Sonntag, 30. August 2015

Von Verletzungen - das Wochenende in Bildern

Wochenende in Bildern Runzelfuesschen Verletzungen bei Kleinkindern


Dieses Wochenende hatte es verletztungstechnisch leider in sich. Hauptleidtragende dabei: Das Runzelfüßchen. In den Nebenrollen: Wir Eltern. Denn klar, wenn sich das eigene Kind verletzt, dann leidet man immer mit.


Wochenende in Bildern Runzelfuesschen Verletzungen bei Kleinkindern
Am Freitag abend war ich aus. Ein Auftraggeber hatte zum Sommerfest geladen und es war ein toller Abend mit sehr vielen netten Menschen. Und weil es so nett war und dort lauter bunte Stifte herumlagen, habe ich mir meinen Gips entsprechend verschönern lassen. Das Runzelfüßchen hat sich am Samstag morgen kaum einbekommen vor Begeisterung. "Mama, Mietzeatze..." "Mama, Blume..."

Wochenende in Bildern Runzelfuesschen Verletzungen bei Kleinkindern




Während ich einarmig versuche mir die Haare zusammenzubinden, guckt mir das Runzelfüßchen dabei zu. Dann winkt sie und ruft "Mama, schüss". Um dann eine Minute später wie am Spieß zu brüllen. Sie wollte die Tür hinter sich schließen und hat dabei ihre kleinen Fingerchen in der Tür eingeklemmt. Das hat sie noch nie gemacht, ihre Finger da in den Spalt zu stecken. Schlimm war das, denn klar, sowas tut einfach hammermäßig weh! Der Papa vom Runzelfüßchen wollte sofort kühlen, aber ganz ehrlich, das scheint ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. Sie hielt natürtlich nicht still. Wir sollten pusten und dann meinte sie "besser".

Wochenende in Bildern Runzelfuesschen Verletzungen bei Kleinkindern
Weil mir das aber nicht genug war und ich von "besser" nicht überzeugt war, habe ich in der Apotheke noch mal nachgefragt. Aber hm, so richtig viel gegen Quetschungen gibts für Kinder nicht. Arnica-Tinktur, aber, so die Apothekerin, "da muss das Kind die Hand sehr ruhig halten". Ähm nein. Dann eine Creme mit Schmerzmittel, die für Kinder unter sechs Jahren überhaupt nicht gemacht ist und diese Globuli. Für die ich mich dann entschieden habe. Aber ob sie helfen?


Freitag, 28. August 2015

Erfahrungen am LaGeSo - #bloggerfuerfluechtlinge





Schon auf dem Weg zum LaGeSo rasen meine Gedanken. Ich bin auf dem Weg um Spenden vorbeizubringen, zu helfen. Im Lastenrad sind Schuhe, Flaschen mit Duschgel und Shampoo, Seifenblasen, Straßenmalkreide und hundert Dinge mehr. Das Runzelfüßchen habe ich auf meinem Weg dorthin im Kindergarten abgegeben. Wisst ihr wie komisch das war? Mein Kind inmitten anderer lachender Kinder, die zum Glück keine Ahnung vom Leid in der Welt haben?
Je näher ich der Turmstraße 21 komme, umso nervöser bin ich. Weil ich nicht weiß, was mich erwartet, und, so doof wie das klingt, aber, weil ich auch nicht weiß, ob ich mit all dem umgehen kann.

Wie ist es beim LaGeSo?


Im Vorfeld hatte ich Vieles gehört, über das Gelände, dass jeden Tag um 19.00 Uhr geschlossen wird, über all die Menschen die dort jeden Tag ankommen. Vor ihnen hatte ich keine Angst, aber vor den Geschichte, die die Menschen auf ihrer Flucht erlebt hatten. Ich weiß, dass jeder von uns anders ist, und ich kenne mich gut genug um zu wissen, dass es Dinge gibt, die mich verfolgen. Das heißt nicht, dass ich vor grausamen Realitätem die Augen verschließe und so tue, als wären Dinge nicht passiert. Es heißt aber sehr wohl, dass ich großen, tiefen Respekt vor den Menschen habe, die sich jeden Tag mit all diesen Schicksalen konfrontiert sehen und nicht weglaufen.

Eindrücke LaGeSo


Als ich auf das Gelände biege, bin ich schnell umzingelt von Menschen. Mit dem Lastenrad falle ich auf. Kinder laufen auf mich zu und bestaunen neugierig mein Gefährt. Und alle, wirklich alle, lächeln mich an. Auf dem Gelände des LaGeSo verfahre ich mich beinahe sofort und lande vor dem Haus, vor dem Hunderte Menschen Schlange stehen. Sie warten darauf endlich in das Gebäude zu kommen um hier ihren Antrag auf Aysl stellen zu können. Mich erstaunt, wie ruhig und gleichzeitig freundlich alles ist. Natürlich habe ich kein Ausschreitungen erwartet, aber wenn ich mir vorstelle wie tausende Deutsche auf der Flucht in einem fremden Land, dessen Sprache sie nicht sprechen, nach unvorstellbaren Strapazen vor einem Gebäude stranden und dann tagelang auf einen Termin warten müssen, ich weiß nicht, ob das auch so friedlich wäre.

Schockeriert hat mich der Toiletten/Duschcontainer. An jedem Strand an der Ostsee steht solch ein kleines Ding, nur herrscht hier ein ungleich größerer Andrang. Ein kleiner, vielleicht dreijähriger Junge steht am Container und sieht mich an. Er fängt an zu winken und freut sich offensichtlich über das Rad. Ihm zuliebe klingel ich was das Zeug hält und ernte dafür ein breites Grinsen und das Nicken und Lächeln seiner Mutter. Kinderfreude ist eben international!

