieder Fragen dazu. Und auch eine Antwort: "Mama, können wir in der Bibliothek nachfragen?"

Kinderbücher über den Tod


Und genau das haben wir gemacht. Und wo wir schon mal da waren und einige Bücher empfohlen bekamen habe ich am Ende noch ein paar mehr Bücher rund um das Thema Tod, kindgerecht aufbereitet, mitgenommen. Wir haben, über Wochen hinweg natürlich, alle Bücher einmal angeschaut. Ich musste ja auch feststellen: Was findet eine Dreijährige wirlich gut? Nach zwei Monaten meinte meine Tochter dann: "Mama, ich weiß jetzt alles über den Tod. Können wir jetzt Bienen gucken?"

Tod in Kinderbüchern - es fehlt noch etwas


Das wird also spannend hier. Aber ich dachte mir ich bin ja vielleicht gar nicht allein mit der Suche nach Büchern, die Tod kindgerecht und behutsam erklären. Deswegen kommt hier eine Liste mit Büchern und dazu immer ein paar Worte von mir.
Was ich ganz generell mal festhalten muss: Tod scheint in Kinderbüchern etwas zu sein, dass meist nur alten Menschen passiert. Das finde ich sehr schade. Denn es ist nun mal traurige Lebensrealität, dass auch Kinder sterben, Eltern oder Tiere. In dem Bereich fehlen mir tatsächlich noch Anregungen, kindgerecht über den Tod zu sprechen. Auch was die Gründe für den Tod angeht, was jetzt sicher eher für Kinder über fünf Jahren wichtig ist, sind noch rar gesät.


Sonntag, 1. Oktober 2017

Große Bücherliebe - das Wochenende in Bildern



Dieses Wochenende waren wir in Hamburg. Und weil wir bereits am Freitag anreisten gibt es eine etwas längere Version vom Wochenende in Bildern. Und ach, was gewinnen könnt ihr natürlich auch. Wenn wir eine gute Zeit haben, dann sollt ihr das natürlich auch!

Freitag, 29. September 2017


Wir machen uns auf den Weg nach Hamburg. So irgendwie halbwegs pünktlich, wie das mit Kindern eben so ist. Ich habe am Abend zuvor noch diesen schönen Stoff gefunden und MUSSTE mir einfach einen Rock für die Reise draus nähen. Er hat sogar Taschen, denn nichts geht im Leben mit kleinen Kindern über Taschen. Die Kids sind aufgeregt, auch wenn sie keine Ahnung haben was wir da eigentlich machen. Das Runzelfüßchen freut sich auf die Bahnfahrt und ist gespannt auf die Wohnung, in der wir schlafen. Na, jeder hat so seine Präferenzen, nicht wahr.

Nach einem kurzen Schlenker um die Ferienwohung zu beziehen sind wir, mit etwas Verspätung, dann doch im Carlsen-Verlag angekommen. Die Kinder entdecken diese kleinen Pixifiguren, in denen immer gefühlt 100 Pixibücher liegen und räumen sie leer. Und ich wieder zurück. So geht das eine Weile, bis alle die Blogger_innen, die inzwischen eine Ralley durchs Verlagsgebäude absolviert haben, wieder zurück sind. Und dann gibts erstmal Brote. Der Carlsen-Verlag hat zum Bookfamilia-Tag geladen, einem Tag, an dem einige Blogger_innen den Verlag mal ganz genau kennenlernen dürfen und so ziemlich alles fragen, was es rund um Kinderbücher so zu wissen gibt. Seid gewiss, ich habe davon reichlich Gebrauch gemacht.
In einer Pause gab es Schlangen, eine Spinne und dieses Chamäleon zu bewundern. Dieser kleine Kerl hat das Runzelfüßchen und mich schwer begeistert. "Papa, guck mal, Mama hat einen Drachen auf dem Arm, kooooommmmmm!" rief meine Tochter so laut, dass es wirklich alle mitbekamen. Später hatte sie dann das Chamäleon auch auf dem Arm, das habe ich allerdings nur erzählt bekommen. Denn es gab eine ganz großartige Kinderbetreuung, bei der sich mein Kind so wohl fühlte, dass ich sie immer nur in den Pausen sah. In der Zwischenzeit lies sie sich vorlesen und stöberte nach Bücherschätzen.

