Mittwoch, 20. Mai 2015

Multitasking bei Kleinkindern

Multitasking bei Kleinkindern Erfahrung Runzelfuesschen


Das Runzelfüßchen zeigt manchmal so kleine Dinge, in denen ich mich sehr wieder erkenne, die mich aber gleichzeitig erschrecken. Denn das, was meine kleine Tochter da manchmal betreibt lässt sich schlicht und einfach als Multitasking bezeichnen. Und ich frage mich, ob das schlimm oder normal ist.

Wenn sie beispielsweise eigentlich mit beiden Händen ihren Becher festhält und trinkt, schielt sie mit dem einen Auge schon Richtung Flaschendeckel. Am liebsten würde sie ihn noch während des Trinkvorgangs die Flasche zuschrauben.
Wenn sie mit ihren Bauklötzchen spielt, will sie gleichzeitig am liebsten auch Bücher lesen. Oder beim Malen möchte sie gleichzeitig ihre Puppe kuscheln.



Multitasking bei Kindern normal?


Nun frage ich mich, ob ich das alles befeuere oder ob es nicht ein Stückweit auch normal ist, dass Kinder Dinge parallel tun wollen. Eben weil sie sowohl die Puppe kuscheln als auch von ihren Eltern ein Buch vorgelesen bekommen möchte. Na gut, das zusammen geht aber auch wirklich gut! Aber versteht ihr an sich was ich meine?

Eltern leben Multitasking vor


Auf der anderen Seite ist es natürlich so, dass meine Tochter mitbekommt, dass ich eben nicht fokussiert nur eine Sache mache. Zum Beispiel streichel ich die Katze und gucke parallel in eine Zeitschrift. Oder ich rede am Telefon mit Runzelfüßchens Oma (über Lautsprecher, das Kind will ja mithören) und nehme parallel die Wäsche von der Leine. Ich versuche mich so oft wie möglich im Beisein meiner Tochter auf nur eine Sache zu konzentrieren. Also eben nicht multitasking vorzuleben. Aber es klappt nicht immer, weil das Leben so ist. Und auch, weil ich zum Beispiel durchaus denke, dass ich keine Lust habe die Wäsche später abzunehmen. Das war auch im Leben vor Kind schon so.

Multitaskingoder Konzentration bei Kleinkindern


Wenn mein Runzelfüßchen mir aber zeigt, wie sie diese Verhaltensweise von mir übernimmt, dann sorge ich mich schon. Auch, weils sie das, soweit ich es überblicke, eher bei mir macht. Mein Mann ist kein Freund von multitasking und macht immer eine Sache nach der anderen. Gut für ihn, aber mich macht das fuchsig. Nur würde ich mir in dem Punkt selbstverständlich wünschen, dass meine Tochter nach ihm kommt. Sie soll sich auf eine Sache konzentrieren, spielen und nicht nebenbei noch 100 andere Dinge machen wollen.

Oder mache ich mir zuviele Sorgen und das ist alles ganz normal? Was denkt ihr?

Kommentare:

  1. Hallo!
    Ich glaube das es normal ist, das Kinder sich das bei ihren Eltern abschauen und ein Stück weit übernehmen. Oft wollen die Kleinen ja in einem bestimmten Alter bzw. in einer Phase immer alles genauso machen wie die Erwachsenen und ahmen unser Verhalten nach. Ich erwische mich selbst auch oft dabei wie ich mehrere Dinge gleichzeitig mache (wie z.B. telefonieren und nebenbei Wäsche abnehmen oder irgendwas wegräumen). Aber meist mache ich mehrere Sachen gleichzeitig um die unliebsamen Aufgaben einfach schneller weg zu haben, um dann mehr Zeit für die wichtigen Dinge zu haben (zum Beispiel in Ruhe ein Buch mit dem Zwerg anschauen oder mit ihm zu spielen).

    Und ich glaube wenn die Kleinen wirklich so richtig vertieft ins Spiel sind dann interessiert sie auch nichts anderes mehr. Bei meinem Zwerg kommt es derzeit oft vor, das er ständig zwischen den Spielen und was er tut hin und her läuft. In einer Sekunde hat er noch Lego gespielt, dann will er auf einmal ein Buch lesen, 10 Sekunden später ist das uninteressant und er will wieder was anderes machen.

    Liebe Grüße
    Fiona

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  2. Bis zum Schluss dachte ich, dass hier ein Smartphone eine Rolle spielen muss und bin jetzt total überrascht das nicht. ;) Ich kann die Haltung Deines Mannes aber gut nachvollziehen. Sie muss früh genug mehrere Dinge auf einmal tun, oder ist das zu kurz gegriffen?

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