Mittwoch, 24. August 2016

Kind im Familienbett? Auf keinen Fall



Neulich fuhr ich mit der Bahn. Mit beiden Kindern im Kleinkindabteil. Außer uns waren dort noch zwei Mütter mit ihren zehn Monate und ein Jahr alten Kindern. Das Runzelfüßchen störte sich daran natürlich nicht sondern "spielte" mit den Beiden.
Ihr Bruder stillte sich des öfteren auf dieser Fahrt an meiner Brust und eigentlich war alles ganz harmonisch.

Zwei Mütter in der Bahn belauscht


Die beiden Mütter hatten sich viel zu erzählen, immerhin waren ihre Kinder ja in einem ähnlichen Alter. Mich bezogen sie in ihr Gespräch nicht ein, was mir ehrlich gesagt aber auch ganz recht war. Ich kam dennoch nicht umhin zuzuhören. Gut, ich gebe zu, irgendwann habe ich gelauscht. Was aber daran lag, dass die Beiden sich so unglaublich einig waren und so ganz andere Vorstellungen vom Zusammenleben mit Kindern hatten als ich.

"Stillen? Mag ich nicht"


Während Herr Annika schmatzend an meiner Brust ruhte und ab und zu ein zufrieden seufzte brachten die Damen ebenfalls das Thema Stillen ins Feld.
"Also, ich hab ja nach sechs Monaten endlich abgestillt. Ich fand das nervig. Immer dieses an meiner Brust hängen." startete die Eine.
"Ich auch. Wenn es meinem Mann nicht so wichtig gewesen wäre, dann hätte ich das schon früher gemacht. Ich finde diesen Hype um Stillen blöd. Stillen war nichts meins. Und dem Baby ist doch egal ob es die Brust oder die Flasche kriegt."




Stillen ist kein Muss


Tja nun, also ich persönlich finde Stillen schön, ich mag diese enge Verbindung zu meinen Kindern und freue mich, dass mein Körper dieses Wunderwerk vollbringen kann ein Kind zu ernähren. Ich finde es aber auch in Ordnung, wenn Frauen beschließen, dass sie genau das nicht schön finden. Dass sie lieber die Flasche geben. Ich bin dafür, dass jede Frau das macht, was sich für sie am besten anfühlt. Was ich schwierig finde sind Dinge, die man gegen seine Überzeugung, für die Familie oder die Umwelt tut.

Schläft dein Kind schon durch?


Was mich dann aber doch ein wenig schockierte war die Diskussion rund ums Schlafen. "Schläft dein Kind denn schon durch?"
"Naja, nur, wenn er bei uns schläft. Aber das will ich nicht. Ich lege ihn jetzt immer abends ins Kinderzimmer und da wird er dann nach zwei Stunden unruhig und ruft nach mir. Das nervt total. Ich will endlich allein schlafen. Und er muss lernen, dass ich nicht immer für ihn da sein kann."
Ich war von den Socken. Natürlich weiß ich, dass nicht alle Kinder im Familienbett oder im Schlafzimmer der Eltern schlafen.
Ich verstehe aber nicht, dass man von einem zehn Monate alten Baby verlangt, dass es "versteht", dass Mama auch mal eine Auszeit braucht.

Tu das, was deinem Kind (und dir) gut tut


Ich denke auch, dass wenn ich als Elternteil merke was meinem Kind gut tut, in dem Fall das Schlafen in der Nähe der Eltern, dann sollte ich dem nachgehen. Um mal bei der Logik der Frauen zu bleiben: Sie wollen Zeit für sich UND durchschlafen. Das Kind soll allein schlafen UND durchschlafen. Beides kann es aber nicht. Da sollte es doch dann einen Kompromis geben, finde ich. Und der sollte zum Wohle des Kindes getroffen werden.

Kinder kommen an erster Stelle


Die andere Mutter pflichtete übrigens wieder bei, ja, Kinder dürfen ihren Eltern nicht auf der Nase herumtanzen und sollten sich eben an Regeln halten. Dann schauten sie zu mir, wie ich da saß, das Baby an der Brust und meine Tochter auf dem Sitz balancierend und "Mama, wieso, wieso?" rufen. Ich war quasi das Gegenbeispiel zu dem, was beide Frauen sich für ihr Leben wünschten. Und soll ich euch was sagen: Ich fands gut. Ich mache das, was ich für mich und meine Kinder am besten finde. Was sich für mich gut anfühlt.


Wie handhabt ihr das? Gibt es Kompromisse, die ihr eingeht? Oder seht ihr das wie die beiden Frauen im Zug?