Mittwoch, 27. September 2017

Ein Kleinkind stillen

Runzelfuesschen Kleinkind stillen Langzeitstillen Erfahrung Langzeitstillen


Herr Annika ist inzwischen ein Kleinkind von 16 Monaten und wird nach wie vor sehr gern gestillt. Er isst auch alles was stückig ist und er mit seinen kleinen Fingern greifen kann. Mein Baby, das er wohl trotzdem noch eine Weile sein wird, isst sehr gut, er gedeiht und wird kräftig, verschlingt manchmal eine genauso große Portion Nudeln wie seine Schwester. Und doch, in einem Alter in dem seine Schwester schon nicht mehr gestillt wurde, da verlangt er weiterhin nach Muttermilch.

16 Monatsbaby stillen


Er will an meiner Brust trinken, kuscheln, ruhen. Er will hier einschlafen, Energie und Liebe tanken. Manchmal zwölf- bis fünfzehnmal in 24 Stunden. Ich habe das mal interessehalber gezählt, aber nicht, weil daraus irgendeine Konsequenz erfolgt. Er möchte gestillt werden, also stille ich. Im Restaurrant, im Grünen, auf dem Spielplatz, im Kindergarten, wenn ich seine Schwester abhole. Mein Sohn bestimmt wann er diese besondere Nähe braucht und ich lasse das zu.
Es stört mich auch nicht,  dass es eben vergleichweise oft ist. Irgendwann wird mein Sohn nicht mehr gestillt werden wollen, den Zeitpunkt entscheidet er. Oder aber ich, vielleicht, weil es mir irgendwann doch zuviel ist. Soweit in die Zukunft kann ich nicht schauen um das nun schon festzulegen.


Dienstag, 26. September 2017

Papa bloggt: Politik und Kinder



Am Sonntag war es so weit: Um 18 Uhr schauten vier Erwachsene, wir hatten Freunde zu Besuch, wie gebannt auf das Smartphone mit Livestreaming - Hochrechnungen zur Bundestagswahl wurden präsentiert. Wir hätten auch den Fernseher anmachen können, aber vielleicht sollte man seine Kinder noch ein wenig von der Politik abschirmen und Herr Annika ist definitiv zu jung für Fernsehen. Es war schon schwierig genug, eine Wahlkabine zu besuchen, ohne dass beide Kinder zu viel Unordnung machten. Den ganzen Irrsinn einer Dreijähirgen zu erklären, ist auch nicht einfach.

Wählen ist eine erste Sache


Vielleicht hätten wir einfach Briefwahl machen sollen. Einerseits wäre der Wahlakt einfacher geworden. Andererseits konnte man sich die Entscheidung bis zum Schluss offen halten, um dann doch das zu wählen, was man auch vor vier Wochen hätte wählen können. Auf jeden Fall waren wir mit Kindern im Wahllokal. Wahllokal klingt so gemütlich, dabei ging es da eher zugig zu wie am Bahnhof. Viele Menschen, einige auch mit Kindern, standen in Schlangen an. Aber plötzlich ging es alles ganz schnell und ich hatte meine Unterlagen schon in der Hand. Leider hatte ich mich nicht richtig informiert: so lange ein Kind nicht lesen kann, darf es mit in die Wahlkabine kommen. So mussten Herr Annika und meine Tochter leider trotzdem jeweils bei einem Elternteil bleiben, bis der andere gewählt hatte. Das gefiel meiner Tochter überhaupt nicht - sie beschwerte sich und wäre gerne dabei gewesen, wie wir da unseren geheimen Dingen nachgingen. Wenn sie gesehen hätte, wie wir ganz lapidar Kreuze gemacht haben, hätte sie nur den Kopf geschüttelt. Und dafür standen die ganzen Menschen an?