Foto freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Mareice von www.kaiserinnenreich.de


Auf dem Gelände haben die Berliner Wasserbetriebe eine Wasserspendestation errichtet. Viele, viele Menschen stillen hier ihren Durst. Und so toll wie ich die Initiative finde, so abstoßend finde ich das Schild, das an der Station hängt. Es weist daraufhin, dass es hier keinen Wodka oder andere alkoholische Getränke sondern nur Wasser gibt. Mich stößt das ab, denn Menschen, die es bis hierher geschafft haben, sind, glaube ich, nicht auf der Suche nach Alkohol und Party.


Mittwoch, 26. August 2015

Gastpost: Ich werde loslassen

Leben mit der Schwiegermutter Runzelfuesschen


Auch wenn der heutige Gastpost eher beklemmend ist, er kam genau zur richtigen Zeit. Wegen meinem Gips bin ich im Moment auch beim Schreiben sehr eingeschränkt. Wenn es also weitere Interessenten gibt, meldet euch gern.

Im Gastpost geht es um die schwierige Rolle der Schwiegermutter. Ich habe auf diesem Gebiet leider wenig Erfahrung, aber das, was die Gastbloggerin schreibt schnürt mir an einigen Stellen die Kehle zu.
EINE BITTE HABE ICH ÜBRIGENS: Egal ob ihr glaubt, "hey, das ist doch meine Nachbarin" oder "hier schreibt Lisa, die Mutter von Fabian"- bitte stellt keine Vermutungen darüber an, wer diesen Gastpost verfasst hat.Die Gastbloggerin möchte anonym bleiben, auch, weil ihre Schwiegermutter sie auch in den sozialen Netzwerken verfolgt. Ich bin der Schreiberin für ihren Text sehr dankbar, nun bitte ich euch, ihre Anonymität zu schützen.

Anstrengende Schwiegermutter






Meine Schwiegermutter ist sehr anstrengend. Das war schon immer so. Sie klammert sich an ihre Kinder, an mich, an die Enkelkinder. Als ich meinen Mann kennenlernte, war mir schnell klar: sie oder ich. Mein Mann hat sich für mich entschieden und sich von ihr losgelöst, so gut das ging. Manchmal frage ich mich aber, ob ich mir damit einen Gefallen getan habe.

Romantisches Wochenende... mit der Schwiegermutter



Im ersten Jahr schenkten uns die Schwiegereltern zum Geburtstag einen Gutschein für ein romantisches Wochenende in einem Hotel. Die Freude war gross. Arglos teilten wir ihnen mit, wann wir den Gutschein einlösen würden. Es war warm, das Hotel am See, die Zimmerfenster offen. Wir lagen in unserem Hotelbett und hatten Sex. Das Handy klingelte, wir beachteten es nicht. Später hörte mein Mann die Nachricht auf dem Anrufbeantworter ab. Die Schwiegermutter sass unten auf der Terrasse und fragte, wo wir denn seien, sie hätten uns spontan besuchen wollen.
Diese Szene ist typisch für meine Schwiegermutter. Auch wenn sie selber das nicht so sieht. Sie ruft fast jeden Tag an, gerne auch mehrmals. Wenn wir das Telefon nicht abnehmen, gibt es Telefonterror. Es könnte uns ja etwas passiert sein. Mein Mann kriegt Vorwürfe zu hören, dass er ja nie anruft. Wie denn, wenn sie immer, wirklich immer anruft!? Nur um dann zu schweigen am Telefon. Ich habe Atemnot.


Dienstag, 25. August 2015

Papa bloggt: Das erste Mal mit dem Kleinkind im Hallenbad in Schweden

Papa bloggt Hallenbad mit Kleinkind


Wir waren vor kurzem im Urlaub in Schweden und das Wetter hatte uns leider einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der Tag versprach die ganze Zeit Regen. Also, was konnten wir machen? Der Reiseführer versprach ein tolles Erlebnisbad.
Während wir schon öfters mal am Meer bzw. an einem Strand mit dem Runzelfüßchen waren, hatten wir noch nie ein richtiges Hallenbad besucht. Selbst das scheinbar obligatorische Babyschwimmen hatten wir nicht gemacht. Ich war sehr gespannt, wie die Schwimmbäder in Schweden organisiert sind.

Im Hallenbad in Schweden


Nicht anders als in Deutschland mussten wir am Eingang unsere Schuhe ausziehen. Während in Deutschland jeder seine Schuhe mit in die Umkleidekabine mit nimmt, lassen die Schweden ihre Schuhe am Eingang einfach stehen. Mit ein wenig Vertrauen haben wir auch unser Fußwerk da gelassen.
Für den Spind brauchten wir allerdings unser eigenes Schloss. Das wurde schnell noch gekauft, aber wir wollten eigentlich nur ein Schloss kaufen und nicht zwei. Also musste einer sich umziehen und der anderen schon mal im Bad jenseits der Umkleiden warten, bis der andere rauskommen konnte, um dann die restliche Dinge in den Spind zu packen.
Die Wahl fiel auf mich, stattdessen durfte meine Frau mit dem Kind in die Umkleide gehen. Wobei nicht klar war, wer die bessere Wahl getroffen hatte. Während ich die familien-freundlichen Duschen (bei den Männern und Frauen !) bewundern konnte, bei denen sogar Babystühle standen, wollte das Runzelfüßchen erstmal die Gemeinschaftsumkleide der Damen zusammen schreien.


Sonntag, 23. August 2015

Ein Wochenende mit Gips



Runzelfuesschen Leben mit Kind und Gips

Eins gleich vorweg: Erwartet nicht zuviel von diesem Post. Ich habe ihn im Schweiße meines Angesichts einhändig getippt... Und das kam so:

Runzelfuesschen Leben mit Kind und Gips
Am Freitag hatte ich einen Fahrradunfall. Und ja, da gab es einige Wunden. Aber ich war auf dem Weg um das Runzelfüßchen abzuholen, deswegen dachte ich, dass die Verletzungen schon nicht so schlimm sein würden. Das sah ich am Samstag etwas anders. Ich konnte mich kaum bewegen und bin deswegen doch zum Arzt gegangen. Sehr, sehr früh... Wartezeiten am Wochenende sind ja eher lang.

