Freitag, 30. September 2016

Liebe Miniberlin: Papa und ich

Runzelfuesschen Elternblog Leben mit Kleinkind Eifersucht unter Kindern Mamakind Papakind


Liebe Miniberlin,

im letzten Brief hast du ja geschrieben, dass du deine Mama gern mal für dich hättest. Soll ich dir was sagen: Das geht mir auch so. Aber ich verrate dir meinen Trick: Wenn Mama nicht kann, dann geh ich eben zu Papa.

Besonders am Wochenende klappt das natürlich gut, weil mein Papa da viel Zeit für mich hat. Ich stehe dann immer extra früh auf, also sobald es hell ist und hüpfe auf Papa herum. Dabei rufe ich ganz laut "Aufstehen, Papa, aufstehen." Mama schubst Papa dann meist aus dem Bett, weil sie immer noch schlafen will. Verstehe ich ja auch, immerhin schläft mein Bruder nachts nicht so viel.


Mittwoch, 28. September 2016

Unterstützt mich oder schweigt

Runzelfuesschen Elternblog Leben mit Kleinkind Leben mit Baby Menschen und Baby Mit Kind in Berlin


Liebe Mitmenschen,

an und für sich freue ich mich fast immer über Austausch mit euch. Ein kurzer Plausch in der Bahn, an der Ampel, im Supermarkt. Über das Wetter, meine Kinder, eure Reisen. Auch tiefer gehende Gespräche über das Leben im Allgemeinen und eures im Besonderen sind erhellend und in aller Regel willkommen. Ihr überschreitet manchmal Grenzen, aber so ist das, und meistens komme ich damit klar. Oder ärgere mich. Und sage euch das. All das ist fein und gehört zum Leben in einer Großstadt dazu.

Keine Kommentare zum schreienden Kind


Aber bitte, bitte hört auf mich und mein schreiendes Kind zu kommentieren. Ihr beobachtet mich, wie ich den kleinen Herrn Annika trage, wie ich mit ihm rede, ihn küsse, wickle, stille. Ihr seht wie ich über den Kinderwagen gebeugt stehe, mein Gesicht ganz nah ans Baby schiebe. Wie ich für ihn da bin, auch wenn er brüllt und brüllt und brüllt.
Ihr seht und hört wie ich seine Schwester beruhige, die, ganz nebenbei, an mir zerrt, die Aufmerksamkeit von Mama will, die einen Plan hat wie ihr Nachmittag aussehen soll. Der beinhaltet in aller Regel einen Spielplatzbesuch, viele Freund_innen, ein Eis und ganz sicher keinen Heimweg mit brüllendem Bruder.


Dienstag, 27. September 2016

Papa bloggt: Die unsichtbaren Kleinkinder


Auch wenn diese Seite eher von Menschen gelesen wird, die vermutlich selber Kinder haben oder sie gerne mögen, gibt es dennoch Menschen, die mit ihnen wenig Berührung haben. In meinen Zwanzigern und weit in die Dreißiger ging es mir genauso: meine Freunde hatten keine Kinder und ich selbst sowieso nicht. Das damit eine gewisse Unsicherheit verbunden ist, leuchtet mir auch ein. Wenn aus Unsicherheit Stumpfheit wird, macht mich das ein wenig traurig.

Nasse Hundenase im Kindergesicht


Das Runzelfüßchen, Herr Annika und ich saßen auf einer Bank mitten in der Stadt. Wobei Herr Annika im Tragetuch bei mir saß. Der Bürgersteig war sehr schmal und wir wollten losgehen. Ich sammelte unsere Sachen ein als ich sehen konnte, wie ein angeleinter Hund auf der Höhe des Gesichts meiner Tochter an ihr schnupperte. Dem Hundebesitzer war es ziemlich egal, ob das meine Tochter gefällt. Ich war sauer. Weniger, weil ich Hunde nicht mag, sondern weil niemand ungefragt eine nasser Hundenase im Gesicht haben sollte. Auch nicht meine Tochter. Normalerweise versuche ich das Runzelfüßchen von Hunden so gut es geht abzuschirmen. Umgekehrt geht es den meisten Hundehaltern auch so: nicht alle Hunde mögen Kleinkinder oder wollen von ihnen angefasst werden. Natürlich darf sie auch Hunde anfassen, aber nur, wenn die Hundebesitzer das auch ok finden und sie vorher gefragt hat.

