Freitag, 28. Juli 2017

Gastpost: Sport mit Kleinkindern




Heute berichtet Nils von Tinongo über Sport mit Kleinkindern. Was muss man dabei beachten? Was können die Kleinsten eigentlich schon? Und was sollte man besser lassen? Nils hat da ein paar tolle Tipps für euch. Erstmal aber stellt er sich vor. 

Nils Kowalczek war früher selbst Leistungssportler und über 10 Jahre Hockey-Bundesligatorwart und 5 Jahre Nationaltorwart. Dabei wurde er Deutscher Meister, Hallen-Europameister, Dritter bei der WM und Gewinner der Champions Trophy. Mittlerweile ist er Vater von 2 Kindern, die selbst erst im Kinderschwimmen und später im Kinderturnen waren. Mit etwa 4 Jahren habe beiden dann angefangen, Hockey zu spielen. Mittlerweile unterstützt er andere Eltern dabei, den richtigen Sport für ihre Kinder zu finden. Auf seiner Seite Tinongo werden viele unterschiedliche Sportarten vorgestellt und dabei typische Elternfragen (Wie viel Zeit nimmt der Sport in Anspruch? Was kostet das? Welche Ausrüstung braucht man? Wie oft wird trainiert? Ist der Sport gefährlich? Wo gibt es Vereine? Etc.) beantwortet. Die Aussagen beruhen dabei auf den Selbsteinschätzungen der Sportverbände und geben somit eine objektive Einschätzung der Sportarten wider.

So, ihr seht also, der Mann weiß, wovon er redet. Und ich wollte von ihm wissen: Sport mit Kleinkindern, hast du da Tipps?


Mittwoch, 26. Juli 2017

Mich irritieren Kindervideos im Netz




Seit Wochen werden mir immer wieder Videos in den sozialen Netzwerken angezeigt. In allen sind Kinder in vermeintlich lustigen Situationen zu sehen. Die einen haben sich Butter in die Haare geschmiert, wo sie doch eigentlich Pancakes essen wollten, in einem anderen erklärt eine vielleicht Zweijährige ihrer Mutter wieso sie nicht auf die stille Treppe gehörte.
Das Internet feiert diese Videos, weil sie vermeintlich lustig sind.

Lustige Videos mit Kindern -eher nicht


Mir aber tun die weh. Ich kann nicht mal genau greifen, warum das so ist, aber ich kann mir solche Sachen nicht gut anschauen. Vielleicht liegt es daran, dass ich das Gefühl habe, dass diese Kinder in den Videos irgendwie bloßgestellt werden. Sie werden vorgeführt und müssen sich erklären. Wieso hast du das und das gemacht? Wie kamst du auf die Idee? Wieso machst du sowas?
Die Art wie diese Eltern da mit ihren Kindern reden, die stößt mich ab, ohne, dass ich das in Worte fassen kann.
Nicht, weil ich diese Fragen meiner Dreijährigen nicht auch stellen würde. Klar, als sie beispielsweise das Auto zerkratzte, da fragten auch wir Eltern sehr genau nach.


Dienstag, 25. Juli 2017

Papa bloggt: Oh nein, mein Sohn will eine Puppe haben

Stoffpuppe und Plastikpuppe

Ja, die Überschrift ist ein wenig reißerisch. "Das kann doch der Alexander nicht ernst meinen." Und ja, ich meine das auch nicht wirklich ernst. Natürlich darf Herr Annika auch mit Puppen spielen. Aber wie komme ich auf diese Überschrift? Wir waren letztens mit mehreren Kindergartenfreunden (und Eltern) vom Runzelfüßchen im Park. Ich stieß etwas später dazu. Kurz nachdem ich angekommen war, meinte Andrea zu mir, mein Sohn will jetzt auch eine Puppe zum spielen haben. Ich sagte laut "oh nein" und die Entrüstung einiger Eltern war mir sicher.

Meine Tochter und die Puppen


Als das Runzelfüßchen in etwa so alt war wie Herr Annika jetzt, hatte sie eine besondere Zuneigung zu Puppen gezeigt. Immer, wenn wir andere Kinder besuchten, oder wenn sie eine Puppe irgendwo wie beim Kinderarzt sah, schloss sie die Puppe in die Arme. Eine Trennung von der Puppe war nur mit sehr viel Zureden und Trösten möglich. Ich dachte zuerst, ein Kuscheltier wäre genauso gut. Das konnte man auch in den Arm nehmen und knuddeln. Aber für das Runzelfüßchen war das nicht das gleiche. Sie wollte eine Puppe haben, die wie ein Baby aussieht. Etwas in mir sträubte sich, Plastik-Baby-Imitate in rosa Verpackung für meine Tochter zu kaufen. Nachdem sie eine Stoffpuppe bekam, die ihr auch nur halbe Befriedigung brachte, gab es dann doch irgendwann die ersehnte Babypuppe aus Plastik.