Sonntag, 24. September 2017

Voller Ruhe - das Wochenende in Bildern



Dieses Wochenende war gaaaanz ruhig. Es war so bitternötig, nach knapp zwei Wochen voller Anstregnungen. Das ging weder an uns, noch an den Kindern spurlos vorüber, deswegen war klar: Dieses Wochenende machen wir nur, worauf alle Lust haben.

Samstag, 23. September 2017


Der Tag beginnt mit Lesen und einem Besuch in der Bibliothek. Natürlich. Dieses Buch hier ist gerade mein Liebling. Und das Runzelfüßchen findet die beiden Klempner auch total super.

Wir ziehen weiter, ein bißchen die Stadt erkunden. Das Runzelfüßchen liebt gemeinsame Bahnfahrten und Herr Annika verschläft alles. Ich muss immer wieder lachen wenn ich feststelle: So als Familie mit zwei Kindern braucht man plötzlich vier Plätze. Ein "Abteil" in der Bahn ist also nur für uns.


Mittwoch, 20. September 2017

Interview und Verlosung mit Susanne von Geborgen Wachsen

Runzelfuesschen Elternblog geborgen wachsen auf runzelfuesschen Gewinnspiel Rezension ich will aber nicht

 Wer von euch kennt Susanne und ihren Blog "Geborgen Wachsen" eigentlich nicht? Ich jedenfalls lese schon so lange bei Susanne und freue mich immer sehr über ihre neuen Ideen und all ihre Umtriebigkeit. Gerade sind es zwei Bücher von ihr, die es mir sehr angetan haben, auch, weil meine Kinder ja in unterschiedlichen Lebensphasen stecken. Nach "Geborgen Wachsen- das Buch" beschäftige ich mich also mit "Geborgene Kindheit" und "Ich! will! aber! nicht!".

Geborgene Kindheit von Susanne Mierau

Während es in "Geborgene Kindheit" eben um genau das geht, behütet und mit Verständnis groß zu werden, widmet sich ihr neuestes Buch (das es erst seit einer Woche im Handel gibt) dem Thema Trotzphase / Autonomiephase. Auch in dieser, für Eltern und Kinder gleichermaßen aufreibenden Phase ist es natürlich wichtig, dass Kinder sich angenommen fühlen.
Ich mag tatsächlich beide Bücher sehr gern, allerdings aus unterschiedlichen Gründen. "Geborgene Kindheit" ist eher ein Hintergrundwerk, hier lese ich immer mal wieder rein, zu Themen, die mich gerade mit den Kindern bewegen.

"Ich! will! aber! nicht!" - eure Hilfe durch die Trotzphase

Bei "Ich! will! aber! nicht!" ist das ein bißchen anders. Dieses Buch ist natürlich zeitlich eingegrenzter, die Autonomiephase erstreckt sich (zum Glück :D ) ja nicht über die gesamte Kindheit. Das Buch ist aber auch toll gemacht, mit vielen Fotos und erklärenden Texten. Und, das finde ich besonders großartig, mit lauter Praxisbeispielen. Die hat Susanne in mühevoller Arbeit von anderen Blogger_innen zusammengesucht, sie geben dem Buch aber so unglaublich viel. Und wenn ihr euch fragt, ja, auch ich durfte dazu beitragen. Erinnert ihr euch noch an das beißende Runzelfüßchen? Tja, darum geht es natürlich auch in Susanne´s neuem Buch. Die gute Nachricht: Ihr könnte "Ich! will! aber! nicht!" auch zweimal gewinnen!


