Freitag, 26. August 2016

Pfui, ein Junge - eine schreckliche Begegnung

Runzelfuesschen Elternblog Erlebnisse in Berlin Mit Baby in Berlin



Gestern war ich mit dem Baby im Kinderwagen unterwegs. Ich traf mich mit einer Freundin und anschließend wartete ich auf die Bahn, um das Runzelfüßchen vom Kindergarten abzuholen.
An der Bahnstation setzte ich mich hin, Herr Annika im Wagen. Wir guckten uns an, prusteten und lachten. Alles war schön.

Ältere Dame mischt sich ein


Dann näherte sich eine ältere Dame, siebzig plus würde ich schätzen.
Mitten in meine Interaktion mit meinem Sohn schob sie ihr Gesicht in den Kinderwagen und starrte hinein.
"Was ist das denn?" blaffte sie mich an. Ihr könnt euch ungefähr vorstellen wieviel Lust ich hatte auf diese Frage zu antworten.
"Halloooo, was ist denn das?", fragte sie wieder.
"DAS ist ein Baby!" antwortete ich, sehr freundlich. Manchmal hilft übertriebene Freundlichkeit ja dabei, dass Menschen verstehen, dass ihr Verhalten gerade nicht besonders schön ist.


Mittwoch, 24. August 2016

Kind im Familienbett? Auf keinen Fall



Neulich fuhr ich mit der Bahn. Mit beiden Kindern im Kleinkindabteil. Außer uns waren dort noch zwei Mütter mit ihren zehn Monate und ein Jahr alten Kindern. Das Runzelfüßchen störte sich daran natürlich nicht sondern "spielte" mit den Beiden.
Ihr Bruder stillte sich des öfteren auf dieser Fahrt an meiner Brust und eigentlich war alles ganz harmonisch.

Zwei Mütter in der Bahn belauscht


Die beiden Mütter hatten sich viel zu erzählen, immerhin waren ihre Kinder ja in einem ähnlichen Alter. Mich bezogen sie in ihr Gespräch nicht ein, was mir ehrlich gesagt aber auch ganz recht war. Ich kam dennoch nicht umhin zuzuhören. Gut, ich gebe zu, irgendwann habe ich gelauscht. Was aber daran lag, dass die Beiden sich so unglaublich einig waren und so ganz andere Vorstellungen vom Zusammenleben mit Kindern hatten als ich.

"Stillen? Mag ich nicht"


Während Herr Annika schmatzend an meiner Brust ruhte und ab und zu ein zufrieden seufzte brachten die Damen ebenfalls das Thema Stillen ins Feld.
"Also, ich hab ja nach sechs Monaten endlich abgestillt. Ich fand das nervig. Immer dieses an meiner Brust hängen." startete die Eine.
"Ich auch. Wenn es meinem Mann nicht so wichtig gewesen wäre, dann hätte ich das schon früher gemacht. Ich finde diesen Hype um Stillen blöd. Stillen war nichts meins. Und dem Baby ist doch egal ob es die Brust oder die Flasche kriegt."


Sonntag, 21. August 2016

Papa bloggt: Allein ohne Familie - das Wochenende in Bildern


Das Runzelfüßchen, Herr Annika und meine Frau sind im Urlaub. Am Meer, wo es warm ist. Ich wäre gerne mitgefahren, aber egal wie man es nennt (Strohwitwer, kinderfrei), berichte ich von meinem Wochenende - ohne Kinder und ohne Frau.  

Samstag, 20. August 2016



Ich hatte mich entschieden, spontan Freunde zu besuchen und nach Köln zu fahren. Dabei musste ich sehr viel Zug fahren, aber das ist nicht immer schlecht. Das Gute am Zugfahren ohne Kinder ist, dass man tatsächlich zum lesen kommt. In der SZ war ein interessanter Artikel zum Thema Kaiserschnitt drin. 

Mittwoch, 17. August 2016

Wir erziehen bunt - Mädchen und Jungs

Runzelfuesschen Elternblog rosa oder hellblau naehen fuer kinder kinderkleidung


"Ist das ein Junge oder ein Mädchen?" - wie sehr habe ich diese Frage in der ersten Zeit mit dem Runzelfüßchen gehasst. Nicht etwa, weil ich dachte "häh, sieht denn keiner wie niedlich mein Kind ist?" Sondern weil ich fand, dass das erstmal egal war. Junge oder Mädchen, was heißt das denn? Mir ist schon klar, dass Menschen gern kategorisieren. Aber was heißt das in Bezug auf kleine Babies? Ist da das Geschlecht wirklich wichtig?