Sonntag, 23. Juli 2017

Vom Durchatmen - das Wochenende in Bildern



Dieses Wochenende haben wir uns treiben lassen, waren faul und haben einfach nur Familienzeit genossen. Irgendwie brauchen die Kinder das gerade so sehr.

Samstag, 22. Juli 2017


Der Tag startet irgendwie nicht so toll. Weil die Nacht so furchtbar war. Mein Mann war mit Freunden aus, Herr Annika  hat ihn die ganze Nacht gesucht. Und sich dabei natürlich nicht still verhalten sondern seinem Frust, dass er ohne Papa schlafen muss, laut kund getan. Ich bin sehr gerädert am Morgen. Weil wir aber vereinbart hatten. dass ich mich um die Kinder kümmere, damit Alex ausschlafen kann stehe ich also vollkommen zerknautscht auf. Um 7:18Uhr, viel zu früh. Die Kinder wollen essen, bevor wir zum Bäcker gehen. Zum Glück kullern noch 5 Kilo Melone rum, die dieses Wochenende mal verschwinden soll.

Nach dem Bäckerbesuch und dem Frühstück wollen wir in die Bibliothek. Allerdings reißt der Verschluss von Runzekfüßchens Sandalen, so dass ich erst mal einen Stop im Schuhladen einlegen muss. Das wirf ungefähr 599 Warums auf. Warum gibt es nur pink oder blau? Warum sind Kinderschuhe so verdammt teuer? Warum tue ich mir das eigentlich an? Warum? Warum? Warum? Allein mit zwei Kindern Schuhe einkaufen ist nichts, was ich so schnell wiederholen möchte. Das Runzelfüßchen streift durch die Gänge und erklärt mir was sie an all den Sandalen nicht mag während Herr Annika einfach alle Schuhe aus dem Regal zieht. Am Ende, das möchte ich doch stolz verkünden, haben beide Kinder Schuhe. Eigentlich ist Herr Annika immer barfuß unterwegs, aber es wird Zeit, dass er sich auch mal an Schuhe gewöhnt, denn irgendwann, eventuell, lacht der Kindergarten.
Anschließend gehen wir in die Bibliothek und ich sacke dort in einem Kindersessel zusammen. Mir ist alles Recht, sollen die Zwei mal lostigern.


Freitag, 21. Juli 2017

Alles Frozen oder was?





"Mama, guck mal, da ist Elsa!"
Ähm ja, woher genau weiß meine Tochter das, fragte ich mich. Und kam zu dem Schluss: Sie weiß es eigentlich gar nicht. Denn ja, in ihrem Kindergarten tragen andere Kinder Shirts, Rucksäcke, Haarspangen mit dem Antlitz dieser schrecklichen Frozen- Fratzen. Disney-Mädchen. Meine Tochter aber hat den Film nicht gesehen (wir Eltern übrigens auch nicht), sie besitzt NICHTS von "Frozen" (und das soll auch so bleiben) und sie weiß auch überhaupt nicht was das eigentlich alles sein soll.

 Kinder und Trends


Das Runzelfüßchen weiß nur: Das da, das könnte Elsa sein. Oder die andere, Dings hier, wie auch immer die nun wieder heißt. Ich verweigere mich diesem Hype komplett. Wie ich auch die Minions schon spurlos habe an mir vorüberziehen lassen. Oder Pokémon. Oder Peppa Pig. Ja, ich weiß, die Zeit wird kommen in der ich der Vermarktungsmaschinerie eben nicht mehr entkommen kann, weil die Peergroup, ihre Freundinnen und Freunde übernommen haben. Bis dahin aber bleibe ich standhaft.