Kommentare:

  1. Wir fahren da eine ziemlich klare Linie: Dem Kind soll es gut gehen, es soll sich behütet und beschützt fühlen. Und ich bin zu faul, nachts ewig im Kinderzimmer zu hocken, deswegen kommt unser Sohn (2,5) nachts zu uns, sobald er das erste mal wach wird. Was das stillen anging: ich fand, nach 6 Monaten lief es endlich problemlos. Wir haben bis ca 14 Monaten gestillt, dann wollte ich nicht mehr und wir haben die Stillbeziehung langsam und liebevoll beendet. Das war für mich und den kleinen wichtig.
    Generell muss jeder das machen, womit er sich am wohlsten fühlt. Unser Ziel ist es, unser Kind mit Liebe und Vertrauen zu füllen, damit er später als erwachsener davon zehren kann.

    Liebe Grüße! Mareike

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    1. Liebe Mareike,

      ich sehe das wie du, jede_r sollte machen, was sich gut anfühlt. Ich hoffe, das signalisierte auch mein Text. Ich finde es nur problemtisch, wenn es sich mit Kind nur gut anfühlt, wenn das, mit 10 Monaten verstehen soll, dass es doch bitte nicht mehr nach Mama rufen soll. Da ziehe ich meine Grenze. Wir haben eine ähnliche Variante wie ihr, das Runzelfüßchen kommt aus dem Bett zu uns (wir schlafen alle in einem Zimmer) wann immer sie mag.
      Ich mag eure klare Linie :)

      Liebe Grüße,

      Andrea

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  2. Was mich daran besonders schockiert, ist diese lieblosigkeit der anderen Mütter. Klar ist jeder mal überfordert und wünscht sich etwas mehr Ruhe und Schlaf und Zeit für sich....aber das sind doch keine kleinen Erwachsenen, sondern Kinder - die man lieben sollte!
    Ehemalige Freunde von mir waren auch der Meinung, dass das Kinderzimmer ein Ort für Kinder sei und zwar nur für Kinder. Wo man die Tür zumacht, wenn man genervt ist und Kinder das eben zu akzeptieren haben.

    Schrecklich.
    Der kleine Fratz hat jetzt neue Freunde mit Eltern die ihr Dasein als Familie nicht bereuen.

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    1. Oh weh, das mit deiner ehemaligen Freundin klingt aber wirklich schrecklich.
      Ich denke auch: Wir alle haben mal einen Moment in dem wir denken: Jetzt nicht. Ich möchte gerade mal nicht die 1000. Frage nach "wieso" beantworten. Aber dann kann ich das ja auch sagen. Mein Runzelfüßchen ist jetzt in einem Alter wo sie das durchaus versteht. Und wie du finde ich: Kinder sollen sich geliebt fühlen. Und geborgen. Und niemals abgeschoben!

      Liebe Grüße,

      Andrea

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  3. Ich seh das genau wie Du und habe die Erfahrung gemacht: geht es meinem Kind gut, dann geht es mir gut. Meine Kinder dürfen so lange bei mir schlafen, wie sie wollen. Meiner großen Tochter (4) habe ich so vor 2 Jahren ihr Bett und ihr Zimmer schmackhaft gemacht. Schöne CDs besorgt, die sie gerne zum Einschlafen hört und so weiter. Seitdem will sie selbst in ihrem Zimmer schlafen. Kinder wollen doch irgendwann selbständig werden und sins darauf dann auch total stolz. Sie zu früh zu zwingen bewirkt nur das Gegenteil. Schöne Grüße! Katharina

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    1. Liebe Katharina,

      genau das denke ich auch: Irgendwann wollen unsere Kinder gar nicht mehr bei uns schlafen. So wie meine Tochter für sich entschieden hat sie will nicht mehr gestillt werden, so wird sie auch irgendwann sagen: Ich will mein eigenes Zimmer. (Wo ich das dann herzaubere überlege ich dann mal später :)

      Liebe Grüße,

      Andrea

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  4. Ich seh das eigentlich so wie du. Andere sind anders. Die leben auch und machen alles so gut sie können. Was mich stört, ist dieses ewige Selbstvergewissern. Mein Lebensmodell ist das richtige und alle anderen sind doof. Das langweilt mich auch solche Gespräche zu führen.