Rosa oder hellblau?  - dann lieber orange


Nun ist es so, dass ich persönlich rosa nicht besonders leiden kann. Und daher hatte das Runzelfüßchen als Baby nur wenig Klamotten in dieser Farbe. Das waren alles Geschenke. Ich erinnere noch, dass wir einen Body bekamen auf dem stand "Meine Mutter ist schöner als deine!" Bei aller Liebe, aber den habe ich direkt entsorgt.
Jedenfalls trug das Kind ab und an mal rosa, vor allem aber querbeet die Farben dieser Welt.
Mein Lieblingskommentar zu ihrem orangenen Overall war mal "Ziehen Sie das Kind doch bitte geschlechtsspezifisch an, so weiß man ja gar nicht was es ist."


Dienstag, 16. August 2016

Papa bloggt: Musikrituale mit dem Runzelfüßchen

Musik

Das Runzelfüßchen und ich hören gerne Musik beim Frühstück. Also eigentlich höre ich gerne Musik, wie ich schon mal berichtete, aber meine Tochter darf immer gerne mitbestimmen, was wir hören. Manchmal wird man die Geister nicht mehr los, die man damit rief.

Huhu-Musik und der Geist von Michael Jackson


Gefühlt bin ich zwar nicht so alt, aber die 80er Jahre sind mir musikalisch noch ein wenig in Erinnerung geblieben. Weniger durch eigenes Erleben, aber zumindest die 80er, die ich durch Formatradio, NDW- und 80er-Jahre-Compilations kenne, rufen bei mir leichten Würgereiz aus. Dabei gibt es doch einige Musikstücke, die selbst 30 Jahre danach nicht schlecht sind. Das Runzelfüßchen und ich hörten also in einer Playlist Michael Jackson, eingebettet zwischen Joy Division, Grandmaster Flash und Public Enemy. Aber was wollte meine Tochter wochenlang nur noch hören? "Huhu-Musik" (wie sie es nannte) von Michael Jackson. Es musste auch nicht immer das gleiche Lied sein, denn in fast jedem Lied juchzte Michael zwischen den Zeilen.

Sonntag, 14. August 2016

Von Verletzungen und Hosen - das Wochenende in Bildern


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Dieses Wochenende war das Runzelfüßchen verletzt und dementsprechend konnten wir wenig machen. Dachten wir. Aber mithilfe eines kleinen Tricks ging dann doch vieles.

Samstag, 13. August 2016


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Nachdem Herr Annika wach ist mache ich mich auf den Weg zu Susanne. Ich bin auf der Suche nach einem Kinderwagen, der leicht und wendig ist, weil ich in wenigen Tagen mit beiden Kindern allein in den Urlaub fliegen will. Und Familie Mierau hat mir (genau wie zwei weitere Familien) auf mein Gesuch auf Twitter hin sofort ihren Wagen angeboten. So haben wir uns zur Übergabe am Samstag morgen verabredet und ich freue mich darüber, dass wir uns nach einer gefühlten Ewigkeit endlich mal wiedersehen.

Runzelfuesschen Elternblog Naehen fuer Kinder Mit Kind in Berlin
Ich war pünktlich zum Frühstück, hatte aber meinem Mann und dem Runzelfüßchen versprochen nichts zu essen. Tja, schade, denn es sah sehr lecker aus. Susanne und ich redeten und redeten und ich freue mich immer sehr, wenn es einfach klick macht. Kennt ihr das, wenn ihr mit Menschen, auch wenn ihr sie lange nicht gesehen habt sofort wieder anknüften könnt. So war dieser Samstagmorgen.
Die Babies haben wir synchron gestillt, dabei geredet und gelacht und die Kinder wuselten um uns rum. Ich ärgerte mich ein wenig, dass ich nicht Mann und Kind einfach auch noch mitgenommen habe. Auf dem Heimweg blickte ich richtung Fernsehtum und just in dem Moment zog auch noch eine Kolone Trabis an mir vorbei. Ziemliches Klischee, aber ich freue mich manchmal über sowas.