Mittwoch, 19. Juli 2017

Privatheit im Netz: Rechtliche Aspekte

Privatheit im Netz Kinderfotos im Netz Interview Stephan Lahl Daddydahoam Runzelfuesschen

Ich habe Stephan von daddydahoam auf der denkst kennengelernt und wir kamen super ins Gespräch. Nicht nur, aber eben auch über das Thema "Fotos im Internet". Und weil er sich mit all den rechtlichen Aspekten so viel besser auskennt als ich, da habe ich mal für ein Interview bei ihm angefragt. Hier sind die ziemlich aufschlusreichen Antworten

Lieber Stephan, stell dich doch einfach mal vor. Was macht dich denn zum idealen Interviewpartner für das Thema „Recht am eigenen Bild?“

Hallo Andrea, zunächst vielen Dank für die Intervieweinladung. Ich bin das, was unser Rechtssystem als Volljuristen bezeichnet. Anders als die Masse meiner Kollegen entschied ich mich aber vor vier Jahren gegen den klassischen Anwaltsberuf und ging zum in Deutschland größten juristischen Fachverlag C.H.BECK nach München.
Dort fülle ich mehrere Funktionen aus, unter anderem die des Communitymanagers einer großen juristischen Onlinecommunity (beck-community) mit mittlerweile 35 Bloggerinnen und Bloggern, die für den Verlag zu den verschiedensten Rechtsthemen bloggen.
Ich habe mich im Studium und der Referendarausbildung – so gut es der Ausbildungsrahmen zuließ – auf das Medienrecht konzentriert und unter anderem drei Monate bei der Rechtsabteilung der Zeitung mit den vier großen Buchstaben verbracht. Dort spielten – wie der Name der besagten Tageszeitung vermuten lässt – „Bildrechte“ in jeglicher Form eine große Rolle, auch das sogenannte „Recht am eigenen Bilde“, wie es bei den Juristen heißt. Es handelt sich dabei um ein erstaunlich altes und nahezu unverändertes Recht. Ich greife bei dem Thema auf mein erworbenes Ausbildungswissen zurück, habe die Entwicklungen aber auch aus persönlichem Interesse in den vergangenen Jahren weiterverfolgt.


Dienstag, 18. Juli 2017

Papa bloggt: Müssen Kinder höflich sein?

Republica 17

Eines kann ich schon vorweg schreiben: Herr Annika ist erst ein Jahr alt und muss noch nicht höflich sein. Wie denn auch, er kann ja noch gar nicht richtig reden. Aber irgendwie stimmt das nicht ganz: er sagt zwar noch nicht "danke" und "bitte", aber er soll auch nicht der Katze unhöflich am Schwanz ziehen oder seiner Schwester das Spielzeug wegnehmen. Sachen wegnehmen gilt nirgendwo und in keinem Alter als höflich. Ich meine eher den Umgang mit anderen Menschen und auch sogenannte Höflichkeitsfloskeln wie danke und bitte. Ist das überhaupt wichtig und sollte ich bei meinen Kindern darauf achten?

Die Familie im Treppenhaus


In unserem Haus wohnt eine Familie, die nicht besonders freundlich ist. Eine typische Begegnung mit dieser Familie sieht wie folgt aus: meine Tochter und ich gehen im Hausflur die Treppe runter. Zuerst kommt uns das erste Kind der Familie entgegen, etwas 12 Jahre alt. Das Runzelfüßchen und ich sagen "Guten Morgen", aber das Kind schaut uns mit leeren Augen an. Dann kommt das jüngere Geschwisterkind uns entgegen, ca. 10 Jahre alt. Es sagt auch nichts auf unsere Begrüßung. Dann kommt die Mutter als letztes die Treppe hoch. Aber von ihr hören wir natürlich auch keine Antwort auf unser "Hallo". Wir hatten nie eine Streit, nie ein böses Wort miteinander gesprochen. Eher im Gegenteil, wie haben Pakete für unsere Nachbarn entgegengenommen. Die Tür aufgehalten, wenn sie gleichzeitig aus dem Haus oder hineingingen. Wir leben seit fast 10 Jahren im gleichen Haus, aber "zurückgrüßen" geht nicht. Ich dachte sehr lange, wir hätte einmal etwas falsch gemacht. Irgendwann wurde mir klar: das ist einfach eine unhöfliche Familie. Und so wollte und will ich nie sein.


Sonntag, 16. Juli 2017

Viele Gedanken - das Wochenende in Bildern

Runzelfuesschen Elternblog Leben mit Kindern Mit Kindern in Berlin

Dieses Wochenende war einerseits total turbulent, andererseits sehr sehr ruhig. Mit vielen Gedanken und Gefühlen. Ein bißchen wirr, aber so ist das Leben eben manchmal, oder?

Samstag, 15. Juli 2017


Runzelfuesschen Elternblog Leben mit Kindern Mit Kindern in Berlin
Der Tag beginnt mehr oder weniger in einem Wartezimmer. Die Nacht war schrecklich, eins der Kinder irgendwie immer wach. Herr Annika, weil das eben so seine Art ist, das Runzelfüßchen weil sie Schmerzen hatte. Insgesamt habe ich vielleicht 3 Stunden geschlafen, so im 15 Minuten-Takt. Es ist nicht leicht und doch muss ich natürlich stark sein. Das Runzelfüßchen hat Angst vor dem Arzt, natürlich. Es ist nicht ihr Kinderarzt sondern ein vollkommen fremder, der ihre sie untersucht. Am Ende ist klar: Sie hat sich den Arm gebrochen.