Sonntag, 25. September 2016

Vom Sonnenwochenende - das Wochenende in Bildern

Runzelfuesschen Elternblog Leben mit Kleinkind Leben mit Baby


Dieses Wochenende haben wir das Wetter noch mal in vollen Zügen genossen. Ich finde das lustig, denn man weiß ja nicht, ob der Sommer nun nicht doch vorbei ist. Deswegen: Eis essen, draußen sitzen. Sonne genießen so viel es geht.

Samstag, 24. September 2016


Runzelfuesschen Elternblog Leben mit Kleinkind Leben mit Baby
Wir machen uns Samstag auf nach Mitte. Ich will mir eine neue Brille kaufen. Das Runzelfüßchen will auswärts Mittagessen. Mein Mann will nach einer neuen Tasche gucken und das Baby will einfach bei uns sein.

Runzelfuesschen Elternblog Leben mit Kleinkind Leben mit Baby
Wir laden im Freitag- Taschenladen. Und haben Glück. Es gibt ein "Raritäten" Verkauf. Und ich bin baff was diese Taschen eigentlich kosten. 240€ für eine Tasche? Da bin ich irgendwie raus. Egal wie schön sie ist.

Runzelfuesschen Elternblog Leben mit Kleinkind Leben mit Baby
Nach dem Mittagsschlaf (nur das Runzelfüßchen, Herr Annika möchte gestillt werden und dann spielen) gehen wir Eis essen. Wer weiß ob es noch mal so warm wird. Ich bestelle mir Streusel auf mein Eis. Man lebt nur einmal, oder?


Freitag, 23. September 2016

Bleib doch noch klein - und werde groß

Runzelfuesschen Elternblog Leben mit Kindern Kleinkind Baby lernt krabbeln


Gestern morgen legte ich Herrn Annika auf eine Decke und setzte mich neben ihn. Er bespielte ausgiebig sein buntes Kuscheltier und biss immer wieder beherzt in die quiekenden Nase.
So weit, so normal.
Dann drehte sich mein kleiner Mann, ich nahm einen Schluck Apfelschorle und schielte schon leicht sehnsüchtig in Richtung Zeitschrift, die zwei Meter von mir entfernt lag. Wenn das Baby sich so gut allein beschäftigen kann, dachte ich, dann kann ich doch auch ein wenig im Magazin blättern.

Baby hebt den Po


Auf einmal hörte ich meinen Sohn laut meckern. Das war kein Weinen oder Schreien sondern ganz offensichtlich eine Unmutsbekundung. Irgendwas passte ihm nicht. Ich sah zu ihm hin, er lag auf dem Bauch, die Arme aufgestützt, den Po hoch in die Luft gereckt. Ich wollte gerade zur Zeitschrift greifen als mir dämmerte: Moment mal, da stimmt was an dem Bild nicht.


Mittwoch, 21. September 2016

In den Schlaf geküsst

Runzelfuesschen Elternblog Leben mit Kleinkind Alltag mit Baby


Mit dem zweiten Kind erlebt man ja angeblich viel mehr zweite als erste Male. Ich glaube aber, dass das gar nicht stimmt. Stattdessen muss man vielleicht nur etwas genauer hinsehen

Mit dem Baby unterwegs


Neulich war ich mit Herrn Annika unterwegs. Er "saß" im Tragetuch auf meiner Hüfte (ha! Noch so ein erstes Mal) und besah sich die Welt. Und eigentlich war er auch müde. So kuschelte er sich irgendwann an mich. Ich sah meinem kleinen Jungen ins Gesicht und er lächelte.

Baby in den Schlaf küssen


Ich küsste ihn, er gurrte und lachte. Ich küsste ihn wieder, er schloss die Augen und lachte. Das machte ich noch ein paar Mal, das Lächeln auf seinen Lippen verschwand nicht. Aber er schlief ein.

Ich hatte meinen Sohn in den Schlaf geküsst. Einer dieser Momente, die sich ganz tief ins Herz brennen.

Montag, 19. September 2016

Zurück aus der Pause

Runzelfuesschen Elternblog Leben mit Kindern


Glaubt mir, seit Wochen kaue ich auf diesem Text herum. Obwohl, das stimmt so nicht. Viel mehr auf dem, wofür der Text steht. Ich versuche in Worte zu fassen, was mein Herz fühlt, was mein Herz mir sagen will und das alles auch noch so, dass es sich nicht total kryptisch liest.

Irgendwie immernoch konfus


Es sind genau zwei Dinge, mit denen ich zu kämpfen habe. Die will ich euch erklären, und damit es nicht zu lang wird (oder zu konfus...) teile ich das auch in zwei Blogartikel.
Heute also der erste Teil.