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    1. Liebe Anna,

      stimmt, dass sich die Beiden gegenseitig vergewissert haben, dass ihre Art die richtige ist habe ich fast nicht bemerkt. Ich glaube auch, dass die allermeisten Eltern die besten Eltern für ihre Kinder sind. Aber dennoch komme ich nicht umhin zu denken: Wieso will man unbedingt, dass so kleine Kinder allein schlafen. Wieso will man so unbedingt seine Ruhe haben und die Bedürfnisse des Kindes dabei vollkommen ignorieren. Ich glaube das ist es, was mir so aufstößt. Dass die eine Mutter genau wusste: Mein Kind will mich hören und anfassen, aber ich selbst möchte das nicht. Das will mir nicht in den Kopf.

      Liebe Grüße,

      Andrea

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  5. Ich seh das ganz ähnlich. In vielen Dingen lässt sich ein Kompromiss zwischen den Bedürfnissen finden wobei berücksichtigt werden muss, dass Kinder Kinder sind und entsprechend anders berücksichtigt und behandelt werden sollten als Erwachsene. Ich hatte übrigens einen Mix aus Stillen und Flasche da ich nicht genug Milch hatte und mich die ganze Ankurbelei der Milchproduktion wirklich seelisch fertig gemacht hatte. Da ich stillen schön fand und es auch als etwas schönes in Erinnerung behalten wollte, bin ich dann dazu übergegangen zuerst zu stillen und den "Rest" dann als Flasche zu geben. Das hat für uns super funktioniert :) Familienbett würde für mich nicht in Frage kommen, ds unsere Kleine sich einfach irre viel bewegt. In Zeiten in denen sie alleine nicht einschlafen konnte, haben wir uns aber zusammen ins Bett gelegt und sie dann in ihr Bettchen getragen, wenn sie tief und fest geschlafen hat. Ich denke das ist auch der Punkt. Es gibt so unendlich viele Möglichkeiten das Miteinander zu gestalten, das man mit ein bisschen Mühe sicher immer auch einen kindgerechten findet.

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  6. Jedem so wie er meint.
    Aber das ist absolut nicht meins. Meine Tochter (16 Monate) hab ich 15 Monate gestillt und es war für uns beide was wundervolles. Bis Mitte März voll und dann nur noch Morgens, Abends und Nachts bei Bedarf und natürlich als Tröster :) Naja so wie mein Kind es brauchte. Und irgendwann gab es wohl eine stille Übereinkunft und wir haben "beide" abgestillt, ich habe mich da ganz nach meiner Tochter gerichtet.
    Nach ihrem 1. Geburtstag kam sie in ihr Kinderzimmer, bis dahin schlief sie bei uns im Zimmer, im eigenen Bett oder auch zwischen uns, so wie sie es wollte, und mein Mann und ich konnten gut schlafen, wenn sie Hunger/Durst hatte dockte sie sich an, zu herrlich.
    Ich bin dann mit ins Kinderzimmer, für 2 Monate, ich hab da ein Bett stehen neben ihrem, ich hatte ein schlechtes gewissen und wollte sie nicht alleine im Zimmer lassen, sie sollte sich daran gewöhnen und wissen das Mama da ist. Und jetzt schläft sie alleine und wenn was ist hole ich sie, wobei sie eigentlich "durchschläft" :)
    Für mich und meinen Mann ist es wichtig das es unserem Engel gut geht, durchschlafen konnte ich vor der Entbindung genug und irgendwann wenn sie ausgezogen ist kann ich das auch wieder. Unsere Tochter kann immer rufen, wir sind immer da und lassen sie nicht schreien (-wie will man denn da dann durchschlafen???)
    Aber wie gesagt jedem das seine aber so ein kleines Wesen weiß doch gar nicht was los, und sowas zerreißt mir das Herz
    Ganz liebe Grüße an das Runzelfüßchen und dem Rest der Familie
    Aline

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  7. Ich bin der Meinung, wenn es meinem Kind gut geht - geht es mir als Mutter auch gut. Hier wird so lang gestillt wie es meine beiden Kinder (Tochter 3 Jahre, Sohn fast 5 Monate) möchten, im Familienbett geschlafen und generell Bedürfnisorientiert gelebt. Das heißt aber nicht, das meine Bedürfnisse garnicht wahr genommen werden, wenn der Kleine z.B gerade schläft und ich total müde bin, dann darf die Große auch gern mal fernsehn sodass ich mich ausruhen kann, so habe ich dann wieder Energie für Beide :)
    Ich kann so einem Gerede wie von den beiden Damen nichts abgewinnen, oft ist es ja so das man zeigen will, wer greift härter durch, wem tanzt das Kind(er) weniger auf der Nase rum. Aber solange sie sich gut fühlen, was ich bezweifle, wenn abends oder nachts das kind bitterlich weint und nach mama möchte - leben und leben lassen ;)

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  8. Gestillt Bedürfnisse vergehen schneller als ignorierte.