Runzelfuesschen Elternblog Leben mit Kindern Mit Kindern in Berlin
Es dauert natürlich sehr lange beim Arzt, was all unsere Pläne für den Vormittag über den Haufen wird. Das Gute aber ist: Der Gips hilft dem Runzelfüßchen sofort, sie hat keine Schmerzen mehr und ist sogar ein bißchen stolz auf das Ding. Und ich bin wirklich stolz auf sie, weil sie den neuen Arzt, die Umgebung, das Röntgen so wahnsinnig gut gemeistert hat.
Wieder zuhause muss ich backen, wir sind am Nachmittag auf einer Hochzeit eingeladen und ich versprach einen tollen Kuchen. Herr Annika möchte helfen, auf seine Art. Beim wem sieht das bitte auch so aus, diese 20 verschiedenen Schüsseln?

Runzelfuesschen Elternblog Leben mit Kindern Mit Kindern in Berlin
Da ist er, mein Kuchen. Ist nämlich keiner geworden, sondern sehr leckere Pfirsich-Muffins mit Jogurt. Das Runzelfüßchen wünschte sich etwas Dekoration, sieht doch auch gut, aus, oder? Ich habe mich tatsächlich kurz schlecht gefühlt, weil alle anderen Anwesenden mit Torten glänzen. Aber wisst ihr was: Meine Muffins sind beinahe sofort verschwunden. Sie schmeckten also und das ist die Hauptsache.


Freitag, 14. Juli 2017

Zuckerarmer Kuchen für Kinder


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Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber ich LIEBE Kuchen. Und ich backe ihn auch wahnsinnig gern. Nun ist es nur so: Mit zwei kleinen Kindern ist das manchmal gar nicht so einfach. Nach wie vor halte ich ja auch an der zuckerfreien bzw. zuckerarmen Ernährung der Kinder fest. Das sind so die Ausgangsbedingungen für einen super einfachen, zuckerarmen Kuchen bei dessen Zubereitung die Kinder so gar helfen können. Hier kommt also mein Rezept für einen Kuchen aus dem Kühlschrank!

Alles was ihr braucht sind Frischkäse, Götterspeise und Löffelbiskuit. Klingt gut, oder? Obwohl ich lustigerweise in meinem gesamten Erwachsenenleben einen großen Bogen um Götterspeise gemacht habe. Irgendwie weiß ich inzwischen gar nicht mehr warum, denn mannomann ist das lecker. Das Runzelfüßchen und ich haben die festgewordenen Reste einfach als "gesunde" Gummibärchen gegessen.


Mittwoch, 12. Juli 2017

Meine Zeit ist wichtiger als deine

Runzelfuesschen Elternblog Leben mit Kind in Berlin Arztbesuch mit Baby


Ich war beim Arzt, eine Routineuntersuchung. Es war aber ein neuer Arzt, also einer den ich noch nicht kannte. Da bin ich immer ein wenig gespannt, denn ja, für mich muss, gerade bei Routinesachen, die Chemie stimmen. Denn bei speziellen Problemen toppt Fachwissen auch mal Empathie oder Freundlichkeit, aber bei einer schnöden Untersuchung, da sollte der Arzt /die Ärztin doch bitte nett sein.

Windelwechseln beim Arzt


Nun, ich war also mit Herrn Annika im Wartezimmer und es kam, was bei Babys eben so kommt: Er rumste in die Windel. Die ich natürlich wechseln wollte. Einen Wickeltisch hatte ich nicht erwartet, auch wenn im Wartezimmer viel Spielzeug lag, es ist eben kein Kinderarzt. Ich schnappte mir meinen Sohn und ein Kissen für seinen Kopf und wechselte die Windel auf der (mitgebrachten Wickelauflage) auf der Toilette auf dem Boden. So weit, so gut. Ich warf die Windel in den kleinen Mülleimer, zog meinen Sohn an, wusch mir die Hände. Und erblickte DAS Schild.

Nun gut, Windel wieder aus dem Mülleimer gefischt, zum Glück war da nichts anderes drin und mal freundlich am Tresen nachgefragt was ich denn damit jetzt machen soll. "Nehmen Sie das bitte mit. Das ist IHR Müll, den entsorgen wir nicht für Sie."
Öhm, ok, die zartgeknüpften Bande zwischen der Arzthelferin und mir bröckelten..