Runzelfuesschen Leben mit Kind und Gips
Und...tada... hier ist das Ergebnis. Zunächst nur provisorisch. Es war niemand da, der meinen Arm röntgen konnte. Der Arzt geht davon aus, dass ein Köpfchen (?) oder eine Kapsel gebrochen ist. Daher der schöne Gips. Daraus resultiert minimale Bewegungsmöglichkeiten, aber auch weniger Schmerzen (man muss ja auch das Positive loben).


Donnerstag, 20. August 2015

Refugees welcome - tut Gutes und macht es öffentlich

Refugees welcome Gutes öffentlich machen Runzelfuesschen


"Mama, helfen!" Das sagte meine Tochter zu mir, als ich ihr erklärte, wieso wir im Drogeriemarkt lauter kleine Flaschen mit Rasierschaum, Durchgel und Shampoo einkaufen.
Zuhause ist es genau das gleiche. Ich packe ihre BabyBjörn Wippe zusammen mit Schuhen auf einen Haufen. Da landen auch Seifenblasen, kleine Kuscheltiere und Decken. Auch meine benutzten, aber gut erhaltenen Handys mit Ladekabel finden sich hier wieder.

Hilfe für Flüchtigen


All das ist nicht dazu gedacht, das Runzelfüßchen zu unterhalten. Ich bringe es zum Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo). Hier kommen täglich neue Flüchtlinge an, die dringend Hilfe brauchen und diese nicht ohne die vielen Freiwilligen vor Ort bekommen würden. Sie organisieren, verteilen, kümmern sich. Es gibt eine Liste, die beinahe ständig aktualisiert wird, für alle, die in Berlin auch gern helfen wollen.

Unterstützt die Flüchtlinge


Wisst ihr, ich höre immer wieder, dass Menschen auf die Not der Flüchtigen mit "ja aber..." reagieren. Es ist aber nicht die Zeit für "Ja, aber". Es ist die Zeit fürs Helfen. Und darüber reden. Ich kenne viele, sehr viele Menschen die helfen. Ob mit Lebensmitteln, mit Kleidung oder einer Stunde Zeit, die sie sich nehmen um Menschen willkommen zu heißen. Viele von ihnen sind der Meinung, dass das selbstverständlich ist und sprechen gar nicht darüber. Oder nur im Freundeskreis. Ich finde das falsch. JETZT ist die Zeit um all diese Unterstützung öffentlich zu machen. 

Refugees welcome Gutes öffentlich machen Runzelfuesschen

Refugees welcome


Weil das zeigt, dass wir Viele sind. Viele, die helfen, unterstützen, die sagen "Refugees welcome". Wir müssen lauter sein als die, die genau das nicht sagen. Ich weiß, dass viele, viele von euch die Flüchtigen unterstützen. Schreibt darüber. Seid nicht schüchtern sondern meldet euch zu Wort. Lucie Marshall hat es bereits getan, ebenso wie StadtLandMama Lisa, Mareice und Rike. Weil ich Gespräche auf Twitter, Instagram und Facebook verfolge weiß ich auch, dass kiddothekid ihren Buggy gespendet hat, ohne darüber groß Worte zu verlieren. Oder, dass Anna jederzeit bereit ist alles, was getan werden muss auch zu tun.  Das ist toll, weil es zeigt wie selbstverständlich für viele das helfen ist.

Refugees welcome Gutes öffentlich machen Runzelfuesschen

Erzählt von euren guten Taten


In meinen Augen ist es aber wichtig Position zu beziehen und zu sagen "Schaut her, ich habe geholfen". Nicht, weil der Zweck darin besteht viel Aufmerksamkeit zu bekommen, sondern um zu zeigen "Wir sind da und wir sind viele". Umso mehr Menschen von dem Engagement erfahren, um so mehr sind glaube ich auch bereit was zu machen. Denn einige wissen sicher gar nicht, wie sie helfen können. Oder haben es schlicht nicht auf dem Schirm, dass die Schuhe, die in die Altkleidersammlung kommen ja vielleicht auch vor Ort Gutes tun können. Das alles ist überhaupt nicht schlimm, aber umso mehr in den Köpfen ist wie einfach helfen sein kann, umso besser für alle.

Auch Zeit kann man spenden


All jenen, die jetzt sagen "Ich habe aber kein Geld um Dinge zu kaufen" kann ich nur sagen: Müsst ihr ja auch nicht. Vermutlich habt ihr irgendetwas zuhause, dass die Flüchtigen brauchen können. Das sind so simple Dinge wie Schuhe, die ihr nicht mehr tragt, das Kleid, was doch etwas zwackt, oder das Spielzeug mit dem eure Kinder doch nicht spielen. Gesetz dem Fall all das ist nicht vorhanden, dann habt ihr immer noch eins: Zeit. Auf die Idee bin ich erst durch Lucie Marshall gekommen. Aber klar, es ist so simple. Eine Stunde bei der Essensausgabe helfen, eine Stunde fremde Kinder bespaßen, das ist machbar. Glaube ich.

Refugees welcome Gutes öffentlich machen Runzelfuesschen


Unternehmen spenden - wenn die davon wissen


Ich war gestern unterwegs um Dinge für das LaGeSo zu besorgen. Zufällig kam ich am Weleda Shop, bei dessen Eröffnung vor einigen Wochen ich eingeladen habe, vorbei. Ich ging rein und kaufte ein paar Tuben Shampoo und Duschgel. Und soll ich euch was sagen: Die lieben Menschen dort haben mir noch zwei große Packungen mit je 10 kleinen Tuben Duschgel und Shampoo zu meinem Einkauf geschenkt. Weil sie wissen, dass sie damit Gutes tun. Und nicht, weil ich ihnen einen Blogpost dafür versprochen habe. 
Der Kindergarten vom Runzelfüßchen hat mir zwei Literflaschen Seifenblasenflüssigkeit geschenkt, um den Kindern vor Ort eine Freude zu machen. Das sind eigentlich keine großen Dinge, aber ich war dennoch so unheimlich glücklich. Weil ich drüber geredet habe und damit den Anstoß für andere gegeben habe, etwas zu tun.