Dienstag, 19. September 2017

Papa bloggt: Wenigstens mal einen Termin machen


Das Leben als Eltern kann manchmal hart sein. Ich selber habe Termine, meine Frau hat Termine und die Kinder haben natürlich auch Termine. Leider sind wir relativ schlecht organisiert. Wir haben keinen gemeinsamen Google-Kalender in der Wolke, kein Kanban-Tafeln in unserem Flur und nicht irgendwelche Zettel oder Post-Its am Kühlschrank. Aber da wir doch relativ miteinander reden, klappt es trotzdem, dass jemand die Kinder betreut oder zur Vorsorgeuntersuchung geht. Letztens kam es leider zum Konflikt. Ich hatte einen Termin gemacht und musste meine Frau hinschicken.

Ich bin der Zahnarzt-Papa


Wenn ich ein kleines Kind wäre und für einen mir fremden Menschen den Mund aufmachen sollte, würde ich auch nicht vor Begeisterung quietschen. So ging es dem Runzelfüßchen anfangs auch, aber seit einiger Zeit gehen wir dort meist zusammen hin und es klappt hervorragend. Seitdem bin ich der Zahnarzt-Papa und mache auch die Termine für den Zahnarzt aus. Herrn Annika hatte ich auch schon mitgenommen und ihm gefällt es auch schon ein wenig. Da ich die Termine ausmache, sind diese sehr früh. So dass ich noch bequem zur Arbeit fahren kann.

Sonntag, 17. September 2017

Von "Hör bitte auf damit" - das Wochenende in Bildern


Dieses Wochenende war für mich sehr arbeitsintensiv. Und ich glaube, genau weil das so war, wurde es für und mit den Kindern dann doch etwas anstrengend. Denn der wohl meist gesagte Satz dieses Wochenende war: Hörst du bitte auf damit?"

Samstag, 16. September 2017


Das Runzelfüßchen hat sich eine Kuschelhöhle gebaut. Sieht kuschelig aus. Nachdem ich etwas länger schlafen konnte, stoße ich zum Vormittagstrubel dazu. Irgendwie bin ich aber nicht so richtig ausgeschlafen, was daran liegt, dass ich gerade soviel um die Ohren habe und nicht so richtig zur Ruhe komme. Nicht gut, weiß ich selbst, aber manchmal ist es wohl so. In die Höhle vom Runzelfüßchen passe ich leider nicht rein.

Mein Mann lässt mir, sehr dezent, immer mal irgendwo in unserer Wohnung Artikel rumliegen, die ich mal lesen soll. Das merke ich nur daran, dass die Zeitschrift dann tagelang nicht umgeblättert wird. Ich weiß auf jeden Fall jetzt wieder etwas mehr über Werbung im Internet, allerdings bin ich davon überzeugt, dass ich eh schon sehr transparent bin und lieber einmal mehr "Anzeige" drüber schreibe, als einmal zu wenig.



Wir gehen mal wieder in die Bibilothek. Und dieses Buch hier macht mich tatsächlich stinkesauer. Ich habe es, aus Versehen, nicht in der richtigen Bibliothek abgegeben, hier ist das ja alles nach Stadtteilen gegliedert. Und das Runzelfüßchen, das neben mir rumzappelte, verhinderte, dass ich das nochmal kontrollierte. Zack, das Buch war weg und ich musste einen Euro zahlen. Total sinnlos. Und ja, an solchem Quatsch kann ich mich hochziehen.
Anschließend will das Runzelfüßchen in den Kinderbereich, ich erkläre, dass ich nur noch ganz kurz an einer Stelle direkt daneben um die Ecke etwas suche. 2 Minuten später suche ich die Bibliothek ab, bis ich es neben der Eingangstür weinen höre. Meine Tochter hat sich auf den Weg gemacht und ganz viele Menschen haben sich um sie gekümmert. Sie war sehr verängstigt und auch ich hab einen ordentlichen Schrecken bekommen. Und war gleichzeitig froh, dass es eben doch Menschen gibt, die sich sofort kümmern.