Krank nach der Geburt


Es ist ziemlich schwierig zu erklären, was in den letzten Monaten passiert ist. Mein Baby kam zur Welt und wir wurden von einer drei- zu einer vierköpfigen Familie. Ich wurde sehr krank und musste kurz nach der Geburt ins Krankenhaus. Das habe ich alles mit euch geteilt und war und bin dankbar, dass die allerallermeisten von euch sich um mich sorgten, mit den wenigen Informationen, die ich gegeben habe, aber sehr gut umgingen. Ihr habt Karten und Mails, Päckchen und Aufmunterungen geschickt und all das ist tief in meinem Herzen.


Dienstag, 13. September 2016

Kurze Pause


Gerade ist es etwas ruhig hier, verzeiht.
Aber es kommen wieder andere Zeiten, das wissen wir alle, oder? Ich versuche etwas Kraft zu tanken und gönne mir und dem Blog eine kurze Pause. Manchmal, da geht es ja erst ein, zwei Schritte zurück, bevor es dann wieder mit Volldampf gerade ausgeht.



Es ist nicht so, dass ich nichts zu erzählen hätte, die Kinder sind wunderbar und lustig und ich liebe es, meinen Alltag mit euch zu teilen.
Aber das ist dieses aber... Und auf dem kaue ich jetzt noch ein wenig herum, sortiere mich neu und dann komme ich zurück. Versprochen.

Ich hoffe, ihr bleibt mir bis dahin treu und stöbert einfach hier ein wenig rum.
Und wenn ihr Tipps habt, dann bin ich für die genauso dankbar.
Wie geht ihr denn so mit kleinen Tiefs um? Wie muntert ihr euch auf?

Mittwoch, 7. September 2016

Eine Armlänge Abstand - über das Zusammenleben mit Babys

Runzelfuesschen unterschiedliche Eltern Leben mit Kleinkind Elternblog Zusammenleben mit Babys


Wisst ihr noch, neulich, als ich die beiden Damen im Zug belauscht habe? Da ging es darum, dass beide Frauen ihre Kinder gern im eigenen Kinderzimmer schlafen lassen, weil das die Kinder eben lernen sollen.
Nun war ich letztens in einem Sportkurs. Mit dem Baby, was in der Zeit von einer sehr netten Frau betreut wurde. So wie die anderen fünf anwesenden Babys auch. Ich fand das schön, Herr Annika war in Hörweite, ich konnte mich auf meinen Sport konzentrieren und wenn er weinen würde, dann würde ich zu ihm gehen.

Kind weint - Mama kommt (nicht)


So wie alle anderen Mütter auch - dachte ich. Als ich hörte, dass mein kleiner Mann unruhig wurde unterbrach ich die Übung kurz, ging die zwei Schritte zu ihm, lächelte ihn an, strich ihm über den Bauch und er gluckste fröhlich. Ich ging zurück zum Kurs und er bearbeitet sein Spucktuch wieder, dabei laut vor sich hin "erzählend".
Die anderen Babys wurden irgendwann auch unruhig und fingen an zu weinen. Dann fingen sie an zu schreien. Irgendwann brüllten sie. Minutenlang. Ich sah mich irritiert um, aber keine der Mütter stand auf.


Dienstag, 6. September 2016

Papa bloggt: Die Elternzeit kann kommen

Runzelfuesschen Elternblog Elternzeit Vater in Elternzeit Vorbereitung Zweites Kind


Ich habe mich letztens gefragt, was an der zweiten Vaterschaft so anders ist als bei der ersten. (Sagt man denn wirklich "Vaterschaft"? Das ist ein so komisches Wort). Irgendwie erlebe ich das Aufwachsen von Herrn Annika wie im Schnelldurchgang, zwar sehr bewusst, aber ein auch wenig aus der Vogelperspektive. Irgendwann kam ich dahinter: mir fehlt einfach die Zeit mit meinem kleinen Baby. Ich brauche endlich wieder Elternzeit!

Zeitmangel bei Zweifacheltern


Nach wenigen Monaten verklärt sich oft das Bild, was man über sich als Vater hat. Zum Beispiel dachte ich eine Zeit lang, dass die Elternzeit beim Runzelfüßchen nur eine "geringfügige" Intensivierung meines Vaterseins vor der Elternzeit war. Vielleicht mag das auch ein wenig so gewesen sein, denn das Runzelfüßchen hat damals meine volle Aufmerksamkeit bekommen. Jetzt teilen sich Herr Annika und sie die wenigen Stunden zwischen Aufstehen, Arbeiten und Schlafengehen. Und was soll ich sagen: ein Kleinkind kann eher "Papa, Papa" rufen als ein kleines Baby. Dabei ist das auch unfair meinem Sohn gegenüber - ich will ihm doch so viel Zeit wir möglich widmen.