Refugees welcome Gutes öffentlich machen Runzelfuesschen

Every little helps


So doof das klingt, aber ich glaube wirklich, dass jedes kleine bißchen hilft. Das scheint sogar mein Runzelfüßchen schon verstanden zu haben. Total selbstlos hat sie aus den Kuscheltieren, die ich schon vorsortiert habe, die rausgesucht, die sie "Kinder schenken" möchte. Sie muss sich von nichts trennen, was ihr wichtig ist, aber ich habe ja nur die rausgesucht, zu denen sie kaum Bezug hatte. Und auch davon hat sie nicht alle weggegeben. Aber darum geht es: Gebt, was für euch stimmig ist.

Spenden für alle


Wenn ich jetzt Dinge wie "für Deutsche spendest du sicher nicht" höre, dann sage ich euch: Das stimmt nicht! Regelmäßig gebe ich Sachen an die Johanniter, die das dann verteilen. Ich verschenke Sachen die ich nicht mehr benötige an Menschen, die es brauchen. Weil es das Richtige ist.

Macht ihr mit? Was habt ihr getan um die Flüchtligen zu unterstützen? Berichtet davon, macht euer Engagement sichtbar. Verlinkt eure Beiträge hier, schreibt selbst eine. Alles, wirklich alles ist willkommen, das zeigt: Refugees welcome!

Mittwoch, 19. August 2015

Fliegen mit Kleinkind und Flugangst - ein Erfahrungsbericht

Runzelfuesschen Erfahrungen Fliegen mit Kind Flugangst Kleinkind fliegen Air Berlin


Hallo, ich heiße Andrea und ich habe Flugangst. Darüber habe ich ja nicht nur hier schon öfter berichtet, auch die liebe Mama on the rocks kam schon in den Genuß einer Reiseschilderung auf ihrem Blog.
Nun aber hieß es: Das erste Mal fliegen mit Kind. Und meiner Flugangst im Gepäck. Ich glaube, ihr könnt euch nicht ausmalen, wie ich mich im Vorfeld gefühlt habe.

Flugangst und Fliegen mit Kleinkind


Wegen meiner Angst, die übrigens sehr diffus ist und sich auf so ziemlich alles bezieht, was mit Fliegen zu tun hat, habe ich darauf bestanden, dass der erste Flug mit Kind auch eher ein kurzer wird. Denn anderthalb Stunden Panik lassen sich in meinen Augen doch besser ertragen als fünf. Jedenfalls, der Tag kam, es wurde ernst, unser Flug nach Stockholm sollte starten.

Autositz, Reisebett, Rucksack, Koffer - Verreisen mit Kleinkind


Weil mein Mann beschlossen hatte, dass wir den Autositz auch mitnehmen wollten (vor Ort hatten wir ein Auto gemietet), sind wir mit dem Taxi zum Flughafen gefahren. Anders wäre das aber mit einem riesigen Koffer, einem Rucksack, dem Reisebett und dem Auotsitz auch gar nicht machbar gewesen. Und so mussten wir nur vom Taxi zum Terminal.
Einchecken ging bei Air Berlin relativ schnell, wenn man im Vorfeld den Web Check in nutzt und dann nur noch den Krempel abgeben muss. Allerdings dauert auch das in der Ferienzeit gefühlte Stunden. Und ganz ehrlich, ich dachte, die lachen uns aus mit all unserem Gepäck. Aber nö, im Vorfeld haben wir noch nachgefragt, aber es ist offensichtlich überhaupt gar kein Problem mit den 40 Kilo Gepäck. Und das, wo das Kind, weil unter zwei Jahren, ja für den Flug nicht mal bezahlt. Das fand ich überraschend.

Erfahrung beim Fliegen mit Kleinkind


Nach dem Securitycheck und dem Warten in der Abflughalle ging es denn irgendwann ins Flugzeug. Ich war super super nervös. Wir saßen in Reihe 2 und hatten das Glück, dass wir drei Plätze für uns hatten. Üblich sind wohl nur zwei, denn das Kind reist ja bis zwei kostenlos, dafür aber auf dem Schoß der Eltern. Im Vorfeld hatte ich natürlich den Mann genötigt, sich ums Kind zu kümmern. Ihr dürft schon mal raten, wer sich letztlich kümmern durfte. Das Runzekfüßchen schien genau zu wissen, dass ich mich nicht wohl fühlte und wollte sich natürlich extra lieb um mich kümmern. Das war nur leider nicht so recht in meinem Sinne.

Familien fliegen bei Air Berlin


Kurz bevor die Türen verschlossen wurden, stiegen noch zwei Familien ein. Eine, Vater, Mutter und ein Einjähriger, nahmen in Reihe eins, vor uns Platz. Die andere, drei Kinder (6, 12 und 16 Jahre) und ihre Mutter, setzten sich hinter uns. Beide Familien waren aus Schweden und genau das, was ich brauchte. Der kleine Junge vor uns stellte sich sofort aufrecht hin um mit meiner Tochter zu scherzen. Und die Frau hinter uns begrüßte das Runzelfüßchen in drei (!!!) Sprachen, Schwedisch, Deutsch und Englisch. Sie freute sich auf den Flug mit meiner Tochter, sagte sie. Sowas habe ich wirklich noch nie erlebt.
Ich fragte, bevor die Sicherheitseinhinweise begannen, noch nach Tipps fürs Fliegen mit Kind. Sie hatte genau einen: "Bleib ruhig, dann bleibt dann Kind auch ruhig." Hah, leichter gesagt als getan. Als es losging saß das Runzelfüßchen auf dem Schoß vom Papa und machte Quatsch. Ich gab mir Mühe, mir nicht anmerken zu lassen wie nervlich am Ende ich war. Denn ganz ehrlich, ich will ja nicht, dass meine Tochter ebenfalls Flugangst entwickelt.