    Das handhaben wir seit 11 1/2 Jahren so. :)

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  9. Puh, ich wäre auch Du gewesen ;-) wir zu viert mit unserem 3 Meter Familienbett... Und 19 Monate den Großen und bisher 6 Monate die Kleine stillen. Klar, jeder nach seiner Façon. Allerdings kenne ich derartige Gespräche eher von kinderlosen Menschen. Meist ändert sich die Sicht mit und durch die Kinder. Mein Großer ist jetzt 3 und ich hätte nichts anders machen wollen. Herzlos klingt es in der Tat, was die Damen sagen. Aber es gibt so Leute. Meine Nachbarin, die ich mal (aus Mitleid mit dem Kind) darauf ansprach, dass die Kleine viel weint, meinte auch, dass "die kleine Zicke sie voll manipulieren will" und sie daher "nicht mehr sofort springt." Da wir über deren Kinderzimmer schliefen, hörte ich sehr wohl, dass man die Kleine sowohl beim Einschlafen, als auch beim Aufwachen eine ganze Weile schreien ließ 😞 Schrecklich. Tat mir dann immer mit weh...

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  10. Liebe Andrea,
    ja ich denke auch, dass jeder seinen Weg wählen sollte. Hauptsache es gibt eine Linie, die ABER (!) dem Wohl des Kindes nicht schadet, sondern ihm Geborgenheit und Sicherheit gibt.
    Dafür gibt es meiner Meinung nach viele verschiedene Wege. Ich selbst konnte meinen ersten Sohn nicht stillen und habe ewig darunter gelitten. Die abschätzigen Blicke von anderen, wenn ich ihn mit der Flasche gefüttert habe taten sehr weh. Mit meinem zweiten Sohn hatte ich eine wunderbare Stillbeziehung.
    Ich selbst bin auch kein Verfechter des Familienbettes, da uns die wenige Zeit zu zweit am Abend in der Ehe quasi am Leben hält. Nähe mal nur mit meinem Mann.
    Unsere Söhne schliefen auch jeweils nur 6 Monate mit in unserem Schlafzimmer und danach jeweils im eigenen Zimmer. ABER sobald sie wach wurden war ich bei Ihnen und habe sie "notfalls" zwei Stunden lang im Arm gehalten, gestreichelt, gestillt, einfach meine Nähe spüren lassen. Der Große ist 2,5 Jahre alt und kann selbstverständlich jederzeit nachts zu uns ins Bett kommen (macht er aber selten) und der Kleine ist 14 Monate alt und wird noch jede Nacht mindestens zwei mal wach. Dann bin ich eben bei ihm - er würde allerdings auch bei uns im Bett nicht besser wieder einschlafen. Ich mache das solange er das braucht - schließlich habe ICH mich dazu entschieden Kinder zu haben und nicht Sie selbst sich das ausgesucht :) Also muss ich auch für sie da sein.
    Ich denke, dass unsere Kinder die Gewissheit haben, dass wir immer für sie da sind, auch wenn wir getrennt schlafen.
    Lieben Gruß
    Marie
    P.S.: Ich finde deinen Blog toll!