Sonntag, 4. September 2016

Von Babyplänen und Blumen - das Wochenende in Bildern

Runzelfuesschen Elternblog Leben mit Kleinkind Leben mit Kind in Berlin Baby Wespenstich
Dieses Wochenende hatten wir so gar keine Pläne und haben uns einfach treiben lassen. Und dabei gemerkt, dass dieses Treibenlassen oft die ganz besonderen Momente schafft.

Samstag, 03. September 2016


Runzelfuesschen Elternblog Leben mit Kleinkind Leben mit Kind in Berlin Baby Wespenstich
Wir verabreden uns spontan mit einer Freundin und ihrem Kind im Park und sind so früh dran, dass wir diesen Wasserlauf, der normalerweise von hunderten von Kindern und Eltern bevölkert ist, für uns allein haben. Die Kinder patschen durchs Wasser, mein Mann hat ein Auge darauf und die Freundin und ich kommen endlich mal wieder zum Quatschen. Es ist manchmal zum Verrückt werden, wie nah man beieinander wohnt und sich trotzdem viel zu selten trifft.

Runzelfuesschen Elternblog Leben mit Kleinkind Leben mit Kind in Berlin Baby Wespenstich
Mitten im schönsten Plausch sticht mich dann eine Wespe. Nach dem Bienenstich von neulich schon der zweite grundlose Angriff dieser stechenden Monster. Leider reagiere ich ziemlich stark, so dass der Arm schnell taub wird. Ich kühle mit einem Spucktuch und wir machen uns auf den Weg zur Apotheke.

Runzelfuesschen Elternblog Leben mit Kleinkind Leben mit Kind in Berlin Baby Wespenstich
Die aufgetragene Salbe wirkt nicht, deswegen fahre ich schwerere Geschütze auf. Die machen mich aber sehr müde. Bevor ich mit dem Runzelfüßchen zum Mittagsschlaf verschwinde gibt es Brötchen mit Spiegelei. Auf Wunsch einer einzelnen Dame.

Runzelfuesschen Elternblog Leben mit Kleinkind Leben mit Kind in Berlin Baby Wespenstich
Wir gehen einkaufen. Mein Mann hat das Baby im Tragetuch und da will das Runzelfüßchen natürlich mitmachen. Ich binde ihr also die Puppe auf den Rücken und das Kind läuift stolz neben ihrem Papa hin und her.


Freitag, 2. September 2016

Welch Glück, dass du da bist!

Die kleinen Babyfüße, die auf mir zur Ruhe kommen, die kleinen Händchen, die meine Finger ganz fest umschließen und das breite Lächeln im Schlaf zeigen mir: Der kleine Mann fühlt sich bei uns so richtig wohl.
Und ich denke immer wieder: Was für ein Glück, dass er da ist. Was für ein Glück.

Donnerstag, 1. September 2016

Liebe Miniberlin: Mein erster Urlaub mit Mama


Runzelfuesschen Elternblog Leben mit Kleinkind Briefe vom Kleinkind

Liebe Miniberlin,

ich war im Urlaub! Ganz allein, mit Mama und Herrn Annika. Hast du das auch schon mal gemacht?
Stell dir vor, wir sind sogar geflogen! Mit einem Flugzeug!
Vorher sind wir mit der Bahn gefahren, von Berlin bis nach Düsseldorf. Ich habe allen im Zug erzählt, dass wir dort aussteigen und deswegen haben auch ganz viele Menschen meiner Mama beim Aussteigen geholfen. Immerhin hatten wir ja so viel Gepäck.
Ich musste doch meine Puppe mitnehmen, und ein Telefon, Buntstifte, Papier, zwei Steine, Wechselsachen für die Puppe, eine Tasche und einen Rucksack.


Ich war so aufgeregt über das Fliegen, dass ich es glatt verpasst habe, wenn ich ganz ehrlich bin. 


So ein Flug macht ja auch müde. Und dann noch die lange Fahrt ins Hotel. Ich wollte nur noch schlafen. Am nächsten Tag aber, da habe ich das ganze Hotel erkundet. Ich habe meine Füße ins Meer gesteckt und bin im Pool gepaddelt. Die hatten da auch jede Menge Rutschen, die ich immer wieder hinunter gesaust bin. Magst du eigentlich lieber schnelle oder langsame Rutschen?