Anschnallgurt für Kleinkinder beim Fliegen


Sobald wir in der Luft waren, wollte meine Tochter genau eins: Raus aus diesem Anschnalldings. Konnte ich aber sehr gut verstehen. Das ist mega unbequem, für Eltern und Kinder. Außerdem wollte sie natürlich die Familien vor- und hinter sich unterhalten. Was sie recht ausdauernd tat. Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass wir umgeben von Schweden waren, aber alle, wirklich alle, waren nett und freuten sich über das Runzelfüßchen. Die ziemlich aufdrehte. Nein, sie schrie nicht und wurde auch nicht laut. Sie war einfach nur erfreut über all das Neue, was sie erlebte. Ich hingegen war ziemlich erledigt. Denn es wackelte, wie es eben so in Flugzeugen wackelte. Und ruckelte und es war laut und für mich einfach schlimm.

Flugangst adé - das Runzelfüßchen will schlafen


Fürs Kind und den Mann natürlich nicht. Die hatten Spaß. Allerdings war das Kind irgendwann wirklich müde und da kam ich ins Spiel. Mit all dem Gerumpel und mir selbst hatte ich eigentlich genug zu tun. Aber wie das so ist, Kindern ist ja vieles egal. Meine Tochter wollte kuscheln und auf mir schlafen. Innerhalb von zwei Minuten ist sie quer auf mir liegend eingeschlafen. Diese sehr, sehr unbequeme Position, die ich nun für den restlichen Flug über einnehmen musste half übrigens gegen die Flugangst. Weil mein eingeschlafener Arm, mein am Vordersitz angestoßendes Knie und die gequetschte Hand meine ganze Aufmerksamkeit forderten.

Entspannte Eltern haben entspannte Kinder - auch im Flugzeug


Nach 1,5 Stunden war der Spuck vorbei, das Kind schlief bis alle anderen Passagiere das Flugzeug verlassen hatten. Beim Aussteigen sagte die Mutter hinter uns übrigens folgende Worte zu mir: "Du hast das großartig gemacht. Genau so sollte das sein. Entspannte Eltern haben entspannte Kinder und du bist toll!" Könnt ihr euch vorstellen was das für ein Gefühl ist, sowas zu hören? Das ist an sich schon unfassbar, weil ich das noch nie von Eltern hier gehört habe. Und dann noch nachdem ich einen Flug überstanden habe. An viel mehr von diesem Tag kann ich mich nicht erinnern, denn diese Sätze hallten lange nach.

Seid ihr schon mal mit (Klein)kind gefolgen? Wie war das? Habt ihr Tipps für mich?

Dienstag, 18. August 2015

Papa bloggt: Musiktipps für Kleinkinder


Irgendwann habe ich auf dieser Seite schon mal durchblicken lassen, dass ich mich für Musik interessiere. Während ich bei aktuellen Kinofilmen und Büchern kaum noch hinterher komme, bin ich bei Musik noch halbwegs auf dem Laufenden. Das bedeutet natürlich auch, dass das Runzelfüßchen und ich öfters mal Schallplatte oder Musik über Stream hören. Aber nicht jede Musik ist gleich dafür geeignet mit meiner Tocher gehört zu werden.

Keine expliziten Texte für meine Tochter


Vor einigen Jahren hätte ich mich noch darüber lustig gemacht, dass es tatsächlich "Parental Advisory"-Sticker und "Explicit"-Versionen von Tonträgern gibt. Vielleicht sollte man dazu sagen, dass der Parental Advisory-Aufkleber eine US-Erfindung war, um Eltern auf vulgäre oder sonstige jugendgefährdende Inhalte hinzuweisen. Dass zumindest Jugendliche diese Aufkleber als Qualitätshinweis wahrgenommen haben, muss nicht weiter erklärt werden. Seitdem das Runzelfüßchen alles nachplappern kann, muss ich aber auch aufpassen, was wir hören.

Sonntag, 16. August 2015

Von Begegnungen - das Wochenende in Bildern

Runzelfuesschen Wochenende in Bildern Leben mit Kleinkind


Dieses Wochenende war voller Begenungen. Dabei haben wir, ob der Hitze eigentlich gar nicht soviel gemacht haben. Aber manchmal, da gibt es so Zufälle und zack, ist alles anders als erwartet.

Samstag, 15. August 2014


Runzelfuesschen Wochenende in Bildern Leben mit Kleinkind
Der Tag startete mit Sonnenschein. Also zog ich mir das passende Shirt an.

Runzelfuesschen Wochenende in Bildern Leben mit Kleinkind
Anschließend ging es auf zum See. Das Runzelfüßchen hatte relativ schnell neue Freunde gefunden, die sogar mehr oder weniger freiwillig ihre Spielsachen mit ihr teilten.

Runzelfuesschen Wochenende in Bildern Leben mit Kleinkind
Während meine Tochter mehr und mehr Freunde sammelte, traf ich meinen ersten echten Leser. In Berlin treffe ich ab und zu schon mal Menschen, die auch meinen Blog lesen. Aber das hier war anders. Wir waren nicht in Berlin und die Familie erkannte mich anhand des schönen Fotos, dass es hier auf dem Blog gibt. Und wenn ihr das hier lest: Es war sehr schön mit euch. Ein bißchen schräg, weil mir das nich nie passiert ist, aber schön.
Als wir gingen kam noch eine andere Frau auf mich zu und rief "Andrea?!". Jupp, eine Freundin aus der Schulzeit war auch an diesem See. Ich habe sie schon sehr sehr lange nicht mehr gesehen.