Mittwoch, 13. September 2017

Mein Kind, dein Kind - guckt das nicht





Neulich hatte ich einen anstregenden Vormittag und als Herr Annika endlich schlief Lust auf eine Runde Netflix. Beim Anschalten vom Fernseher wurde mir dann plötzlich das laufende Programm angezeigt. Es lief "Mein Kind, dein Kind". Ich konnte nicht wegschalten. Ehrlich. Die Teaser, die die Fernsehleute da zusammengeschnitten haben, die waren einfach zu "gut".

"Mein Kind, dein Kind" auf VOX


Für alle, die diese Sendung, wie ich, nicht kennen, hier mal eine kleine Vorstellung vom Sendekonzept:
Zwei Eltern, in aller Regel Mütter, es gab aber auch schon Väter, treten zum "Erziehunsgvergleich" an. Beide Mütter (ich schreibe das jetzt mal der Einfachheithalber) wollen sich messen, wollen zeigen wie ihre Erziehung funktioniert und, ich mutmaße hier, Lob bekommen für ihre Kinder. Oder für sich, vermutlich geht es am Ende wohl genau darum. Dazu besuchen sich die Mütter gegenseitig um einen irgendwie typischen Tag bei der Anderen zu erleben und zu schauen wie andere das denn eigentlich so machen. Als wäre das noch nicht "interessant" genug gibt es dann noch jede Menge Familien, die das Ganze kommentieren. Also im Klartext: Die lästern dann darüber wer jetzt in ihren Augen was wie falsch macht.


Dienstag, 12. September 2017

Papa bloggt: Mit Kindern essen gehen


Letztens musste ich schmunzeln als mir ein anderer Vater erzählte, er würde im Moment nicht mehr mit seinen Kindern ein Restaurant betreten. Also so niemals, nicht, so gar nicht. Es war ihn einfach zu stressig. Ich musste sehr lachen und dachte, mir wäre das in der Regel nicht zu anstrengend. Aber in letzter Zeit habe ich öfters darüber nachgedacht, ob essen gehen mit Kindern vielleicht doch zu nervig ist.

Essen gehen, wenn die Kinder sehr hungrig sind


Wir waren vor kurzem essen und es war leider schon etwas später. Eigentlich war es nicht viel später als sonst, aber Herr Annika hatte Hunger. Zum Glück brachte eine Kellnerin Brot mit Aufstrich vorab vorbei, denn mein Sohn hatte schon angefangen mit der Gabel auf den Teller zu hauen. Nachdem Herr Annika die Scheiben dunkles Brot verschlang, hatte er natürlich noch immer Hunger. Eigentlich war für ihn Rührei mit Kartoffeln vorgesehen gewesen, aber wir mussten ihm noch mehr Brot bestellen, da er einfach keine Geduld hatte. Wenn er schon mehr sagen könnte, hätte er "wir haben Hunger, Hunger, Hunger" gerufen. Daraus habe ich gelernt: entweder die Wartezeiten dürfen nicht besonders lang sein, oder die Kinder nicht besonders hungrig.

Kinder haben kaum Geduld


Während Erwachsene sich im besten Fall etwas im Gasthaus zu erzählen haben, unterhalten sich Einjährige nicht unbedingt gerne an einem gepflegten Tisch mit Tischdecke. Mein Sohn will laufen, spielen, Quatsch machen und das geht in einem engen, mit Tischen zugestellten und vollem Restaurant meist nicht. Das Runzelfüßchen schaut sich auch mal ein Buch ein oder lässt sich vielleicht etwas vorlesen, aber Herr Annika will einfach losrennen, während man auf das Essen wartet. Ideal sind deshalb Restaurants, die entweder eine Spielecke für Kinder haben oder wo es irgendwie noch ein wenig Platz für Kinder gibt. Am besten auf einer Terasse oder sogar in einem Garten.