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Wieder zuhause beende ich mein Projekt: Lieblingspulli 2.0. Aus meinem alten, löcherigen Pulli nähe ich eine Mütze und eine Hose für Herrn Annika sowie ein Kleid fürs Runzelfüßchen. Ich bin überrascht wie ergiebig das ist und freue mich, dass der Pulli so noch eine Weile bei uns bleibt. Mein Mann, das gebe ich zu, stöhnt leise, weil er zurecht vermutet, dass ich von nun an auch den ein oder anderen ausrangierten Pulli aufheben werde und hier bald ein Stofflager entsteht. Ich lächle mal vor mich hin...


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Das Runzelfüßchen hat sich in ihren neuen Schuhen eine Blase gelaufen und kann daher nicht laufen, sagt sie. Nach dem Mittagsschlaf fordert sie uns auf nun endlich mit ihr zur Apotheke zu gehen, dort könne ihr sicher geholfen werden. Weil in der Tat alle Schuhe an der besagten Stelle scheuern würden darf sie ausnahmsweise in ihren Hausschuhen den Weg antreten. Und siehe da, plötzlich ist alles kein Problem mehr.

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Nach dem Besuch in der Apotheke und der nettesten Apothekerin die ich je erlebt habe ist das Runzelfüßchen wohl auf. Mit ihrem hübschen Jodverband will sie einkaufen und Eis essen und auf den Spielplatz. Weil wir spontan beschließen später Essen zu bestellen kaufen wir nur wenig für Sonntag und das Möhrenrisotto ein.


Mittwoch, 10. August 2016

2016 ist ein gutes Jahr

Runzelfuesschen Elternblog Leben mit Kleinkind und Baby Liebe


Wir liegen zusammen auf dem Bett und schauen uns an. Einander zugewandt erhellt sich dein Gesicht als ich dich frage ob du gut geschlafen hast. Aus deinem verschmitzt, verträumten Ausdruck wird ein strahlendes Lachen und mein Herz ganz weich.
Ich platze fast vor Liebe und ich glaube, du spürst das, denn du nimmst mein Gesicht in deine Hände und wirst ganz still.

2016 ist ein gutes Jahr


2016 ist ein gutes, ein wunderbares Jahr.
Denn es ist das Jahr in dem du, mein kleiner Sohn, mein Herr Annika, geboren wurdest.
Ich weiß, dass in diesem Jahr auch viele, viele schlimme Dinge passiert sind. Terroranschläge, Amokläufe, Bombardements, der Tod vieler Promis, die Flucht vieler Hunderttausende Menschen. Ich bin nicht weltfremd, natürlich weiß ich, was um mich herum geschieht. Und natürlich nimmt mich das mit. Verändert mich.


Dienstag, 9. August 2016

Papa bloggt: Kann mal jemand eine Mutter rufen?

Männerecke

Bevor ich Vater geworden bin, hatte ich keine wirkliche Vorstellungen, was das bedeutet. Es gibt zwar sehr viele Ratgeber für Eltern und Mütter, aber sehr wenige für Väter. Am Anfang war ich auch ein wenig unsicher, was ein Vater mit dem Baby alles machen kann. Denn eines war klar: ich kann kein Baby auf die Welt bringen und ich kann auch keines stillen. Aber irgendwann manifestierte sich die Ansicht, dass ich tatsächlich außer dem alles kann, was meine Frau kann. Allerdings sehen das nicht alle Menschen so.

Väter müssen sich beweisen


Als das Runzelfüßchen noch sehr klein war, hatte ich oft das Bedürfnis, dass ich mir selbst oder anderen etwas beweisen müsste. Das artete fast schon in einen ungewollten Wettbewerb mit meiner Frau aus: Schau mal, ich kann das Baby zum einschlafen bringen! Oder ich kann das Baby ganz toll baden. Ich hatte irgendwie das Gefühl, ich müsste wenigstens eine Sache besser können als Andrea. Dabei ist das irgendwie doch sehr offensichtlich. Wieso sollte ein Elternteil alles besser machen können als das andere? Jeder Mensch hat seine Stärken und Schwächen, auch im Umgang mit Babys und Kleinkindern, aber die musste ich für mich erst finden.