Donnerstag, 13. August 2015

Gastpost: Selbstständig sein mit Kind


Gastpost Kreativlabor Berlin selbstständig sein mit Kind Runzelfuesschen


Im heutigen Gastpost lasse ich Julia zu Wort kommen. Durch einen Zufall habe ich sie vor einigen Monaten auf einem Event kennengelernt und seitdem im Auge behalten. Denn Julia ist die Frau hinter Kreativlabor, einem Blog, auf dem ich, seit die Nähmaschine hier eingezogen ist, recht häufig surfe. Julia schreibt heute aber nicht über Schnittmuster oder Nähtechniken, nein, sie berichtet über ihre Selbstständigkeit. Denn wie ich ist auch sie selbstständig und Mutter. Dieser Spagat ist nicht immer leicht, aber für uns Beide scheint es das Richtige zu sein.  Aber lest selbst:

Gastpost Kreativlabor Berlin selbstständig sein mit Kind Runzelfuesschen

Julia vom Kreativlabor: Über Vereinbarkeit von Selbstständigkeit und Muttersein


Heute möchte ich euch ein bisschen über die Vereinbarkeit von Selbstständigkeit und Muttersein erzählen. Ich bin mittlerweile seit 8 Jahren selbstständig, davon 4 Jahre mit Kind. Wie lässt sich ein Homeoffice in einem Kinderhaushalt gestalten? Was sind die Vor- und Nachteile der Freiberuflichkeit als Mutter?

Geht das, selbstständig sein mit Kind?


„Das könnte ich nicht!“ ist der erste Satz von Freunden oder Bekannten, wenn ich von meiner Selbstständigkeit erzähle. So wirklich verstehen kann ich diese Angst nicht. Als verantwortungsbewusster Mensch, der sich den Folgen seines Handelns bewusst ist und die wirtschaftliche Entwicklung seines Unternehmens im Auge behält, ist eine Selbstständigkeit vielleicht sogar sicherer und vorallem deutlich spannender als ein „normaler“ Job. Niemand schreibt mir vor, wann ich mit der Arbeit beginnen soll und wann ich gehen darf. Niemand kann mich feuern. Ich kann jederzeit Termine einschieben, ob es Kinderarzt, Bürokratie oder ein vergessener Einkauf ist. Ich entscheide, ob ich Projekt X umsetze, oder mich lieber Projekt Y widme. Kurz gesagt: Ich liebe es, selbstständig zu sein - vorallem mit Kind.


Mittwoch, 12. August 2015

Tipps gegen Wespen - was tun bei Wespen und Kindern

Tipps gegen Wespen mit Kindern Runzelfuesschen Elternblog Bloggertipps

Am Wochenende habe ich erlebt wie ein Kind von einer Wespe gestochen wurde. Etwas alltägliches, sollte man meinen. Ist es sicher auch, aber ich fand das Geschrei des Kleinen unerträglich, hatte Mitleid und sorgte mich gleichzeitig sehr ums Runzelfüßchen. Denn sie hat vor ziemlich viel Krabbelgetier Angst. Und da bilden Wespen leider keine Ausnahme.
Ich mag die auch überhaupt nicht, weil ich leider darauf allergisch bin. Als ich das letzte Mal, so mit 15, gestochen wurde, ist meine Hand enorm angeschwollen, ich musste in die Notaufnahme und seid dem ist der Respekt vor den Wespen noch mal gewachsen.

Tipps gegen Wespen mit Kindern Runzelfuesschen Elternblog Bloggertipps
Wegen all dieser Erfahrungen und meinem Interesse an Austausch habe ich auf Twitter mal nach Tipps gefragt. Und hier sind die Ideen, mit denen all die lieben Menschen dort um die Ecke kamen. Ich habe außer "ruhig bleiben" keinen davon bis jetzt ausprobiert, aber ich habe es schwer vor.


Dienstag, 11. August 2015

Papa bloggt: Begegnungen auf Spielplätzen

Sieb und Förmchen

Das Runzelfüßchen und ich gehen gerne auf Spielplätze. Wir schaukeln zusammen, meine Tochter rutscht und wir "backen Kuchen". Manchmal gehen wir noch auf den Spielplatz, bevor es Abendbrot gibt. So blöd es auch klingt: neben Sport gibt es kaum eine andere Tätigkeit, bei der ich mich nach der Arbeit so entspannen kann. Wenn es nach mir ginge, würde ich noch viel öfter mit ihr dorthin gehen. Leider finden nicht alle Eltern Spielplätze so entspannend, sonst würde es nicht zu komischen Begegnungen kommen.

Kampf im Sandkasten um ein Sieb


Wir waren wieder auf dem Spielplatz unseres Vertrauens.  Es war so gegen 17 Uhr und meistens sind wir alleine dort. Eine Mutter kam mit einer Freundin und ihrer kleinen Tochter. Der Spielplatz war für uns alle groß genug, aber das Runzelfüßchen wollte sich das alles ganz genau anschauen. Wir hatten unsere eigene Schippe und Eimer, aber ein anderes Kind mit noch mehr Spielsachen war interessant für sie. Das andere Mädchen war vielleicht ein Jahr jünger als meine Tochter und konnte gerade sitzen. Sie hatte aber schon einiges an Sandspielzeug um sich herum verteilt. Nachdem sich meine Tochter mit einem "hallo" vorgestellt hat, nahm sie ein Sieb des anderen Kindes in die Hand. Aber das durfte sie nicht lange in der Hand halten, weil die Mutter lautstark intervenierte. "Das ist unser Sieb!" rief sie und nahm dem Runzefüßchen das Sieb wieder weg.

Sonntag, 9. August 2015

Von Freibädern und Spielplätzen - das Wochenende in Bildern



Runzelfuesschen Freibad mit Kleinkind Elternblog Wespen und Kleinkind

Das Wetter am Wochenende war herrlich. Und so ist es ja wenig verwunderlich, dass wir die meiste Zeit am Wasser verbracht haben. Das fing Freitag an und zog sich dann so fort.