Sonntag, 10. September 2017

Aus Zinnowitz - das Wochenende in Bildern

Dieses Wochenende waren wir spontan an der Ostsee. Mein Mann hatte Geburtstag und hat sich diesen kleinen Urlaub gewünscht. Und wer bin ich, dass ich da widderstehen könnte. :D

Samstag, 09. September 2017



Der Geburtstag ist da! Die Kinder hatten sich Pullis gewünscht, mit denen sie ihrem Papa gratulieren können. Weil ich es dann doch für leichte Verschweundung hielt Pullis zu nähen auf denen Happy Birthday draufsteht (so oft werden sie ja nun auch nicht eingeladen), entschied ich mich für "Happy Happy". Herr Annika hat den Stoff für die Ärmel ausgesucht, das Runzelfüßchen die Farben für die Schrift und den Piraten. Eine echte Gemeinschaftsarbeit also. Und ja, ich bin da sehr stolz drauf. Wenn ich könnte, ich glaube ich würde nur solche Pullis gemeinsam mit Kindern designen.

Das Runzelfüßchen und ich sind sehr früh losgezogen um hier vor Ort noch Kuchen zu besorgen. Und diese Geburtstagszahlen, ich war, wie ihr merkt, top vorbereitet. Der Kuchen schmeckt, die Geschenke gefallen, was soll ich da groß meckern. Wir haben lange gefrühstükt und wollten dann an den Strand. Leider regnete es sehr.


Dienstag, 5. September 2017

Papa bloggt: Sind Kinder Statussymbole?


Italienisches Eis im Becher
Die Frage in der Überschrift ist tatsächlich ein wenig übertrieben gemeint. Kinder sind an sich kein Statussymbol, sondern im besten Fall der Himmel, wie schon mal erklären konnte. Aber wie man an fast allem irgendeinem Status festmachen kann, wird oft versucht, sich mit Kindern abzugrenzen. Was umso komischer, weil Kinder eigentlich nicht lernen sollten, dass ein Kind oder eine Familie besser ist.

Der Kinderwagen als Abgrenzungsobjekt


Wir haben einen Kinderwagen und leider war dieser teurer als er hätte sein müssen. Im Nachhinein habe ich micht wirklich gefragt, wieso wir vor der Geburt vom Runzeflüßchen so einen Aufwand für einen Kinderwagen getrieben haben. Herr Annika hat den, noch immer voll funktionsfähigen Kinderwagen vielleicht fünfmal benutzt, wenn überhaupt. Ich trage meinen Sohn noch immer sehr gerne selber, einfach weil ich es oft praktischer finde. Trotzdem werde ich die Blicke mancher Eltern nie vergessen, die auf den Kinderwagen gerichtet waren. Dabei sind diese am Ende doch wirklich relativ egal: sie werden manchmal gar nicht, in der Regel nicht lange genutzt und die meisten lassen sich halbwegs vernünftig durch die Gegend rollen. Nach einem halben Jahr ist die Babyschale eh oft zu klein, der Sportwagenaufsatz dann doch zu groß und wuchtig und dann wird vielleicht ein günstiger und faltbarer Buggy gekauft.

Sonntag, 3. September 2017

Von schlechter Laune und neuen Plänen - das Wochenende in Bildern

Dieses Wochenende war eigentlich schön. Eigentlich, denn wie immer wenn man eigentlich glücklich ist, dann ist ein bißchen auch der Wurm drin. Oder sollte das nur mir so gehen?

Samstag, 02. September 2017

Die Kinder haben ein Paket von Susanne bekommen. Und sind natürlich Feuer und Flamme. "Lauras Stern" kannte das Runzelfüßchen noch nicht, jetzt gibt es hier nichts anderes mehr. Und das kleine Schablonenheft ist ihr neuer Schatz, den wir Eltern nur in Absprache mit ihr anschauen dürfen.

Wir gehen, ihr ahnt es schon, mal wieder in die Bibliothek. Dieses Buch beschreibt die Laune fürs gesammte Wochenende dann doch ganz gut. Das Runzelfüßchen interessiert sich nach "Tod" für das Thema Geister und bespricht selbstständig mit der Biblothekarin ihre Wünsche. Ich mag das sehr, dass die Frau auch so genau auf meine Tochter eingeht. Für meinen Sohn will sie auch etwas suchen und landet dann bei diesem Buch.