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  11. Respekt, dass du dich zurückhalten konntest, diese beiden Mütter anzusprechen... ich bin mir nicht sicher, ob ich das gekonnt hätte...
    Ich habe ca. 11 Monate gestillt, dann wollte meine Tochter nicht mehr. Ich hätte gerne noch weitergemacht, aber zwingen wollte ich sie nun auch nicht ;-). Ich habe es immer genossen und war anfangs wirklich ein bisschen traurig dass es vorbei war. Aussagen, ich stille nur meinem Mann zuliebe noch, kann ich nicht nachvollziehen. Wenn man das nicht gerne macht und das nur anderen zuliebe tut und sich selbst damit nicht wohlfühlt, dann sollte man es vielleicht wirklich besser lassen und die Flasche geben. Eine Bekannte hat ihre Tochter sehr lange (gegenüber dem Durchschnitt) gestillt (gut 2 Jahre). Sie war damit nicht glücklich, bzw. hat das immer so dargestellt, dass sie das eigentlich nicht mehr will und das nur noch der Tochter zuliebe tut. Doppelt doof war, dass die Tochter v.a. nachts noch gestillt wurde aber schon sichtbare Zahnschäden (Karies an mehreren Zähnen) hatte. Ich bin mir bis heute nicht sicher, ob sie es wirklich nicht mehr stillen wollte oder das nur gesagt hat, weil es ihr "peinlich" war ihre große Tochter noch zu stillen.
    Was das Elternbett betrifft... wir haben ein Wasserbett und daher hat unsere Kleine von Anfang an in einem eigenen Bett (direkt neben uns) geschlafen. Mit ca. 3 Monaten war das meinem Mann zuviel und ich bin mit meiner Tochter in ihr Zimmer gezogen, dort hat sie in ihrem Bett und ich auf einer Matratze geschlafen. Lange Zeit habe ich mindestens einen Teil der Nacht bei ihr verbracht (wenn sie nach dem einschlafen das erste Mal wach wurde und gestillt wurde). Als sie irgendwann nahezu durchgeschlafen hat (wirklich durchschlafen tut sie erst seit sie 2,5 ist) habe ich dann wieder komplett in meinem BEtt geschlafen. Es gab aber auch Nächte (nach der Kitaeingewöhnung z.B.) wo ich mit meiner Matratze direkt neben ihrem Bett schlafen musste, weil sie anders nicht zur Ruhe gekommen ist. Auch heute kommt es noch vor, dass ich hin und wieder bei ihr schlafe, wenn sie sehr unruhig oder krank ist, aber meist schläft sie tatsächlich durch. Unsere Tochter schläft eigentlich sehr gut und ich kann auch nur schlecht schafen, wenn sie bei uns im Bett ist, aber ich würde das Familienbett absolut nicht verteufeln...wenn ich ein Kind hätte, was nur bei mir schlafen könnte, dann würde ich das akzeptieren...und mein Mann müsste da irgendwie durch (für IHN wäre es wirklich ein Problem).
    Übrigens habe ich den Eindruck, dass nicht alle Eltern immer ehrlich sind...Vielleicht stillen beide Mütter sehr gerne und trauen sich nur nicht das öffentlich zu sagen? Und wer weiß, ob der Kleine von der Mutter die ihre Ruhe haben will nicht doch immer wieder bei ihr im Bett schläft und sie vor ihrer Freundin nur zeigen wollte, dass sie die "taffe" Mutter ist, die alles im Griff hat und sich von ihrem Kind nicht auf der Nase rumtanzen lässt? Es wird ja leider von so vielen Seiten propagiert, dass Kinder manipulative Monster sind und uns nur auf der Nase rumtanzen, dass man zumindest nach Außen hin den Schein wahren will?
    Ich hoffe es mal für die Kinder, dass es so ist...sonst werden sie es vermutlich nicht leicht haben in Zukunft...

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  12. Also ich finde es schrecklich, dass es Mütter gibt, die so über ihr Kind denken! Das Kind braucht nichts mehr, als seine Mutter und da sollte die Mutter doch stolz darauf sein! Unser Sohn hat gefühlt ewig in unserem Zimmer geschlafen, bis er etwa drei war (und danach auch nochmal ein zeitlang, weil ich im EG im Wohnzimmer schlafen musste wg. einer Verletzung, also schlief er mit mir unten, der Papa war auswärts). Der Übergang ging ganz ohne Probleme, er hat sich gefreut, in seinem eigenen Zimmer zu schlafen. Durchgeschlafen hat er dann etwa mit einem Jahr, natürlich habe ich mich gefreut wie verrückt, aber wenn er länger gebraucht hätte, dann wäre es halt so gewesen! Gestillt wurde er bis er 1 1/2 war. Abstillen war gar kein Problem, ging quasi ganz schleichend und einfach, fiel mir wohl schwerer als dem Kind! Und das Ergebnis: Er hat Urvertrauen, kommt super mit neuen Situationen zurecht, hat noch nie geweint, wenn er in den Kindergarten ging (ab 3) oder doch mal fremdbetreut wurde. Ich habe ihn auch nie hergegeben, was gerne kritisiert wurde, da hieß es dann, dass er Probleme machen würde, wenn er doch mal woanders schlafen müsse oder eine zeitlang sein müsse, aber nein, das Gegenteil war der Fall. Mein Kind wußte immer, dass seine Mama da ist, auch wenn er sie grad mal nicht sieht und dass es keine Angst haben muss. Das hört sich jetzt etwas nach Glucke an, aber ich habe mein Kind immer aus sich raus gehen lassen, immer animiert, neues zu entdecken, wild zu sein, die Welt zu genießen.

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