Samstag, 8. August 2015


Runzelfuesschen Freibad mit Kleinkind Elternblog Wespen und Kleinkind
Das Runzelfüßchen war ziemlich früh auf den Beinen, es war einfach zu heiß um lange zu schlafen. Und nach dem Frühstück wollte sie die am Freitag genähte Hundehose (mit langen Beinen) anziehen. Ging aber nicht, es war wirklich heiß. Weil sie so traurig war habe ich ihr einfach eine neue mit kurzen Beinen genäht. Und schwupps war das Kind glücklich.

Runzelfuesschen Freibad mit Kleinkind Elternblog Wespen und Kleinkind
Das erste Eis des Tages. Wir waren auf dem Weg zum Stoffmarkt und mussten einfach an der Eisdiele halten. Die Verkäuferin war so nett uns statt der zwei bezahlten Kugeln noch zwei weitere zu schenken. Also dem Runzelfüßchen. Sie fand sie so "niedlich". Ich fand die zwei Sorten Mango und Cassis, die das Kind ergatterte im Gegenzug sehr köstlich. (Natürlich hat meine Tochter auch was davon gegessen).


Runzelfuesschen Freibad mit Kleinkind Elternblog Wespen und Kleinkind
Ein erneuter kurzer Stoff auf dem Stoffmarkt in Neukölln. Ja, da war ich letzte Woche auch schon, aber ich hatte nicht genug Stoff für ein weiteres Maxikleid gekauft. Nun bin ich aber erstmal versorgt.

Runzelfuesschen Freibad mit Kleinkind Elternblog Wespen und Kleinkind
Die Nachbarn, bei denen ein Paket für mich abgegeben wurde, sind endlich wieder da. Und schaut mal, so eine tolle Überraschung. Die liebe Kalinchensmama hat mir ein Geschenk geschickt. Obwohl, eigentlich fürs Kind. Es waren nämlich zwei total süße selbstgenähte Pullis drin und ein Nähbuch für mich. Hach, danke!


Freitag, 7. August 2015

Werbung: kidztower - Wenn ihr wollt das eure Kinder überall mitmachen können

Erfahrung kidztower Runzelfuesschen Elternblog Leben mit Kind


Kennt ihr das auch,dass ihr in der Küche seid und eure Kinder überall dabei sein wollen. Koste es was es wolle? Durch Zufall habe ich von einer Lösung gehört und war gespannt.
Als ich das erste Mal vom kidztower hörte, dachte ich: Klingt gut, aber nimmt das nicht voll viel Platz weg? Und: Wird das Runzelfüßchen wirklich darin stehen wollen?
Der kidztower ist, wenn man es mal ganz kompliziert ausdrücken möchte, eine Stehvorrichtung für Kinder. Die ist auf Höhe der Eltern, so dass die Kleinen überall dabei sein können. Da das Runzelfüßchen IMMER an unseren Beinen hängt und "Arm, Arm, Arm" ruft sobald einer von uns sich auf den Weg in die Küche macht, ist kochen momentan ein Abenteuer.
Ich glaube, meine Tochter hat Angst etwas zu verpassen. Und weil sich ja alles außerhalb ihrer Reichweite befindet ist es natürlich doppelt interessant. Für uns Eltern ist es in erster Linie eine großer Herausforderung so zu kochen.

Kleinkind will beim Kochen dabei sein


Bis jetzt lief es meist so, dass einer von uns in der Küche werkelte, der andere das Runzelfüßchen davon abhielt in der Küche am Bein zu hängen und auf Ausblick zu hoffen. Nun ist das zum Glück vorbei. Vor einigen Wochen zog nämlich der kidztower hier ein. Ein ziemlich großes Paket wurde geliefert und weil mein Mann so aufgeregt war eine Lösung gefunden zu haben, gibt es leider keine Fotos.

Erfahrung kidztower Runzelfuesschen Elternblog Leben mit Kind

Aufbau kidztower


Den Aufbau vom kidztower habe ich großzügig dem Mann überlassen, das Runzelfüßchen wollte aber tatkräftig helfen. Zusammen haben die Beiden vielleicht eine halbe Stunde gewerkelt, ist also kein Buch mit sieben Siegeln. Und dann ging es zur ersten Probe. Ehrlich gesagt war gerade nichts zu kochen, aber das hielt uns nicht davon ab so zu tun als ob. Das Runzelfüßchen fühlte sich wie eine Königin, da auf ihrem Thron.


Mittwoch, 5. August 2015

Warm, Durst, Pipi - unser Abendritual



Abendritual bei Kleinkind Runzelfuesschen Elternblog Mamablog


Das Runzelfüßchen ist ziemlich schlau. Und weil sie das ist hat sie mit ihren anderthalb Jahren auch schon herausgefunden wie sie das Zubettgehen um einige Minuten herauszögern kann. Ich bin ehrlich gesagt etwas sprachlos, wie schnell sie das schon gelernt hat. Wenn ich mich recht erinnere war ich um einiges älter, als ich anfing meinen Eltern noch Minuten des Wachbleibens abzutrotzen.

Mama, selber machen - Verzögerungstaktik Eins


Unser Abendritual ist eigentlich immer gleich. Nach dem Abendessen lesen wir Bücher, eins, wenn das Runzelfüßchen schon sehr müde ist, fünf, wenn sie noch besonders aktiv ist und ständig neue anschleppt.
Danach zieht mein Mann ihr den Schlafanzug an und es geht zum Zähneputzen. Hier kommt Verzögerungstaktik eins zum Einsatz, die da heißt "Selba machn". Ähm, na gut. Also putzt erst das Kind und dann wir. Mindestens eine Minute gut gemacht.

Mama, Durst - Verzögerunstaktik Zwei


Dann gehts ins Bett. Mit Gute Nacht Kuss und allem. Sie legt sich hin und macht die Augen kurz zu. Um sie dann wieder aufzumachen. Und mich anzuschauen, meine Hand zu halten und zu lachen. Super süß. Dann kommt Verzögerungstatktik zwei: "Mama, Durst"
"Hast du wirklich Durst?"
"Ja, Durst, Durst habe".  Na gut, ich hole ihr was zu trinken. Während ich das Wasser besorge hat das Kind natürlich vergessen, dass sie durstig war und ruft nach mir.
"Mama, müde". Also zurück zum Bett, mit Wasser, man weiß ja nie...

