Mittwoch, 14. Oktober 2015

Aufruf: Eltern und Kopfschmerzen

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Wie einige von euch vielleicht wissen leide ich unter Migräne. Immer mal wieder, unterschiedlich heftig. Im Leben vor dem Kind war das irgendwie nie so ein großes Problem, denn abgesehen von den Schmerzen und der Übelkeit und allem, was damit einhergeht, gab es einen, heute nicht mehr vollstellbaren Luxus: Ich konnte mich ausruhen. Meine Migräne pflegen, mich im dunklen Zimmer verkriechen, (starke) Tabletten nehmen und warten, dass der ganze Spuck wieder vorbei ist.

Migräne mit Kind


Heute ist das anders. Ich habe nach wie vor diese Migräne, aber inzwischen hasse ich sie noch ein bißchen mehr. Weil sie, egal welche Medikamente es da geben mag, mein Leben mit dem Runzelfüßchen stark einschränkt. Ich kann einfach nicht mal eben mit ihr auf dem Spielplatz rumtoben, wenn eine Attacke mich fest im Griff hat. Es tut mir immer total leid, ihr dann erklären zu müssen, dass Mama eben Kopfschmerzen hat und jetzt nicht so wild toben kann.

Weniger Medikamente wegen Kind


Die Krux ist auch: Ich kann die super starken, schnell helfenden Medikamente nicht nehmen, weil ich dann nicht mehr richtig auf meine Tochter aufpassen kann. Und wer das nicht glaubt, als ich die das erste Mal genommen habe, hatte ich die Idee aus dem Fenster zu springen, weil fliegen jetzt sicher auch so möglich wäre. Also nein, diese Tabletten nehme ich dann lieber nicht.

"Mama hat Kopfschmerzen"


Inzwischen ist es so, dass mein Runzelfüßchen den Satz "Etwas langsamer, Mama hat Kopfschmerzen" wohl zu oft gehört hat. Denn entweder erzählt sie, aus heiterem Himmel, Fremden "Mama, Kopfschmerzen" oder sie setzt sich zu mir, kuschelt sich an und sagt "Mama, hab Kopfschmerzen." Und ganz ehrlich, das bricht mir das Herz. Ich weiß, dass ich gegen Migräne wenig tun kann, alles, was es da so gibt, das versuche ich. Aber ein vollkommen stressfreies Leben ist meiner Meinung nach momentan leider eine Utopie.

Ich suche eure Geschichte: Elternsein und Kopfschmerzen


Deswegen rufe ich nun euch zum Mitmachen auf: Ihr Eltern, die ihr auch von Migräne oder jeder Art von Kopfschmerzen geplagt seid: Teil eure Erlebnisse mit mir. Ich möchte gern sichtbarer machen, wie das so ist, das Leben mit Kindern und Kopfschmerzen. Welche Tipps und Tricks habt ihr, was hilft und was nicht? Wie gehen eure Kinder damit um? Alles, was ihr erzählen mögt ist willkommen. Ihr könnt einen Blogpost schreiben oder mir eure Geschichte erzählen. Meldet euch einfach per Mail unter hallo at runzelfuesschen punkt de mit dem Betreff "Migräne" und dann schauen wir weiter.
Ich freue mich auf euch und eure Erlebnisse, weil sie sicher helfen zu zeigen: So nicht, ihr blöden Kopfschmerzen!

Kommentare:

  1. Ich kann das total nachvollziehen, weil ich früher auch Migräne-Geplagte inkl. Erbrechen war. Glücklicherweise ist es seit den Geburten tatsächlich besser geworden. Das hätte ich nie geglaubt. Mittlerweile habe ich wirklich selten richtige Migräne und auch viel seltener normale Kopfschmerzen als früher, obwohl mein Leben soviel stressiger, lauter und konfliktreicher geworden ist. Ich bin total froh darum, dass die Migräne besser geworden ist, denn ich könnte mir nicht vorstellen, ein oder in meinem Fall zwei Kinder bei häufiger Migräne zu wuppen. Du hast mein vollstes Mitleid, und soweit ich weiß, habt ihr ja auch niemanden aus der Familie in der Nähe, der schnell mal kommen könnte. Aber toll, wie verständnisvoll das Runzelfüsschen ist. Das ist echt Typsache, mein Großer ist bei sowas völlig unempathisch, meine Kleine dagegen einfühlsam.
    Ich kann Dir nur den Tipp geben, zum frühestmöglichen Zeitpunkt Schmerzmittel einzunehmen, damit die Migräne gar nicht erst ausbricht. Manchmal kann man sie dann noch im Zaum halten. Aber das hast Du wahrscheinlich auch schon alles ausprobiert.
    Liebe Grüße und alles Gute!

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  2. Ich bin schon gespannt auf den Artikel. Genau das kenne ich nämlich auch.
    Gute Besserung.

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  3. Bisher hatte ich Glück, solange ich stillte, gab's durch die Hormonumstellung keine Migräne, und seither waren es erst zwei schlimmere Anfälle. Aber ich habe mich auch schon gefragt, was ich im Fall einer wirklich heftigen Attacke mit dem Kind mache, ich kann die Kleine ja nicht einfach ins Zimmer sperren, wärend ich ausgenockt bin. Zum Glück kann mein Mann einen Teil seiner Arbeitszeit flexibel einteilen, das wäre unser Notfallprogramm...

    LG, Julia

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  4. Liebes Runzelfüßchen, da muss ich dir einfach schreiben. Ich blogge ja schon einige Zeit über mein PMS und wie es sich im Alltag auswirkt. Kopfschmerzen gehören da neben einigen anderen Symptomen noch dazu. Wenn ich auf meinen Arzt höre, mache ich mir das Leben ja selbst schwer: Würde ich Hormone schlucken, wäre ich mein Leiden los. Aber ich sehe Hormone nicht als Lifestyle-Medikamente, die quasi "dazugehören". Es muss also einen anderen Weg und einen anderen Grund geben, der sich hinter meinen Beschwerden verbirgt.
    Seit kurzem teste ich den intensiven Einsatz von Aromatherapie und muss sagen: Ich bin begeistert. Meine Erkältung war innerhalb eines Tages viel besser, meine Kopfschmerzen waren weg. Dazu ein wenig Akupressur, bei den ersten Anzeichen raus an die frische Luft und Bewegung. Das bringt mich wieder in Schwung und hilft mir meistens. Wenn einmal doch nicht, dann bin ich der "Auf-der-Couch-verkrümel-Typ" und setze meine Kinder von meinem Befinden in Kenntnis. Meist nehmen sie darauf Rücksicht, bringen mir auch mal was zu trinken, kuscheln sich zu mir und lesen mir vor. Das lässt das Kopfweh zwar nicht verschwinden, aber es wird angenehmer.
    Lg Daniela

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