Freitag, 1. September 2017

DIE Mutter aus dem Prenzlauer Berg - die gibts doch gar nicht



Achtung, es kommt eine super Einleitung: Eigentlich sollte an dieser Stelle ein Rezept stehen, hatte ich euch ja versprochen. Aber das muss warten, denn ich muss einfach mal meinen Frust über die vielbeschriebene "Prenzlberg Mütter" loswerden.

So sind Mütter aus dem Prenzlauer Berg


Was sind diese Mütter aus dem bekannten Berliner Stadtteil nicht alles: überbehütend, kochen alles selbst (deswegen der Hinweis aufs Rezept), zuckerfrei, Holzspielzeugfanatikerinnen, Latte Macciato trinkend, im SUV durch die Gegend fahrend, selbst gar nicht arbeitend, dafür verheiratet mit einem Mann der ordentlich Kohle hat. Die Kinder sind angeblich alle nur in Wolle-Seide gekleidet, spielen nie mit Plastikspielzeug, werden entweder getragen oder im Designerkinderwagen durch die Gegend geschoben. Überhaupt sind die Kleinen ein absolutes Statussymbol und die richtige, die gute Mutter aus dem Prenzlauer Berg, die gibt sich selbst auf.

Selbstaufgabe als Ziel der Kindererziehung


Sie richtet ihr gesamtes Leben nach dem Kind aus, lässt es, obwohl sie das nicht mag, im Familienbett schlafen, geht mit Fieber und Grippe im Park "das Kind lüften" und besucht Pekip-, Schwimm-, und Windelfrei-Kurse, weil das Baby die unbedingt braucht. Sie backt Kuchen, um auf Kita-Listen zu landen, schickt ihr Kind dann zur Tagesmutter, die öko-bio-dynamisch kocht und holt das Kind nach dem Mittagessen ab. Denn eigentlich, wir erinnern uns, arbeitet sie ja nicht.


Mittwoch, 30. August 2017

Babykurse - wieso ich darauf keine Lust habe



Bettie von Frühes Vogerl und ich schreiben ab und zu darüber, wie das Leben mit zwei kleinen Kindern so ist. Ein wiederkehrendes Thema dabei: Machst du einen Kurs zusammen mit Herrn Annika? Und wie schon beim Runzelfüßchen lautet meine Antwort: Nein, auf keinen Fall!

Pünktlich zum Babykurs - lieber nicht


Dabei habe ich eigentlich gar keine wahnsinnig große Abneigung gegen diese Kurse. Ich habe nur festgestellt: Für mich ist das gar nicht. Zum Einen, weil ich es nicht schaffe mit Kindern auf die Minute pünktlich zu sein. Also ich könnte das natürlich, mit früher Losgehen, mehr Zeit einplanen und Disziplin, aber hey, mir ist es das nicht wert. Ich bin da vielleicht etwas "laissez faire", aber für mich ist dieser Zeitstress einfach nichts. Das war bei beiden Kindern so, nur, dass ihr mich da nicht falsch versteht.

Sonntag, 27. August 2017

Von Essen und Freunden - das Wochenende in Bildern


Dieses Wochenende waren wir unternehmungslustig. Wir waren in der Bibliothek, haben Kuchen gebacken, Freunde überrascht und besucht.

Samstag, 26. August 2017


Der Tag beginnt, wie eigentlich fast jedes Wochenende, mit einem Bibliotheksbesuch. Das Runzelfüßchen möchte für sich und ihren Bruder neue Bücher ausleihen und auch wenn ich mich über die Schlepperei ärgere, ich freue mich so sehr, dass meine Kinder Bücher so sehr mögen. Herrn Annika sind die Bücher noch nicht sooo wichtig, er nimmt, was er kriegen kann. Aber das Runzelfüßchen wägt ab, blättert durch welches Buch sie interessiert und welches nicht. Ich mag das.
Leider ist das Buch, auf das ich es abgesehen habe dann doch schon ausgeliehen.