Mama, Pipi - Verzögerungstaktik Drei


Sie hat dann auch wieder Durst, trinkt und legt sich hin. Zeit für Verzögerungstaktik drei:
"Mama, Pipi machen". "Musst du Pipi machen Kind?" "Ja".
Na gut, auch wenn sie natürlich noch Windeln trägt will ich ihr ja zeigen, dass es gut ist, wenn sie sich bemerkbar macht, wenn sie auf Toilette muss. Also gehen wir auf Toilette.

Abendritual mit Kleinkind


Danach wieder zurück ins Bett. Und, wenn es warm ist, dann kommt: "Mama, warm". Tja, was soll ich dagegen sagen?
Irgendwann schläft sie dann auch wirklich ein. Weil ihr noch keine weiteren Dinge einfallen. Aber vermutlich ist das nur eine Frage der Zeit. Wenn ich ehrlich bin muss ich über den Einfallsreichtum meiner Tochter schon sehr sehr lachen.

Wie läuft das denn bei euch? Und wann haben eure Kinder mit Verzögerungstaktiken angefangen? 

Dienstag, 4. August 2015

Papa bloggt: Meine Tocher will trösten

Über das Trösten meiner Tochter

Kleinkinder fallen hin, sie stolpern und sie stoßen sich. Welche Eltern kennen das nicht? Unsere Tochter ist dabei relativ unverwüstlich. Oder hart im nehmen. Wenn sie manchmal stolpert, dann fängt sie nicht plötzlich an zu weinen oder beschwert sich. Ich denke mir, dass das bestimmt weh getan hat. Aber stattdessen rappelt sie sich dann wieder auf, schaut sich kurz um und läuft weiter.
Manchmal tut es aber doch mehr weh und sie will sich trösten lassen. Für mich neu ist: sie will mittlerweile auch uns trösten, wenn wir uns weh tun.

Das Runzelfüßchen hat Empathie


Mir ist schon länger aufgefallen, dass das Runzelfüßchen mitfühlend sein kann. Wir sitzen in der Straßenbahn und irgendwo am andere Ende schreit ein Baby ein typisches Babyschreien. Meine Tochter schaut mich in diesem Momenten sehr mitleidend an und sagt "Baby aua". Ich erkläre ihr dann, dass es dem Baby gut geht und es vielleicht nur Hunger hat. Wenn das Baby noch sehr lange in der Tram mit uns mitfährt, dauern diese Erklärungen gerne ein paar Minuten. Am liebsten würden sie alle schreiende Babys selbst trösten.

Die Tochter will trösten


Auch als Erwachsener verletzt man sich. Ich passe einen Moment nicht auf und plötzlich stoße ich gegen das Bett oder einen Schrank oder sonst wohin. Letztens stieß im Schlafzimmer gegen unser Holzbett. Meine Tochter war natürlich auch in der Nähe. Der Schmerz war sehr intensiv und ich rief laut "aua". Wenn meine Tochter nicht dabei gewesene wäre, hätte ich vielleicht noch ein paar Flüche genutzt, denn mein Bein tat echt weh. Aber dann dachte ich, dass das Runzelfüßchen noch ganz gut ohne "verdammte Dreckscheiße" im Wortschatz leben kann.
Allerdings muss ich ein erschreckendes Bild für meine Tochter abgegeben haben: Sie kam direkt zu mir und sagte "Nussi Papa" und gab mir einen Kuss. Direkt danach strich sie mir über das Bein und sagte  "Ei machen". Übergangslos kam aber auch sofort die Frage "Besser?" von ihr. Schmerzverzehrt musste ich dennoch lachen. So viel pragmatisches Mitgefühl hatte ich nicht erwartet. Ich log, dass es mir schon besser ging und sie freute sich.

Ihr neues Ritual ist seit diesem Moment "Papa, Ei machen, Nussi - besser?" Das geht dann innerhalb von 30 Sekunden nahtlos von Schmerzen in Besser werden über. So schnell bin ich manchmal nicht, aber ihre Unternehmungen mich zu trösten sind unglaublich rührend. 

Eigentlich sollten Eltern ihre Kinder trösten und nicht umgekehrt. Wurdet ihr denn auch schon mal von euren Kindern sinnbildlich in den Arm genommen?

Sonntag, 2. August 2015

Von Märkten und Freibädern - das Wochenende in Bildern


Runzelfuesschen Leben mit Kind in Berlin Elternblog

Da das Wochenende mit allerbestem Sommer- Sonnenwetter ganz herrlich war, waren viel viel draußen unterwegs. Und haben das ein oder andere kühle Getränk zu uns genommen...


Samstag, 1. August 


Runzelfuesschen Leben mit Kind in Berlin Elternblog
Bei schönem Sonnenschein gings los zum Maybachufer. Auf, auf, zum Stoffmarkt. Ich hatte Lust was Neues zu kaufen um was draus zu nähen und der Mann hatte Lust auf leckeres Essen. Das gibt es dort nämlich auch. Das Runzelfüßchen hatte einfach Lust auf spazieren gehen. Für jeden etwas...

Runzelfuesschen Leben mit Kind in Berlin Elternblog
Für mich gabs Stoff, für den Mann wie gewünscht was Leckeres zu essen. Okonomiyaki, eine Art Pfannkuchen, die wir in Japan immer gegessen haben. Leider wars nicht ganz so lecker wie in der Kansai-Region.

Runzelfuesschen Leben mit Kind in Berlin Elternblog
Wieder daheim halten Mann und Kind Mittagsschlaf. Ich wasche schon mal die neuen Stoffe und muss dann leider arbeiten. Ganze drei Stunden, irgendwie waren die beide richtig müde und brauchten diese Mütze Schlaf.