Das Kind will doch zu der "Mutti"


Einmal war ich mit dem Runzelfüßchen alleine unterwegs und es gab einen Disput zwischen uns beiden, ob meine Tochter zu Fuss zum Spielplatz gehen kann oder getragen werden soll. Wir hatten diametrale Ansichten, die wir auf der Straße austrugen. Irgendwann kam eine ältere Frau vorbei und meinte zu uns, "die Kleine will bestimmt zu ihrer Mutter". Dabei hatte die Situation überhaupt nichts mit Mutter oder Vater zu tun, aber ein Vater und ein Kind in der Trotzphase konnte in ihren Augen ja nicht gut gehen. Ich bin mir nicht sicher, ob diese Ansichten etwas mit dem Alter zu tun haben, denn vor kurzem hatte ich ein ähnliches Erlebnis mit jüngeren Menschen.


Sonntag, 7. August 2016

Vom Unterwegssein - das Wochenende in Bildern

Alltag mit Kleinkind und Baby Runzelfüßchen Elternblog Mit Kind in Berlin Tipps


Dieses Wochenende waren wir vor allem unterwegs. Da wir aufgrund von Runzelfüßchens spontanem Krankheitsaussbruch ja unseren Urlaub abbrechen mussten, haben wir unseren Mietwagen genutzt um an diesem Wochenende noch Ziele in der näheren Umgebung zu erkunden.

Samstag, 06. August 2016


Alltag mit Kleinkind und Baby Runzelfüßchen Elternblog Mit Kind in Berlin Tipps
Auf dem Rückweg vom Bäcker kaufe ich Blumen. Die hat, wie fast jede zweite Woche, das Runzelfüßchen ausgesucht. Ich finde so einen bunten Strauß Sommerblumen irgendwie schön und das Kind kann sich an den vielen Blumen nicht sattsehen und entdeckt immer noch eine und noch eine.

Alltag mit Kleinkind und Baby Runzelfüßchen Elternblog Mit Kind in Berlin Tipps
Nach dem Frühstück heißt es rein ins Auto und ab in den Zoo. Der in Berlin gefällt mir aber nicht sooo sehr und den Tierpark kennt das Runzelfüßchen schon ganz gut. Wie beschließen also, damit sich alles ein bißchen mehr nach Urlaub anfühlt, nach Eberswalde zu fahren. Der Zoo ist recht klein aber ich mag ihn sehr. Und dem Runzelfüßchen ist es letztlich auch egal wo sie ihre Tiere angucken kann.

Alltag mit Kleinkind und Baby Runzelfüßchen Elternblog Mit Kind in Berlin Tipps
Nicht so ganz egal ist mir das Essen. Das hier auf dem Bild war nicht mal alles vegetarisch. Die Bratkartoffeln blieben dann doch unangetastet, weil sie jede Menge kleine Speckwürfelchen enthielten. Mein Mann hat schon mal drüber gebloggt, aber ich wundere ich mich trotzdem jedes Mal aufs Neue wieso das Essen an Orten die auch von Kindern besucht werden immer so besonders schlecht sein muss. Fürs Runzelfüßchen gab es, nicht im Bild, Milchreis. Angeblich selbstgemacht und nicht aus der Packung...

Alltag mit Kleinkind und Baby Runzelfüßchen Elternblog Mit Kind in Berlin Tipps
Nach der Fütterung für uns schauen wir der Fütterung der Pinguine zu. Ein Highlight fürs Kind, sie kann gar nicht aufhören zu fragen welcher Pinguin nun warum genau welchen Fisch bekommt.
Müde und satt geht es anschließend nach Hause. Auch, weil ich mich nicht gut fühle und krank werde. Muss wohl so sein, wo das Kind ja gerade gesund wird.


Sonntag, 31. Juli 2016

Urlaub

Runzelfuesschen Elternblog Leben mit Baby und Kleinkind Alltag mit Familie


Ihr Lieben, seid nicht böse, aber hier passiert einfach mal eine Woche nix. Ich könnte euch von unserem ganz wunderbar schönen Wochenende berichten, von ruhigen Momenten am See, Mittagsschläfchen im Schatten (für die Kids) und Spagetti-Eis (für uns Eltern).

Aber, wie ich ja vor Kurzem schrieb, es gibt Momente da kann ich nicht mehr. Da sind meine Nerven bis zum Zerreißen gespannt, du muss ich so weit wie möglich runter fahren und an mich und die Familie denken. Dies hier ist so ein Moment.

Ich atme jetzt mal eine Woche durch, versorge euch auf Instagram und Facebook  hoffentlich mit dem ein oder anderen Foto von unserer kleinen Auszeit und hoffe, ihr bleibt mir hier gewogen.
Nächsten Sonntag bin ich wieder da, versprochen.

Bis dahin höre ich dem Wind beim Rauschen zu.