Anschließend sind wir hungrig und gehen in einen Bäcker, der eine Kinderspielecke hat. Die Kinder wollen gar nicht mehr gehen und wir Eltern müssen darüber schmunzeln wie sehr die Zwei Spaß miteinander und einem Plastikspielhaus haben können. Da werden Türe zugeschlagen, vor dem Abschied gewunken und Post verteilt. Auch wenn ich solch ein Monstrum nicht bei uns in der Wohnung möchte, ich mag es, den Kindern beim Spielen darin zuzusehen.
Später, davon gibt es kein Foto, waren wir im Fahrradladen. Wir wollen gern ein neues Rad für meinen Mann und mich kaufen, also wenn das Lastenrad mal nicht im Einsatz ist. Leider gibt es keine Räder in der für uns gesuchten Größe. Dafür fährt das Runzelfüßchen mal ein Fahrrad Probe. Ich halte es für zu früh, aber sie will es unbedingt versuchen.

Freitag, 25. August 2017

Interview mit Mama denkt: Wie wir mit uns nicht so streng sind



Nachhaltigkeit im Familienleben, das ist ja gar nicht so einfach. Weil ich da noch ganz schön viel lernen kann habe ich mal bei Rachel angefragt. Sie schreibt auf "Mama denkt" über ihren Weg und gibt jede Menge Tipps rund um die Themen Achtsamkeit und nachhaltiges Leben.
Für dieses Interview hatte ich einen konkreten Aufhänger, aber beim Lesen werdet ihr merken: Rachel hat einen ganz tollen Blick auf das Leben, da sind die Themen irgendwie oft auch miteinander verwoben.

Liebe Rachel, stellst du dich mal bitte kurz vor?

Hallo, liebe Andrea und hallo ihr lieben Runzelfüßchen-Blogleser. Wie schon gesagt, mein Name ist Rachel und ich bin vieles. Zum einen Mutter dreier Kinder, Bloggerin auf MamaDenkt, diplomierte Sozialarbeiterin, unterwegs in Sachen Nachhaltigkeit und begeistert von ökologisch wertvollen Ideen.
Zum anderen mag ich es Dinge zu durchdenken, ja, der Blogname ist Programm, und im Anschluss konkret umzusetzen. In den vergangenen Jahren haben wir viel vom Minimalismus gelernt, haben unseren Besitz reduziert, unsere vier Wände ausgemistet und gelernt auf unser Herz zu hören. Wir sind noch nicht an dem Punkt, den ich mir für uns als Familie wünsche. Aber das kommt und wenn ich eins gelernt habe, dann mir und meiner Familie keinen Druck zu machen, sondern gut mit uns umzugehen. Was passt, das passt. Dinge, die sich nicht in unserem Alltag umsetzen lassen, werden erst einmal verschoben und zu einem anderen Zeitpunkt auf andere Weise ausprobiert.

So, ich habe ja ganz konkrete Fragen an dich. Und ich hoffe sehr, du kannst mir helfen. Ich habe vor ein paar Tagen gedacht: jetzt oder nie, ich entrümpel mal einen klitzekleinen Teil meines Lebens und griff zum Handy. Denn ich gebe zu: Da sammelt sich über die Jahren ganz schön was an. Kennst du das auch?

Aber natürlich. Wenn ich da an meine Bilder auf meinem Handy denke… Junge, Junge.

Beim Löschen von über 100 Kontakten dachte ich: Wieso ist das denn nur so schwer, hier mal zu entrümpeln? Wieso, glaubst du, hängen wir an Kontakten die wir jahrelang nicht kontaktiert haben?

Puh,… wieso hängst du an einem Kleidungsstück, das dir schon längst nicht mehr passt, weil es viel zu groß oder, in meinem Fall, viel zu klein ist? Wieso fällt es dir schwer das erste gemalte Bild eines deiner Kinder, oder den ersten Strich oder was auch immer in die blaue Tonne zu werfen?